Googles autonome Autos schaffen 300.000 Meilen unfallfrei

8. August 2012, 12:54
  • Googles technologisches Vorzeigeprojekt behauptet sich auf der Straße.
    foto: apa

    Googles technologisches Vorzeigeprojekt behauptet sich auf der Straße.

Mitarbeiter sollen damit zukünftig ins Büro fahren

Google hat einen neuen Meilenstein in der Entwicklung autonom fahrender Autos bekanntgegeben. Die selbststeuernden Pkws haben mittlerweile 300.000 Meilen und damit über 480.000 Kilometer ohne Unfall zurückgelegt.

Mit Schneelage überfordert

Beim Konzern betont man jedoch, dass noch ein weiter Weg in der Entwicklung der Technologie zurückzulegen ist. So ist das Vehikel derzeit immer noch mit schneebedeckten Straßen überfordert und kommt auch nicht mit temporären Beschilderungen bei Baustellen zurecht. Probleme, die vor der Markteinführung noch zu lösen sind. Bislang hat Nevada als einziger US-Bundesstaat grünes Licht für die Technologie gegeben.

Autonome Autos als Unfallprävention

Nicht klar ist, welchen Anteil der Distanz das Google-Auto auf den hauseigenen Rennstrecken zurückgelegt hat, deren Ort nach wie vor geheim gehalten wird. CEO Eric Schmidt sieht computerisierte, autonome Fahrzeuge als das wichtigste Transportmittel der Zukunft an. Sie sollen Verkehrschaos und Unfälle vermeiden. Laut Schmidt sterben in den Staaten jährlich 35.000 Menschen bei Autounfällen mit betrunkenen Fahrern.

Praxistest am Arbeitsweg

Einen ersten Schritt in der Einführung will Google laut TechCrunch selbst setzen. Bald sollen die Mitglieder des Entwicklungsteams die Autos jeweils alleine für den täglichen Arbeitsweg verwenden. Im Moment sitzen jeweils zwei Passagiere in den Fahrzeugen, um im Notfall selbst das Steuer zu übernehmen. Die Google Cars waren zwar bereits in Unfälle involviert, bislang wurde jedoch stets menschliches Versagen als Ursache festgestellt.

Die autonome Flotte hat außerdem Zuwachs bekommen. Neu dabei ist ein adaptierter Lexus RX450h-Hybrid. (gpi, derStandard.at, 08.08.2012)

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Eric Schmidt ist doch garnicht mehr CEO, afaik?

CEO Eric Schmidt sieht computerisierte, autonome Fahrzeuge als das wichtigste Transportmittel der Zukunft an.

Jo.. das kann jeder sagen, jetzt wo die jahrzehntelange Forschung von Mercedes, Audi & Co langsam Früchte trägt!

Wieso nur wurde während der CeBit 2012 nie von den anderen Projekten berichtet?

( http://www.autonomes-fahren.de/autonome-fahrzeuge/ )

Googles Technik setzt allerdings nicht auf die (bisher erfolglose) Forschungsarbeit von Mercedes, Audi & Co auf sondern ist eigenständig entstanden.

Im Übrigen gab es zum Volvo-Projekt durchaus auch einen Artikel.

bmw

unter anderem war BMW nicht erfolglos...

ahhh super: "cht klar ist, welchen Anteil der Distanz das Google-Auto auf den hauseigenen Rennstrecken zurückgelegt hat"

keiner weiss wo und wie die km zustandegekommen sind (außerhalb der testgrupe natürlich) und dann soll man auch noch glauben, daß das ganze ordentlich getestet wurde?

und wer sagt, daß bei unfällen immer der andere verkehrsteilnehmer schuld war? so muß es nämlich sein, wenn im google-auto niemand sitzt. google selbst oder gibts da auch aussagen von versicherungen zu den unfällen?

alle deine fragen sind sonnenklar, einfach nachlesen

Völlig unnötige "Kritik", dass das System noch nicht serienreif ist bestreitet Google doch überhaupt nicht.

Hartes Pflaster in Nevada!

als nächstes schaff ma die 1Mio.km im australischen Outback und dann ist es nur mehr ein kleiner Schirtt zur Serienreife.

gerade dort ist es nicht ungefährlich, Hauptgefahr Einschlafen. Es gibt dort leider reichlich getötete, hier wären diese Autos wirklich ein Segen.

SUPER!!!

Es ist sicher nicht notwendig, dass die Autos total selbständig fahren. Aber auf Autobahnen wäre eine zwingende automatische Steuerung, speziell bei uns, dringend vonnöten. Da könnten z.B. die Grabler, die bei der Baustelle auf der A23 zu d*ppert sind, beim Wechsel der linken Fahrspur auf die Gegenfahrbahn zügig durchzufahren, und am liebsten stehenbleiben würden und greifen wie's weitergeht, keinen täglichen Megastau mehr verursachen. Ausserdem gäbe es bei einem Unfall keine Volltr*tteln mehr, die auf der Gegenfahrbahn den "Schaulustigen"-Stau verursachen können. Und die LKW-Fahrer, die zurzeit oft mit dem Geradeausfahren überfordert sind, wären ebenfalls entlastet.
Wäre ein Traum!

genau!

etlichen Autofahrern sollte sowieso der Führerschein weggenommen werden. Dann würden auch die autonomen Fahrzeuge mit weniger Verkehr zu "kämpfen" haben!

