Sex, Drogen und Alkohol: Die verruchte Seite von Android

12. August 2012, 10:04
  • Kaum erwähnt, trotzdem erfolgreich: Androids Rotlichtviertel.
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    Kaum erwähnt, trotzdem erfolgreich: Androids Rotlichtviertel.

Adult-Apps verzeichnen eine Million Downloads pro Tag

Wenn von Android und Apps die Rede ist, liegt der Gedanke an Angry Birds und Co nahe. Die Berichterstattung dominieren vornehmlich Spiele oder allerlei Tools zum Lesen von Nachrichten oder dem Erstellen besonderer Fotos. Doch das Betriebssystem, das seinem Benutzer deutlich weniger Schranken auferlegt als iOS oder Windows Phone, hat auch eine "dunkle Seite".

Mobile Erotik im Aufschwung

Zwar hat der Google Play-Store inhaltliche Richtlinien, die Erotik bis zu einem gewissen Bereich erlaubt, Pornos aber ausschließt, jedoch ist der Zugriff auf alternative App-Märkte relativ problemlos möglich. Auch das händische Installieren von Programmen ist nach dem Setzen einer einzigen Einstellung möglich. Potenziell gefährliche Maßnahmen wie ein Jailbreak sind nicht nötig.

Die Erotik- und Pornoindustrie hat das Betriebssystem mittlerweile für sich entdeckt. Eine Tatsache, die für erwachsene User eigentlich nicht mehr als eine Geschmacksfrage aufwerfen sollte. Wer darf, der darf, muss aber nicht. Android Central hat die Themen Sex und Alkohol auf Android zusammengefasst.

Sexting mit Foto-Selbstzerstörung

Ein durchaus populäres und auch für Teenager relevantes Thema ist Sexting. In und außerhalb von Google Play tummelt sich eine Reihe von Apps, die das Versenden erotischer Selbstfotografien bereichern oder erleichtern. So stattet "Fancy Snap" versandte Bilder etwa mit einem Countdown aus, nach dessen Ablauf sie unwiderruflich vom Telefon des Gegenübers gelöscht werden. Die iPhone-Alternative heißt übrigens Snapchat.

Google Play ist dank seiner weniger strengen Richtlinien auch zum Refugium mancher iOS-Entwickler geworden. Weil eine "Busen-Simulation" namens "iBoobs" aus Apples App Store geworfen wurde, hat Mystic Game Development das Spiel kurzerhand für Android umgesetzt.

Mobile Porno-Plattform

Expliziter wird es bei MiKandi. Das Unternehmen hat gleich eine komplette Plattform für den Pornokonsum gebastelt. Sie soll dem User das auf dem Telefon mühselige Durchstöbern des Webs nach bewegtem, nacktem Fleisch ersparen und seine Lieblingsfilme übersichtlich sortiert als Stream anbieten. Bezahlangebote sind natürlich inklusive.

Vivid landet auf Google TV

Auch die Industriegröße Vivid Entertainment will im Geschäft mitmischen. Schon vergangenen November hat das Unternehmen den Start eines eigenen Google TV-Kanals angekündigt. Bezüglich Vivid gibt es auch eine kuriose Randnotiz. Weil man seine Namensrechte verletzt sah, klagte man HTC nach der Veröffentlichung des "HTC Vivid"-Smartphones. Über den Ausgang des Verfahrens kann nur spekuliert werden, das Telefon trägt seinen Namen jedenfalls nach wie vor.

Freilich tummeln sich auf der Android-Plattform nicht nur Film- und Unterhaltungsangebote aus dem Erwachsenen-Segment. Auch zahlreiche Ratgeberapps wie "iKamasutra" sind vertreten.

Apps suchen nach Marihuana und Bier

Ein kurzer Ausflug zu anderen heiklen Bereichen: Mit "WeedMaps können Marihuana-Konsumenten nach der nächsten Erwerbsmöglichkeit suchen,. Die von der gleichnamigen Website herausgegebene App bewegt sich freilich im Rahmen der Gesetze und zeigt nur legale Vertreiber - Coffeeshops in Holland oder Ausgabestellen für Medical Marihuana in den USA - an. Das Programm gibt es auch für iOS. Aus nicht näher bekannten Gründen - möglicherweise entsprach der ursprüngliche Name nicht den App Store-Richtlinien - heißt sie dort "Legal Maps".

Biertrinkern wird mit "Untappd" geholfen. Sie vereint einen Check-in-Service à la Foursquare mit dem sozialen Trinkerlebnis. Zusätzlich informiert sie über Biersorten, die sich lokal und regional gerade großer Beliebtheit erfreuen und darüber, wo diese erhältlich sind. Nach Verkostung können diese natürlich bewertet und weiterempfohlen werden. Zur Belohnung gibt es diverse Badges. Nicht nur für Androidianer, sondern auch für User von iPhone und Co.

