Romney verwechselt "Sikh" und "Sheikh"

8. August 2012, 13:46

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney bemüht sich, sein außenpolitisches Profil zu schärfen. Seine erste große Auslandreise im Juli  brachte ihm allerdings hauptsächlich Spott ein (derStandard.at berichtete).

Am Dienstag folgte die nächste Peinlichkeit: Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Iowa erzählte Romney, er habe kürzlich an einer Schweigeminute für die Opfer des Anschlages auf einen Sikh-Tempel von Oak Creek teilgenommen.

Bei dieser Gelegenheit erläuterte er, dass man der Menschen gedacht habe, die im "Sheikh Temple" (Scheich-Tempel) ums Leben gekommen seien, und erklärte, dass das "Volk der Scheichs" eines der friedlichsten auf der ganzen Welt sei.

Romneys Sprecher Rick Gorka erklärte, der Kandidat habe "ähnlich klingende Wörter falsch ausgesprochen", weil er an diesem Tag seit dem frühen Morgen unterwegs gewesen sei und zuvor bereits an drei Wahlkampfveranstaltungen teilgenommen habe.

Obama spottet

Präsident Barack Obama verpasste seinem Kontrahenten indes einen neuen Spitznamen. Der Republikaner sei ein "Romney Hood", sagte Obama bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Connecticut am Montagabend. Anders als die englische Heldenfigur Robin Hood wolle Romney mit seinen Steuerplänen das Geld von den Armen nehmen und den Reichen geben, sagte Obama und ergänzte unter dem Gelächter seiner Anhänger: "Das ist wie Robin Hood im Rückwärtsgang." (APA/red, derStandard.at, 8.8.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 133
1 2 3 4

Sollte doch nicht so schwer sein:
Sikh:
http://www.tropicalisland.de/india/del... 8x2000.jpg

Scheich:
http://2.bp.blogspot.com/-QHSOYK1F... entino.jpg

Die Verwechselung so ähnlicher Wörter wird man ihm verzeihen, aber Spitz pass auf! Als Mormone sollte sich Romney vor allem sich nicht mit dem weiteren ähnlichen Wort "shiker" verhaspelt. Auch "shikse", weder die korrekte weibliche Form von "sheik" noch von "Sikh", könnte eine Falle darstellen. Selbst "chic", so harmlos es zunächst anmutet, kann im falschen Zusammenhang ungeahnte Brisanz bekommen.

Ganz zu schweigen von einer Verwechslung mit "Tschick" ...

Damit sollte er sich als Mormone wie als ambitionierter US-Bürger in der Öffentlichkeit erst recht nicht erwischen lassen!

[US2012]

Mitt Romney: on both sides of every issue
www.youtube.com/watch?v=EQwrB1vu74c

KANN MIR wer sagen, was dieses Schild - das man immer wieder zu beiden Seiten von ähnlichen "Figuren" wie auf diesem Foto oben sieht - für eine Funktion hat???

"Schutz"? Welche Art von?

Spuckschutz

Schutz vor Stammeln, Stottern und Aussetzern

Danke sehr, in DIESER Form war mir das bislang nicht bekannt.

Das passt so schön zum Klischee des US-Amerikaners,

der nach Bayreuth wollte und in Beirut rauskam.

Auf so niedriger Ebene gegen einen Mitt-Menschen Stimmung machen?

Als Auslandsösterrreicher in der Schweiz - während SLC 2002 lebte ich in den USA - schäme ich mich ob so hämischer, unprofessioneller Berichterstattung, wie sie leider auch im sonst geschätzten Standard zu finden ist. Wollen wir wirklich auf so niedriger Ebene gegen einen Mitt-Menschen Stimmung machen?

Meist ist es leicht, die kritisierten Geschehnisse in einen objektiveren Rahmen zu rücken (Zuletzt selbst erlebt, als ein " Experte" mit unhaltbaren Argumenten über die "eigenartige Verwendung des Namens Mitt" herzog. Ein unwiderlegbarer Hinweis reichte damals und der Artikel war – danke, Standard! – vom Netz.)

Präsidentschaftskandidaten sind keine Übermenschen, auch wenn sie monate- und jahrelang über-fordernde Arbeitstage bewältigen.

Ihre Kritik in Ehren - und ich kritisiere den Standard oft genug - aber hier leisten sie sich selbst keinen besonderen Dienst, wenn sie einen Möchtegernbush im Dummsein verteidigen müssen.

