Mars-Anzug in den Dachsteinhöhlen ausgestellt

Prototyp war im Frühling vom Österreichischen Weltraum Forum auf seine Mars-Tauglichkeit getestet worden

Linz - In den Dachsteinhöhlen im oberösterreichischen Salzkammergut ist eine originalgetreue Kopie jenes marstauglichen Anzug-Prototypen ausgestellt, der bei Experimenten im April und Mai verwendet worden war. Auf Initiative des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) sammelten damals Forscher aus zehn Ländern und drei Kontinenten Erfahrungen für die Vorbereitung einer bemannten Mars-Mission.

Der Prototyp "Aouda X." war bei den Tests im Frühjahr zum Einsatz gekommen - in den Eishöhlen ist im Rahmen von Führungen in einer Dauerausstellung die Kopie "Aouda D." zu sehen; das "D" im Namen steht für Dachstein.

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass es auch auf dem Roten Planeten Höhlensysteme gibt. Deshalb wurden im Salzkammergut Experimente unter realistischen Bedingungen durchgeführt. Neben dem rund 45 Kilo schweren Anzug - laut ÖWF ein "Raumschiff und Computer zum Anziehen" - wurden ein Radar, das einen Blick in die ersten paar Meter des Mars-Bodens ermöglichen soll, sowie Fahrzeuge und Systeme zur medizinischen Überwachung der Raumfahrer und zur Entnahme von Bodenproben getestet. (APA/red, derStandard.at, 18.8.2012)

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8 Postings

Man betrachte die Neigung. Toller Anzug!

45 Kilo ist noch ziemlich schwer,werden sie noch leichter machen müßen.

45 kilogramm am mars

fühlen sich an wie ca. 17 auf der erde.

Warum sind Raumanzüge noch immer so voluminös und "schwergängig"? Gibt es keine engeren Sachen, in denen man eine bessere Bewegungsfreiheit hat?

Anmerken muss man aber schon, dass dieser Anzug ganz sicher nicht Marstauglich ist ! Das ist ein sogenannter Analoganzug um festzustellen wie man mit so einen Anzug arbeiten kann, also quasi ein "Shuttle Enterprise" als Anzug. Das ÖWF kann eines und das perfekt "vermarkten" !
Der Anzug hat einen terrestrischen Computer an Bord, eine WLan Verbindung (!) zur Kommunikation einige Sensoren zur Überwachung des Trägers und der Umwelt. Das ÖWF spricht selbst von einem "Space suit simulator" nicht mehr und nicht weniger.

also ich würde lieber so ein Monster Raumanzug tragen als ein kompakter Anzug der wahrscheinlich weniger Schutz von Strahlung kälte Einflüssen oder Marsstaub liefert.

Bio Suit

Entwickelt am MIT. Grundsätzlich ein Ganzkörper-Kompressionsstrumpf. Hauteng, sexy, immun gegen Undichtigkeiten (da nicht unter Überdruck), aber bis dato nicht im All erprobt.

Irgendwo

muss die ganze Technik (Isolierung, Heizung, Kühlung, Druck-Anzug etc.) hin. Wenn sie natürlich das alles mit Ihrer eigenen angewachsenen Haut erledigen können, schneidert Ihnen der NASA-Couture-Shop gerne ein Mond-Ruderleiberl...

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