Obama weiter vor Herausforderer Romney

8. August 2012, 16:32

Zwei Umfragen bestätigten Vorsprung des Präsidenten

Washington - Knapp drei Monate vor der US-Präsidentenwahl liegt Amtsinhaber Barack Obama in zwei neuen Umfragen weiter deutlich vor seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage für die "Washington Post" und den Fernsehsender ABC sprachen sich 53 Prozent der Befragten für den Demokraten aus und nur 40 Prozent für Romney. 43 Prozent hatten eine schlechte Meinung von Obama, bei dem Republikaner waren es dagegen 49 Prozent.

Eine zweite, am Mittwoch veröffentlichte Umfrage für die "New York Times" und den Fernsehsender CBS befasste sich mit drei Bundesstaaten mit ungewissem Wahlausgang, sogenannten "swing states". Während sich in Wisconsin und Virginia vier und sechs Punkte Vorsprung für Obama ergaben, lag Romney in Colorado mit 50 Prozent in der Wählergunst fünf Punkte vor dem Amtsinhaber.

Romney, der sich im Vorwahlkampf gegen mehrere andere Bewerber durchsetzte, soll beim Parteitag der Republikaner in Tampa vom 27. bis 30. August offiziell zum Kandidaten für die Präsidentschaftswahl am 6. November gekürt werden. (APA, 8.8.2012)

"Während sich in Wisconsin und Virginia vier und sechs Punkte Vorsprung für Obama ergaben, lag Romney in Colorado mit 50 Prozent in der Wählergunst fünf Punkte vor dem Amtsinhaber."

Während in Wisconsin alle Umfragen auf einen klaren Obama-Sieg hinweisen (mindestens 5% vorne, oft auch 7-8%) und in Virginia ein leichter Vorsprung besteht (ca. 2-5%), gibt es in Colorado derzeit ganz unterschiedliche Umfragen: So hat PPP Obama 6% vor Romney, Rasmussen hat beide gleichauf und Quinnipiac hat Romney 5% vorne. Ändert allerdings nichts daran, dass Obama in 5 von 6 Swing State-Umfragen von Quinnipiac vorne liegt, teilweise sehr deutlich.

Und zu Colorado: Da lagen schon 2010 alle Umfragen zugunsten des Republikaners daneben. Ich gehe mal davon aus, dass dort wie in Nevada die zunehmende Wahlbeteiligung von Latinos massiv unterschätzt wird und Obama doch mit etwa 1-5% Vorsprung gewinnen wird.

"dass dort wie in Nevada die zunehmende Wahlbeteiligung von Latinos massiv unterschätzt"

Möchte ich bezweifeln, da dieses Mal die Begeisterung für Obama auch unter den Latinos geringer ist als vor vier Jahren. Im übrigen gibt es erstmals seit Jahren mittlerweile genauso wie in IA nun auch in CO mehr registrierte Republikaner als Demokraten.

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