Schade, dass Sarah Palin nicht mehr zur Verfügung steht,

die würde gut zu ihm passen und als Witzepräsidentin die Politik echt bereichern.
Oder zumindest unterhaltsamer machen.

Man wird bei praktisch allen fündig, was Versprecher, Wissenslücken und kleine Aussetzer angeht - auch der aktuelle Präsident ist hier ja eine reiche Quelle. Aber die dafür aufgewandte Mühe und die Art der Wahrnehmung und Präsentation sind oft

sehr unterschiedlich, das ist aber das Entscheidende. Bei Obama hat man sich etwa seinen Patzer "Sprache Österreichisch" schöngeredet (ja sicher, er hat die paar echten oder vermeintlichen Austriazismen gekannt und gemeint, was sonst), die Wissenslücke wird gar zum Nachweis der Genialität umgekrempelt, Romney wird wegen so etwas Ähnlichem als armer Tor dargestellt. Hätte Obama einst (am Zenit seiner Popularität) das mit den Sikh-Scheichs so gesagt, hätten viele hier das wohl so gedeutet, er habe das allgemeinen Ehrentitel für weise Männer gemeint, von denen die Sikhs ja viele hervorgebracht hätten, vielleicht wolle er so auch den interreligiösen Dialog ankurbeln, das Gemeinsame betonen, indem er bewusst Scheich statt Guru sage.

sheik yerbouti

also, das sind schon unterschiedliche dolmklassen. dass ein us-amerikaner im gewusel der europäischen staaten und deren sprachen wissen will, dass man in germany german, in czechia czech , in hungary hungarian, in slovenia slovenian, und in austria austrian spricht, ist amüsant aber einsichtlich.
anders ist es, wen man sheik mit sikh verwechselt, da tut sich schon eine wissenslücke auf. was aber typisch ist für die amerikanische ignoranz gegenüber den feinheiten anderer länder, die sie gar nicht erst verstehen wollen. sheik und sikh, alle bloßfüssige in den augen der amis, die "god`s own country" als nabel der welt verstehen.

auf der metaebene: dieser versprecher ist ein symbol für das häufige scheitern der us-aussenpolitik.

Umgekehrt ist aber die Sheik-Sikh-Geschichte wohl harmloser als die 57 States - und da geht es um das eigene Land. So etwas passiert halt einfach in der Hitze des Gefechts.
Es geht hier auch nicht um andere Länder, der Anschlag war ja in den USA, wo viele Religionen ungleich länger üblich sind als etwa hierzulande - der Sikhismus ist dort etwa seit dem späteren 19. Jh. vertreten. Romney gehört umgekehrt ja selbst einer lange diskriminierten, zumindest vielfach nicht für voll genommenen, eher jungen Religion an, die gerne Opfer von Spott und Missverständnissen wird.

So ein Hump!

Su f...ing what?

In Iowa ist das doch sch..egal

silbendreher kann ja wohl jedem passieren, aber das??!?!?

http://en.wikipedia.org/wiki/Mitt... g_incident

Es ist ja auch nicht einfach ...

Betonungen und Schreibweisen der englischen Sprache
http://www.worsleyschool.net/socialart... range.html
Ein unterhaltsames Gedicht.

Würde er sehr wenige machen, würde ich dies verstehen. aber der hat jede Woche einen Ausrutscher.

Die ind so häufig dass sie schon fast gewollt sein müssen. Wegen einem Ausrtuscher wird er keine Wählerstimmen verlieren. Kommt dafür in die Medien und kann zeigen wegen welchen unwichtigen Zeug sich die politischen Gegner aufregen.

Aber zutreffend!

Als Auslandsösterrreicher - während SLC 2002 lebte ich in den USA - schäme ich mich ob so hämischer, unprofessioneller Berichterstattung, wie sie leider auch im sonst geschätzten Standard zu finden ist. Wollen wir wirklich auf so niedriger Ebene gegen einen Mitt-Menschen Stimmung machen?

Meist ist es leicht, die kritisierten Geschehnisse in einen objektiveren Rahmen zu rücken (Zuletzt selbst erlebt, als ein " Experte" mit unhaltbaren Argumenten über die "eigenartige Verwendung des Namens Mitt" herzog. Ein unwiderlegbarer Hinweis reichte und der Artikel war – danke, Standard! – vom Netz.)

Präsidentschaftskandidaten sind keine Übermenschen, auch wenn sie monate- und jahrelang über-fordernde Arbeitstage bewältigen.

Sicha - und die Apa ist Supa!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 133
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.