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Taifun "Haikui" verursachte Schäden an chinesischer Ostküste
Shanghai befürchtet schwersten Sturm seit sieben Jahren
Shanghai - Mit voller Wucht ist der Taifun "Haikui" am Mittwoch auf die chinesische Ostküste getroffen, hat Häuser zum Einsturz gebracht und Stromleitungen gekappt. Nachdem die Behörden zuvor bereits mehr als 1,8 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht hatten, erreichte "Haikui" in der Früh die Provinz Zhejiang südlich der Metropole Shanghai, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Berichte über Tote oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.
"Haikui" fegte mit heftigen Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern über die Region, teilte der Meteorologische Dienst mit. Bis zu fünf Meter hoch türmten sich die Wellen vor der Küste. In Zhejiang brachten die Behörden rund 1,5 Millionen Menschen in Sicherheit, im benachbarten Shanghai mussten fast 400.000 Einwohner ihre Häuser verlassen. Sie wurden in das sichere Hinterland gebracht, wie die Regierung mitteilte. Zwar ließ die Stärke des Sturms mittlerweile etwas nach, der Taifun hinterließ jedoch knapp 400.000 Haushalte in Zhejiang ohne Strom.
In der Küstenstadt Ningbo stürzte der Sturm ein Riesenrad um, in Jiaxing deckten die Böen das Dach eines Stadiums ab. Auf der Spitze eines Berges im Bezirk Jiaxing saßen rund 1.000 Touristen wegen des Unwetters fest. In Lin'an hätten Rettungskräfte 123 Menschen befreit, die von den Wassermassen in ihren Gästehäusern eingeschlossen worden seien, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua.
Shanghai selbst blieb zunächst von dem Taifun verschont, die Behörden warnten jedoch, dass die größte Gefahr durch Regen und Wind im Tagesverlauf noch bevorstehe. Die Stadt gab die höchste Alarmstufe rot aus und forderte die Menschen auf, in ihren Häusern zu bleiben. 374.000 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Flüge zu den beiden Flughäfen der Stadt wurden ausgesetzt, auch einige Zugverbindungen wurden gestrichen. Baustellen und Parks mussten schließen.
Die Behörden fürchten, dass "Haikui" der schwerste Sturm seit 2005 werden könnte, als sieben Menschen durch den Taifun "Matsa" ums Leben kamen. "Haikui" ist bereits der dritte Taifun in China binnen einer Woche. Am Wochenende waren laut Xinhua in anderen Landesteilen insgesamt 23 Menschen durch die Taifune "Saola" und "Damrey" getötet worden. Der wirtschaftliche Schaden allein in der Provinz Zhejiang wird auf fünf Milliarden Yuan (rund 635 Millionen Euro) geschätzt. (APA, 8.8.2012)
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