230 Millionen Downloads

Doch zurück zur Erotik. Dass entsprechende Apps beliebter sind, als es die Berichterstattung vermuten lässt, belegt eine Statistik von Android Pit aus dem vergangenen März. Die Anzahl der in dem Verzeichnis verfügbaren "Erwachsenen-Apps" wird auf über 26.000 geschätzt. Der Suchbegriff "Porn Android" liefert auf Google damals rund drei Millionen Ergebnisse. Bei einem aktuellen Suchlauf waren es bereits sechs Mal so viele. Der Anzahl der getätigten Downloads soll über 230 Millionen liegen.

Die Konsumenten scheinen auch bereit zu sein, größere Summen in das mobile Vergnügen zu investieren. Premium-Zugangstools wie RedTube Gold kosten gar 100 Euro, wenngleich der Durchschnittspreis wohl im einstelligen Bereich liegen dürfte.

Konsum: USA führen vor Südkorea

Die meisten Zugriffe erzielen erotische und explizite Inhalte aus den USA, wo auch die weltweit größte Pornoindustrie beheimatet ist. Dahinter folgen Südkorea, England und China. Deutschland landet auf Platz 5. Eine Million Downloads werden bei Android Pit am Tag durchschnittlich verzeichnet, 2011 wurde der „Höhepunkt" am 25. Dezember gemessen. Die Conclusio „The Android Phone is for Porn" ist also nicht ganz von der Hand zu weisen. (gpi, derStandard.at, 12.08.2012)

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Na, da werden sich die Pädophilen aber freuen!

Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole...

Für die Übermittlung der Inhalte (welcher Art auch immer) braucht es keiner "App". Eine HTML(5) Seite tut es absolut zuverlässig und ist dafür per Definition die beste Lösung.

"Apps", die für diese Zwecke angeboten werden sind nichts anderes, als ein weterer Versuch, den Benutzer/Kunden an sich zu binden und diese auszuhorchen.

Das ist die übelste Apple Erfindung. Und weil das Konzept so unheilvoll erfolgreich ist, wird auf allen Plattformen der Rückwärtsgang eingelegt: weg von den Standards zurück zu den proprietären Lösungen.

Ein Kompass, ein Taschenrechner oder ein WLAN-Scanner dürfen gerne als "Apps" kommen. Für die Übermittlung von Inhalten gibt es einen Standard: Darstellung im Browser.

Wer dafür Apps nützt, ist selbst schuld.

„Das ist die übelste Apple Erfindung.“

Das Problem dabei ist:

„Apple hat ja nichts wirklich erfunden, nie!“ …

… und das ist jetzt nicht nur in ironischer Anspielung auf die Android/Samsung-Fanatiker gemeint.

Steve Jobs verkündete für das iPhone zu aller, aller erst die „Sweet Solutions“ der Web Apps. Also nichts anderes als reine HTML5/CSS3-Lösungen. Frei zugänglich über das Internet, ganz ohne App Store.

Und nun raten sie was die Entwicklergemeinde als erstes gemacht hat …

Falls sie jetzt übrigens Lust bekommen haben eine Web App zu entwickeln, bitte! Apple unterstützt sie dabei http://goo.gl/6Qdi3

Damit hast du allen Fandroids den Wind aus den Segeln genommen.

Inhaltlich stimme ich dir zu.

Ich gebs ja zu: mir machen solche Themen diebische Freude!

Ich liebe Smartphone Studien! In einer Zeit, in der die meisten Telefone ohnehin intelligenter sind, als ihre Benutzer, kann man einfach nicht genug verblöden!
Daher hier mein Lieblingsbeitrag zu diesem Thema - Zusammenhang evident ;-)

http://news.cnet.com/8301-1785... 68-71.html

wie der Unterschied zwischen echt und fake!
Besonders nett finde ich die Balkengraphen :-)
Also Leute: nichts wie ab in den nächsten Apple Store!

PS: könnte bitte jemand eine analoge Studie über Autos oder Sportartikelhersteller machen? Man möchte schließlich komplett ausgestattet sein :-)

*Achtung: bitte NICHT ernst nehmen!

Unterhaltsame Studie..

Ich hab ein Android Phone (Android Fan der ersten Stunde) bin 21 und ich komme irgendwie auf die selbe Zahl der 30 Jährigen Iphone Besitzer.. Irgendwas machen die Falsch ...

oh gott

ich android + frau iphone => sie geht fremd!
Die Studie beweist's.