Da könnten z.B. die Grabler, die bei der Baustelle auf der A23 zu d*ppert sind, beim Wechsel der linken Fahrspur auf die Gegenfahrbahn zügig durchzufahren,

man hält sich da an die geschwindigkeitsbegrenzung, du raser

D'accord!!

Mit "zügig" meine ich wenigstens einen patscherten 30er (bei 60 erlaubten), aber ein Gutteil fährt fast nur Schrittttempo!! :((

Zug fahren hilft!

Da verreiss' ich mir immer das Kreuz, wenn ich in den Zug komme! ;)

Angesichts des konstanten Abbaus der Bahn in manchen Ländern (siehe NÖ) gehört wohl eher der Autobahn die Zukunft.

ich denke das ist eine falsche entwicklung weil dann mangels praxis keiner mehr in der lage waere, ein fahrzeug selbst zu lenken.

aber es ist nur ein kleiner teil einer entwicklung wo wir immer groessere teile unserer individualitaet und freiheit fuer mehr sicherheit und weniger leid ausgeben.

ich aber sage, dass leid und schmerz wichtige elemente des daseins sind, da sie glueck und wohlbefinden erst so richtig erfahrbar machen.

wer nicht in der lage ist leid zu ertragen, kann auch kein glueck empfinden -> ewiges grau wie bei medikamentoes ruhig gestellten. wollen wir das wirklich ?

diese frage sollte dringend teil der oeffentlichen debatte sein !!!

Du bist also dafür, dass weiterhin so viele Menschen im Straßenverkehr sterben, nur damit dadurch Leid erzeugt wird, um Glück besser wahrnehmen zu können.

Was bist Du nur für ein kranker Mensch! :-(

eine keine geschichte: ich war mit 20 per anhalter 4 wochen in portugal unterwegs. kreditkarte hatte ich damals noch keine und am ende hatte ich keinen groschen geld mehr uebrig.

dann kam ich wie verlangt 1 tag vor abflug zum lokalen reisebuero um mein ticket abzuholen als man mir sagte, dass der flug 2 tage spaeter waere. ich ass 3 tage nichts und trank schales wasser aus einem wasserhahn am strand ein paar km vom flughafen in faro, angeblich trinkwasser.

endlich im flugzeug bekam ich ein kaltes, kristallklares mineralwasser und was zum essen. herrlich!

jetzt sitz ich in meinem buero in einem 5*hotel in qatar und es stehen unmengen an dienern bereit mir jeden wunsch zu erfuellen. heute abend bin ich zum iftar im st. regis in doha eingeladen.

Aber weisst was? so zufrieden und gluecklich wie damals im flieger mit dem mineralwasser bin ich heute nicht.

das meine ich mit dem zusammenhang von glueck mit leid.

Das ist wohl eher ein Gewinn an Individualität und Freiheit. Der Mensch wird nicht mehr zur Maschine reduziert, weil den Job nun endlich adäquaterweise die Maschine macht, er kann die Zeit wieder selbstbestimmt und qualitätvoll nützen - wie ein vornehmer Herr in der Ära der Chauffeure, er ist dann eben nicht mehr Dienstbote seiner selbst.

Und Leid, Schmerz und Unsicherheit bleiben sowieso mehr als genug und für jeden noch so hohen Bedarf an Kontrast übrig, was immer wir in den nächsten Jahrzehnten auch schaffen und erringen sollten, da muss man sich wirklich keine Sorgen machen. Gerne wachsen die einst kleinen Leiden und Sorgen ja auch mit dem Wohlergehen zu scheinbar höllischen Ausmaßen!

D.h. bei Flugzeugen den Autopiloten abschaffen? Das hätte zwar den AF-447 Absturz verhindern können, aber (statistisch) unzählige andere Unfälle erzeugt. Wollen wir das wirklich? Ist Kontrollverlust so tragisch dass man lieber sichere Nachteile in Kauf nimmt, statt manchmal einen Nachteil zu haben?
Im Prinzip geht bei der Euro-Krise/Rettungsschirm-Debatte auch um nichts anderes.

ich stelle nicht die automatisierung generell in frage sondern stelle bloss die notwendigkeit in den raum, dqs ueber den punkt an dem die automatisierung nicht laenger freiwillig geschieht, ausgiebig diskutiert werden muss.

bzw erweitere ich den diskussionsbedarf auf die allgemeinere frage wie weit der staat bzw. die gesellschaft dem individuum im namen der sicherheit entscheidungen abnehmen duerfen soll und es dadurch immer weiter entmuendigt.

ist fuer mich eigentlich eine eher philosophisch-ethische frage.

@myself: ich arbeite in der sicherheitsindustrie im bereich integrierte systeme (bei einem integrator), darunter u.a. computergesteuerte verkehrsleitsysteme.

tja, dann bitte nicht mehr mit dem zug fahren

Inwiefern kratzt das an ihrer Freiheit und Individualität? Fahren sie auch nicht mit Bus, Bahn, Bim, weil sie da ihre Freiheit an den Fahrer abgeben müssen?

Solange es meine Entscheidung bleibt, sehe ich keine Nachteile. Damit das System aber funktioniert (Ballungszentren stauvermeidung) kann es nicht dem einzelnen überlassen bleiben es zu nutzen oder nicht .

Daher finde ich eine öffentliche Debatte darüber so wichtig.

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