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In der Studie der Kognitionspsychologen Lars Schwabe und Oliver Wolf von der Ruhr-Universität Bochum aktivierten die gestressten Probanden eine Hirnregion, die eher für unbewusstes Lernen verantwortlich ist.
Bochum - Gestresste und nicht gestresste Personen nutzen unterschiedliche Hirnregionen und unterschiedliche Strategien beim Lernen. Das berichten die Kognitionspsychologen Lars Schwabe und Oliver Wolf von der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift "Journal of Neuroscience". Das Fazit daraus: Während nicht gestresste Personen eine bewusste Lernstrategie anwenden, verlassen sich gestresste Probanden eher auf ihr Bauchgefühl. "Diese Ergebnisse zeigen zum ersten Mal, dass Stress einen Einfluss darauf hat, welche der verschiedenen Gedächtnissysteme das Gehirn anschaltet", sagt Lars Schwabe.
Insgesamt wurden die Daten von 59 Probanden erhoben. Die Hälfte der Teilnehmer musste drei Minuten lang unter Videobeobachtung eine Hand in eiskaltes Wasser tauchen. Das stresste die Probanden, wie Hormonanalysen belegten. Die "Kontrollgruppe" musste ihre Hand nur in warmes Wasser tauchen. Anschließend absolvierten sowohl die gestressten als auch die nicht gestressten Personen den sogenannten "Wettervorhersage-Test" (weather prediction task). Dabei zeichneten die Forscher die Hirnaktivität mit dem Kernspintomografen auf. Die Probanden sahen Spielkarten mit unterschiedlichen Symbolen und mussten lernen vorherzusagen, welche Kartenkombinationen Regen ankündigen und welche Sonnenschein. Jede Kartenkombination ist dabei mit einer anderen Wahrscheinlichkeit für gutes oder schlechtes Wetter verknüpft.
Sowohl gestresste als auch nicht gestresste Probanden lernten, das Wetter anhand der Symbole vorherzusagen. Die nicht gestressten Teilnehmer konzentrierten sich dabei auf einzelne Symbole und nicht auf Symbolkombinationen. Sie verfolgten also bewusst eine einfache Strategie. Die Kernspin-Daten ergaben, dass sie dafür bevorzugt eine Hirnregion im mittleren Schläfenlappen aktivierten - den Hippocampus, der für das Langzeitgedächtnis wichtig ist. Die gestressten Probanden wandten hingegen eine komplexere Strategie an. Sie trafen ihre Entscheidung basierend auf Symbolkombinationen. Das taten sie jedoch unbewusst. Das heißt, sie konnten ihre Strategie nicht in Worte fassen. Passend dazu zeigten die Hirnscans, dass bei den gestressten Probanden das sogenannte Striatum im Mittelhirn aktiviert war - eine Hirnregion, die eher für unbewusstes Lernen verantwortlich ist. "Stress stört das bewusste, zielgerichtete Lernen, das vom Hippocampus abhängt", folgert Lars Schwabe. "Also nutzt das Gehirn andere Ressourcen. Bei Stress kontrolliert das Striatum das Verhalten, was wiederum die Lernleistung rettet", lautet die Schlussfolgerung der Kognitionspsychologen. (red, derStandard.at, 8.8.2012)
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es ist doch völlig willkürlich anzunehmen, dass nur diejenigen, die ihre Hand ins kalte wasser getaucht haben, gestresst seien!
völlig unberücksichtigt blieb, ob die probanden nicht von vornherein - aufgrund ihrer spezifischen sozialen umweltbedingungen - schon mit einem vergleichsweise hohen dauerstresspegel zum experiment angetreten sind!
solche wissenschaftliche erkenntnisse sind völlig zum krenreiben, da nur eine no na-hypothese verifiziert wird. und nicht einmal das eindeutig. diesem forschungsteam zugang zu solchen laborbedingungen zu geben, grenzt an verschwendung.
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