Wiens SPÖ-Klubchef will Befragung zu Radnummerntafeln

  • Eine reine Wien-Regelung hält der SPÖ-Klubchef aber für problematisch.
    foto: dapd/hans punz

    Eine reine Wien-Regelung hält der SPÖ-Klubchef aber für problematisch.

Thema als Teil der angekündigten Volksbefragung im Herbst für SPÖ-Klubchef Schicker "sinnvoll" - Gegen Tempo 30 in der Nacht

Wien - Im Zuge der für Anfang nächsten Jahres angekündigten Volksbefragung in Wien rund um die Parkraumbewirtschaftung sollen auch andere (Verkehrs-)Themen abgefragt werden. Nun zeichnet sich immer mehr ab, dass die Bürger auch um ihre Meinung zur derzeit diskutierten Einführung der Nummerntafeln für Fahrräder gebeten werden. Für SPÖ-Klubchef Rudolf Schicker wäre das jedenfalls "sinnvoll". "Wenn es nicht schon vorher eine klare, eindeutige Haltung dazu gibt, dann kann ich mir vorstellen, dass man das durchaus auch fragt", so der Klubchef.

Dem Gegenargument eines zu hohen Aufwands, das neben der ÖVP - mit Ausnahme der City-Chefin Ursula Stenzel - auch vom grünen Koalitionspartner gekommen war, kann Schicker nicht viel abgewinnen: "Dass es so viel Verwaltungsaufwand ist - na ja." Sollten die Taferln kommen, wäre eine reine Wien-Regelung zwar machbar, aber nicht sinnvoll: "Was mache ich dann mit einem Niederösterreicher, der in Wien fährt?" Verankert gehöre dies vielmehr in der Straßenverkehrsordnung.

Schicker gegen Tempo 30 in der Nacht

Wenig hält der rote Klubobmann hingegen von dem Vorstoß der Grünen bezüglich der Einführung von Tempo-30-Zonen auf Hauptverkehrsadern in der Nacht. Denn Tempo 30 wäre nur mit baulichen Hindernissen durchzusetzen und etwa am Gürtel könne man nicht einfach Schwellen errichten. "Es wäre also totes Recht und wieder nur ein Aufregerthema für die Autofahrer", warnte er. Derzeit seien die Ampeln so geschaltet, dass man bei knapp 50 km/h die grüne Welle habe. Dies sei schadstoff- und lärmmäßig mit Tempo 30 "voll vergleichbar und man ärgert die Leute nicht so sehr".

Allerdings gebe es schon "jede Menge" weitere Themenvorschläge für die Befragung. Er wolle aber noch keine nennen, da diese teilweise noch auf Zulässigkeit geprüft werden müssten, so Schicker. "Und wir wollen ehrlich gestanden ja auch jede Frage gewinnen und daher muss man sie so formulieren, dass sie für die Wiener verständlich und einsichtig ist, warum wir das so wollen und nicht anders, und die Wiener dann auch hingehen und ihre Meinung abgeben", gab der rote Klubchef zu. (APA, 8.8.2012)

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