„Potenziell gefährliche Maßnahmen wie ein Jailbreak sind nicht nötig.“

Dafür darf jeder Depp „potenziell gefährliche“ Software aus zwielichtigen Quellen installieren. Bravo! :)

„Dös is ja wie am Desktop“, nur schlimmer, weil so eine mobile Wanze ist eben immer mit dabei.

Die Wahl hat man selber ob man dieses Risiko eingeht oder nicht. Was soll daran so schlecht sein?
Ahh, ich habe vergessen, es gibt ja den tollen Handy Hersteller Apple, der das Denken und die Entscheidungen der Kunden übernimmt, yuhoooo!!

Man braucht gar nicht außerhalb des Play Stores zu suchen. Fast alle Apps dort sind Malware. Beispiel: Kompass-Anwendungen. Eigentlich bräuchte eine App keine Rechte, um den Kompass auszulesen. Ich musste lange suchen, bis ich endlich eine hatte, die nicht Positionsdaten auslesen, ins Internet verbinden, Kontaktdaten lesen, SMS senden, Anrufe tätigen,... wollte. Ein DAU installiert die erstbeste und hat halt im nächsten Monat eine nette Rechnung, weil das Handy nachts fleißig Mehrwertnummern in Usbekistan anruft.

Unter Android werde ich wenigstens informiert auf was bestimmte Apps zugreifen und kann es mit verschiedenen Tools verhindern. Apple tut nämlich seine Kunden über die Zugriffsrechte gar nicht informieren, es ist aber trotzdem bekannt das iphone Apps genau so auf Sachen zugreifen die sie gar nicht benötigen.

Also ich muss wohl andere Apple produkte haben als die die die kennen. Ich wimmelt immer brav eine Meldung wenn eine App auf mein Adressbuch, Ortungsdienste, Fotos oder sonstwas zugreifen will. Aber kann ja sein das ich nur schon so ein isheep bin das ich mir das alles einbilde :(

Das bilden Sie sich nicht ein. Lassen Sie sich von solchen Müllpostings nicht verunsichern. Am besten diese Seiten ganz meiden.

Warum bist du dann noch hier? Meide den Webstandard bitte und verschone uns mit deinem geistigen Durchfall. Würde dieser Seite gleich eine Menge Seriösität geben ...

Sexting mit Foto-Selbstzerstörung

Für einen Screenshot wird die Zeit schon reichen :-)

wer naiv genug ist zu glauben, dass man mit Android Apps verhindern kann dass Fotos am Handy gespeichert werden

-> in Bezug auf die Sexting apps

der sollte bedenken, dass man auf Android Handys leicht einen Screenshot machen kann
(oder den Bildschirm abfotografieren kann)

Ein weiterer Grund sich ein Android-Mobiltelefon zuzulegen und auf Epl und Aios zu verzichten

Ja, das stimmt. Sollte man bewerben.

"Android - the only platform for mobile f***ing"

"Android - even porn is free, for everybody!"

"Android - enter a world without borders of porn, violence and crime! It's free!"

tja, sie sind nicht der Erste, der Probleme mit den Freiheiten des Internets hat. Sie befinden sich in bester Gesellschaft.

China
Nordkorea
der Papst
religiöse Hardliner
Cagebird

sie sehen: Technik macht nicht immer frei ;-)

Gott sei Dank gibt es Institutionen, die uns davor schützen:
die katholische Kirche
der Wächterrat
die Partei
Mutti
Apple

(Ich bin mir nicht sicher, ob das Trennen der letzten beiden Begriffe zulässig ist...)

Sie müssen also neben der Marke nur noch das Land, die politische Ausrichtung, die Konfession und ihren Familienstand wechseln (oder beibehalten?) und alles wird gut! :-)

Wieder jemand, der die Freiheit des Internets dem kurierten Angebot des App. Stores gegenenueber stellt!

Abgesehen von irgendwelchen pluginlastigen Seiten kann man mit jedem ios Device auch die dunkelsten Winkel des Internets erkunden und so die eigene Freiheit herausfordern!!

Manchmal denke ich, die sind wirklich zu blöde, um diesen Unterschied zu kapieren. Oder wollen nicht, was weiß ich...

pedobear is watching you!

interessant ...

.. kaum jemand erpost sich an den 'Drogen'kaufapps .. aber wehe do is ana/e nockat .. tzzz ...

find ich lustig...

Man kann sich egal welchen Alters Egoshooter runterladen, wo man Aliens, Zombies, Russen, Taliban, Chinesen oder generell Terroristen auf jede erdenklich mögliche Art und Weise töten kann. Das Blut spritzt, Köpfe rollen, es wird vor Angst geschrien. Aber nackte Menschen und der Geschlechtsakt (egal ob realistisch oder nicht) das brauchen wir nicht. Das ist verboten. Eine verquere Welt, in der wir leben, wo "Liebe" verboten aber Gewalt verherrlicht wird.

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