Staat zieht Solarstrom der Solarwärme vor

8. August 2012, 14:50

Solarstrom wird gefördert, Solar-Warmwasser kaum. Damit findet eine Kannibalisierung auf Österreichs Dächern statt

Wien - Der Markt für thermische Solarkollektoren bricht ein. 2011 sackten die Erlöse der Branche um 16,1 Prozent auf 41,1 Millionen Euro ab, es war dies laut einer Erhebung von Kreutzer Fischer & Partner der zweite zweistellige Rückgang in Folge. Schuld daran sei die Reduktion der Förderungen, bei gleichzeitiger "Kannibalisierung" durch die - wiederum von öffentlicher Hand stark subventionierte - Photovoltaik.

Strom sticht Warmwasser

Die Dachfläche eines Hauses könne nur einmal mit Paneelen verbaut werden; und die staatliche Solarförderung lenke die Nachfrage bewusst in Richtung Solarstrom, so KFP am Mittwoch in einer Aussendung. Die Förderungen für Solarthermie (Warmwasseraufbereitung und Heizung mit Sonnenenergie) seien in den vergangenen Jahren gekürzt worden. Niederösterreich etwa habe mit Jahresbeginn 2011 den Direktzuschuss gestrichen. In dem Bundesland sei der Markt dann um die Hälfte geschrumpft. Auf Bundesebene werde die Förderung zudem mit der thermischen Sanierung von Gebäuden gekoppelt. "Als Asset bleibt thermischen Solaranlagen in einigen Bundesländern nur noch die hohe Punktezahl für die Bewertung der Wohnbauförderung", schreiben die Marktforscher. Wo dies der Fall ist, bleibe die Nachfrage auch hoch. In Kärnten zum Beispiel sei der Absatz 2011 um knapp 18 Prozent gestiegen, in der Steiermark um 14 Prozent. Auf der anderen Seite pumpe die öffentliche Hand seit einigen Jahren mehr in die Photovoltaik (Strom aus Sonnenenergie).

Eine Trendwende ist laut KFP nicht in Sicht. Auch die kürzlich vorgestellte Förderungsinitiative des Umweltministeriums werde daran wenig ändern, "versickern doch bekanntlich derartige 'Feuerwehraktionen' zu einem Großteil in Mitnahmeeffekten (siehe Sanierungsscheck)", ätzen die Marktforscher. Der Gesetzgeber solle nicht prinzipiell via Förderregime verzerrend in den Wettbewerb eingreifen und die Förderbedingungen im Bereich der erneuerbaren Energien "systemneutral" gestalten - angesichts der Vielzahl "einschlägiger Lobbyisten" kein leichtes. (APA, 8.8.2012)

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20 Postings
... deutscher Solarstrom nach Frankreich ...

Im Februar 2012 war es so weit - F verbraucht mehr als 100 GW/Tag und D hat (aufgrund der Reaktor Abschaltungen (Energiewende)) zu wenig Reserven.

Blackouts wurden nur durch Glück verhindert - die ansonsten meist brachliegenden deutschen Solaranlagen konnten aufgrund des Schönwetters und der günstigen Tageszeit genug Strom liefern um Blackouts zu vermeiden. Das diese dabei tatkräftig von allen verfügbaren Kohle, Gas und Ölkraftwerken bis nach Österreich hinein unterstützt wurden sei nebenbei erwähnt.

Also Solarstrom hat hier (zufällig) geholfen, ist aber keine verlässliche Alternative.

Subventionen, Subventionen, Subventionen

Alle diese Solar-Subventionen sollten gestrichen werden. Wenn diese Solar-Techniken so toll und super sind, wie getan wird, dann verkauft sich all das auch ohne Subventionen.

Solar und Photovoltaik IST toll,

aber leider dauert es eine Weile, bis sich die Investitionen amortisieren.

Ich fürchte, ohne Förderungen bekommt man viele Leute nicht dazu, jetzt zu investieren und später den Nutzen daraus zu ziehen. So ist halt die menschliche Natur ^^

Was Sie scheinbar nicht wissen...

...ist, dass die Energieversorgung seit jeher mit Subventionen und staatlichen Geldern finanziert wurde (Kohle, Kernenergie, Pipelines etc.).

In einem derart verzerrten Markt von erneuerbaren Technologien zu erwarten, dass sie von vornherein ohne Förderungen bestehen, ist vollkommen absurd.

warum wurde die atomkraft allein in Deutschland mit über 200Mrd. euro Subventioniert?

informieren, dann posten!

