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Politiker sollen ihr Amt auf Eis legen müssen, wenn sie in erster Instanz verurteilt werden, sagt Strache.
Wien - FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache ist für eine "Suspendierung" von Politikern bereits nach einer nicht rechtskräftigen Verurteilung. Das Amt könnte automatisch "ruhend gestellt" werden, bis ein endgültiges Urteil vorliegt, schlug er im Interview mit der APA vor. In den derzeit aufkommenden Korruptionsfällen sieht er den damaligen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) federführend bei gewissen "Fehlentwicklungen". Dass Martin Graf auch nach einer kommenden Wahl Nationalratspräsident wird, sei noch nicht fix. Zur Beschneidung aus religiösen Gründen hat der FPÖ-Chef eine "differenzierte Meinung".
Ähnlich wie im öffentlichen Dienst müssten aktive Politiker ihr Amt auf Eis legen, wenn es zu einer erstinstanzlichen Verurteilung kommt, schlägt Strache vor. "Dann muss allerdings auch sichergestellt sein, dass die nächste Instanz in kürzest möglicher Frist, also in maximal drei Monaten, dieses Urteil überprüft.
Das wäre ein Gebot der Stunde auch für die Justiz, hier Rechtsklarheit zu schaffen und die gesamte Verfahrensdauer über die Instanzen für solche Ausnahmefälle deutlich zu verkürzen." Allerdings dürfe es dann auch nicht sein, dass es zu einem "medialen Vorverurteilungsmechanismus" kommt und Medien oder der politische Mitbewerber versuchen, Gerichte zu ersetzen. In diesem System kann sich Strache auch vorstellen, dass die derzeitigen Grenzen für den Amtsverlust heruntergesetzt werden.
Mitten im Urlaub hat Strache vom Rücktritt des FPK-Chefs Uwe Scheuch erfahren, allerdings habe man sich mit dem Betroffenen, dem Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler und dem Generalsekretariat der FPÖ telefonisch "ausgetauscht". Dass der Schritt auf Straches Order erfolgt sei, bestreitet dieser. "Ich schreibe meinem Kooperationspartner keine Entscheidungen vor." Jeder habe seine Meinung artikuliert "und unterm Strich ist ein Ergebnis zustande gekommen, das wir beide voll inhaltlich befürworten können".
Auch dass der "exzellente Landesvater" Dörfler seine "Hausaufgaben" macht, ist sich Strache sicher und steht auch hinter Dörfler, was die Forderung nach einer Direktwahl der Landeshauptleute betrifft. Auch für das Amt des Bundeskanzlers kann er sich das vorstellen.
Enttäuscht ist Strache hingegen von Dörflers Vorgänger als Landeshauptmann, Jörg Haider, der sich von der ÖVP habe korrumpieren lassen. Haider habe etwa auch ihn, Strache, versucht zu "kaufen", damit er nichts gegen den Eurofighter-Kauf sage - und zwar mit einem Staatssekretärsposten. "Trotzdem stehe ich nicht an anzuerkennen welch große Leistungen er auch erbracht hat", so Strache. Ganz vorne dabei sieht der FPÖ-Chef Ex-Kanzler Schüssel: "Ich glaube, er war in der ÖVP der Kopf gewisser systematischer Fehlentwicklungen."
Nach dem Rücktritt der Regierung 2002 seien viele Mitglieder "gut versorgt" worden. "Ich glaube, da stinkt es noch gewaltig und da ist noch vieles aufzuklären." Ebenso wie im Falle der Eigentümerverhältnisse des Media Quarter Marx (MQM), in dem die FPÖ bereits Anzeige erstattet hat. "Das zeigt ja dieses System so schön auf.
Im Fall des von den Freiheitlichen gestellten Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf, der in der Stiftungs-Causa laut FPÖ durch ein Gutachten entlastet wird, steht Strache weiterhin zu seinem Parteifreund. Ob er dieses Amt nach der kommenden Nationalratswahl wieder besetzen wird, sei aber erst dann zu entscheiden: "Es gibt viele Aufgaben, die Dr. Graf in Zukunft in einer verantwortlichen Rolle auch erfüllen kann. Das beginnt, dass er auch sicher wieder in seinem Bezirk antreten wird und in den Nationalrat gewählt wird durch die Bevölkerung." Graf habe trotz der "Anschüttungen" vonseiten der Medien "Stehkraft und Charakter" bewiesen.
Auch andere Themen haben den FPÖ-Obmann im Urlaub beschäftigt. So habe er sich in der Beschneidungsdebatte mit Experten ausgetauscht, was er auch in der politischen Diskussion empfiehlt, denn: "Eine mehr als tausendjährige Tradition kann man sicher nicht in wenigen Minuten abhandeln, das geht nicht." Die Frage, ob es sich dabei um Körperverletzung handelt, sei nicht vollständig geklärt. Und: "Ist ein Eingriff in die körperliche Integrität eines Menschen in der Art und Weise etwas, das wir zulassen wollen oder nicht?" Strache kann sich eine Arbeitsgruppe zum Thema vorstellen, in der auch Experten eingebunden sind.
Von seiner angekündigten Autobiografie hat Strache bereits "einige Seiten" geschrieben. Diese seien aber noch "sehr ungeordnet".
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter hält nichts vom Vorschlag Straches, erstinstanzlich verurteilte Politiker bis zu einem endgültigen Urteil zu "suspendieren". Ein Rücktritt nach einem Schuldspruch sei "eine Selbstverständlichkeit", meinte er am Mittwoch. "Strache sollte umgehend bei seiner verurteilten FPÖ-Abgeordneten Susanne Winter seiner hilflosen Rhetorik konkrete Taten folgen lassen", so Kräuter.
Besonders lächerlich findet er Straches Rückendeckung für den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf in der Stiftungs-Causa. Die Aussage, wonach dieser Charakter bewiesen habe, sei "eine Verhöhnung der geschädigten alten Dame und beweist die unglaubliche Brutalität Straches". Auch die "abenteuerlichen Versuche" des FPÖ-Chefs, die Mitverantwortung für den Eurofighter-Skandal "abzuschieben", empören Kräuter. (APA, 8.8.2012)
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Dubiose Internet Seiten melden, ohne seinen Namen preisgeben zu müssen.
http://www.stopline.at/ui/index.... iso-8859-1
so gebügelt wie der braun gebrannte blauäugige tönt.
vermutlich hat er auch tanzunterricht genommen, um den diversen tretminen seiner gesinnungsgenossen in blau-gelb-orange elegant ausweichen zu können.
immerhin scheint es, dass dem manne zeit, nachzudenken, bevor er sein populistisches mündchen öffnet, guttut. und dass er dann seinen üblichen "intellektuellen" vorbetern vilimsky oder wie-heißt-doch-gleich-der-zweite-sprüchedrescher in manchem widerspricht, wird seine an kurzzeitgedächtnisschwund leidende fan- und wählergemeinde vielleicht verzeihen.
für den rest an verstand, der in österreichischen köpfen verteilt ist, heißt's freilich weiterhin, gut aufzupassen und klug zu reagieren. hr. kräuter tut das nicht. war zu erwarten. leider.
folgenden rechtskräftig verurteilten Parteikollegen.
Der einzige der noch Einspruchsrecht hat ist Scheuch, aber von dem distanziert er sich ja auch jetzt, er gehört ja suspendiert sagt er.
Susanne Winter, Königshöfer, John Gudenus, Karlheinz Klemmend, Ernest Windholz, Uwe Scheuch, Wolfgang Fröhlich, Bernhard Gratzer, Wolfgang Haberler, Karl Mayrhofer, Walter Meischberger, Peter Rosenstingl, Ferdinand Spielberger, Peter Westenthaler, Michael Winter.
Auch wie er sagt von Karl Heinz Grasser.
Später vielleicht von Graf und sich selbst!
wie das mit der rechtskräftigen verurteilung ist, zeigt ja grad der scheuch vor … nichtigkeit, berufung bis zum st. nimmerleinstag
allein dass herr scheuch dieses telefonat geführt hat (und das ist ja unbestritten) muss diesen sofort aus allen ämtern katapultieren und zwar in 0,0001 sekunden!
Faymann: Dichand schlug vor
http://derstandard.at/134374421... ichand-ein
Unzählige Postings finden, dass wäre der momentan richtige Top-Artikel und gehört nicht im "Etat" versteckt!
Viel Spaß!
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