Solarstrom wird gefördert ?!

3 Minuten nach beginn der Anmeldung war Schluß. Da ist Lottospielen noch sicherer.

Das Förderung zu nennen .....

Vielleicht bauen ja manche die projektierte Anlage dann auch ohne Förderung?

Aber es stimmt, die Nachfrage nach der Förderung war viel größer als das Angebot. Vielleicht sollte man die Einzelförderung leicht senken und das Geld auf 25%-30% mehr Antragssteller aufteilen? Wenn sich das ausgeht, dann könnte man mit der gleichen Gesamtsumme an Fördergeld mehr m²/kW_peak Solarpanele bauen lassen.

Zum Glück

Denn der Steuerzahler darf diesen Unfug dann wieder zahlen.

Schmarrn!

Erstens ist die Versorgungssicherheit bei vielen de-zentralen Erzeugern größer, kommt also auch Dir zugute und

zweitens könntest Du auch Solar aufs Dach packen. Schon mal mit jemandem gesprochen, der's hat? Nein? Dann fehlt Dir eine Menge Info!

Für die Versorgungssicherheit bringt das leider nicht viel

Insbesondere lassen die Wechselrichter aus Sicherheitsgründen keinen Inselbetrieb zu. Also ohne Netz auch kein Solarstrom. Das ist leider nötig, damit das E-Werk im Fehlerfall die Leitung abschalten kann, ohne das Arbeiter dann Gefahr laufen, daß eine Solaranlage noch unkontrolliert Energie einspeist während sie die Leitung reparieren.

ist richtig

Aber: bei vielen Solar-Anlagen kommt es weniger zur Überlastungen des Netzes. Da Solarstrom meist lokal konsumiert wird. dadurch wird das Netz stabiler. die Deutschen konnten so sogar diesen Winter die Franzosen mit Strom beliefern.

unverständlich für mich in dieser hinsicht ist, dass die grünen (zumindest in oö) voll auf photovoltaik statt solarthermie setzen. dabei ist die effizienz der solarthermie wesentlich höher.

Stimmt nicht.

PV ist kostengümstiger und flexibler nutzbar. Was macht man mit dem Überschuss im Sommer wenn man keinen Pool hat. Da gibts Leute die den Warmwasserhahn aufdrehen müssen, damit der Kessel nicht.

Stimmt so nicht ganz

Solar wirkt voll, wenn die Sonne so richtig schön scheint. Und wärmt NUR das Wasser.

Das ist ja schon eine Menge, aber man kann noch mehr tun: Sobald es HELL wird, erzeugt die Photovoltaikanlage Strom, den man für alles Mögliche benutzen kann. Es muss nicht unbedingt ein wolkenloser Himmel sein, auch bei "bedeckt" wird Strom erzeugt.

Das Sinnvollste ist, das Wasser durch Solar erwärmen zu lassen und den von der Photovoltaik erzeugten Strom für alles andere zu verwenden: Eiskasten, Bügeleisen, Geschirrspüler, Waschmaschine,.... Bloß das Fernsehen am Abend müssen wir dann mit Strom vom Anbieter tun ;-)

Vielleicht sollten eher Hybridsystem gefördert werden:
http://www.solarideen.net/2012/05/0... llektoren/

Finde ich eine tolle Idee!

Ausführliche Gespräche mit Fachleuten ergeben, dass die Hybrids (zumindest derzeit noch) keine guten Eigenschaften haben.

...aber es tut sich was, und das ist gut so!

Warmwasser

braucht in der Aufbereitung viel Strom.

Ich bin sicher, die Energieerzeuger wollen nicht noch Kapazitäten an die Warmwasserbereitung verlieren, darum haben sie Einfluss auf die Förderungen genommen.

Jede (thermische) Maßnahme ist zu begrüßen und ich verstehe nicht, warum man nicht Photovoltaik UND Solar machen sollte. Ich jedenfalls werde auch Solarpaneele anbringen, und wenn ich sie selbst zahlen muss....

Energieversorger im Landesbesitz

Da kann etwas dran sein. Die Energieversorger (Strom, Gas) sind überwiegend im Landesbesitz. Kann gut sein, daß da Einfluß genommen wird auf die Förderpolitik der Länder um unerwünschte konkurenz klein zu halten.

Ja,

mit´m Badewasser lasst sich halt koa so a guats G´schäft machen.

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