Homo-Ehe in Deutschland: Ungleich und ungerecht

Kommentar | Birgit Baumann, 7. August 2012, 18:55

Eine wirkliche Ehe ist die "Homo-Ehe" trotz vieler Gleichstellungen noch nicht

Wieder könnte in der CDU eine konservative Bastion fallen. Von der Atomkraft haben sich Deutschlands Konservative schon verabschiedet, von der Wehrpflicht, von der Hauptschule, vom Glauben, dass es auch ohne jeden Mindestlohn geht.

Jetzt möchte eine Gruppe von CDU-Parlamentariern der Vorstellung Adieu sagen, dass die Ehe zwischen Mann und Frau die wirklich einzig wahre Form von Partnerschaft ist. So sehen es viele in der Union, vor allem in der CSU, immer noch. Nur wer (theoretisch) Kinder in die Welt setzen kann, der hat in ihren Augen das Recht auf Ehe.

Denn man kann die eingetragene Partnerschaft zwischen Homosexuellen in Deutschland zwar als "Homo-Ehe" bezeichnen. Eine wirkliche Ehe ist es, trotz vieler Gleichstellungen, nicht. Mann und Frau werden Steuervorteile gewährt. Mann und Mann nicht. Frau und Frau auch nicht.

Vielleicht ist der "Avantgarde" in der CDU aufgefallen, dass das ungerecht und inkonsequent ist. Möglicherweise ist es wirklich die Angst, dass das Bundesverfassungsgericht demnächst wieder eine Rüge ausspricht und moniert, dass der Steuerpassus immer noch nicht repariert ist. Schlechte Arbeit lässt man sich nicht gern nachsagen.

Letztendlich sind die Motive egal. Hauptsache, das Gesetz wird repariert. Wenn die steuerliche Gleichstellung in Österreich möglich ist, dann sollte sie, elf Jahre nach Einführung der "Homo-Ehe", auch in Deutschland klappen. (Birgit Baumann, DER STANDARD, 8.8.2012)

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nuetzlich fuer die Gesellschaft

Wenn man schon darueber diskutiert was gut ist fuer die Gesellschaft dann ist wohl klar dass es eine Ehe mit Kindern sein muesste. Ohne Kinder gibt es bald keine Gesellschaft mehr. Ob dass nun hetzerisch klingt oder nicht es ist einfach Realitaet.
Darum kann es auch keine Gleichstellung von wirklicher Ehe mit homosexuellen Partnerschaften geben. Gluecklich oder nicht steht nicht zur Debatte.

Wenn man "Ehe" nur durch Ehekonsens definiert, müsste es auch ohne weiteres möglich sein, etwa seinen eigenen Großvati zu heiraten. Das aber ist absurd. Also ist es nicht zweckmäßig, "Ehe" nur durch das Vorliegen eines entsprechenden Konsenses zu bestimmen.

DASCHAUHER!

Ein Homo-Thema einmal außerhalb des Gettos mit Namen "DieStandard" !

Find ich gut. Wichtig wäre aber auch, dass eine EHE nicht zwingend auf 2 Personen beschränkt ist. 3 Frauen und 1 Mann oder 7 Frauen und 1 Mann oder 3 Frauen und 5 Männer sollte genauso möglich sein.

da zeigt sich, daß die CDU eher in der gegenwart angekommen ist als die ÖVP.

EHE ... Errare Humanum Est!

Also natürlich

ist

Mann - Frau
Mann - Mann
Frau - Frau

Was anderes

Auch
1 - mann 3 Frauen ist was anderes.

Und alles das könnten man unter einem Begrff EHE zusammenfassen.

Die Frage ist doch sehr wohl was nützt der Gesellschaft - und soll daher gefördert werden.

Dann gäbs Steuervorteile nur für Paare mit Kindern - völlig egal ob diese verheiratet sind oder nicht, völlig egal ob diese hetero- oder homosexuell sind.

ja das wäre eine Möglichkeit

warum nicht?

Sogar wenn man sich darauf einlässt, diese Frage nur utilaristisch zu sehen

(was nicht unbedingt sinnvoll erscheint) sind 2 glückliche Schwule oder Lesben für die Gesellschaft sicher nützlicher als 2 unglückliche Heteros.

Nun man muss

den vergleich als ganzes sehen..

Also wenn signifiaknt viel mehr schwule Paare glücklicher sind als Hetero Paare (als Prozentsatz in der jeweiligen Gruppe) dann ja

Wenn dem so wäre

müsste man dann aber nach ihrer Konsequenz die Heteroehe gleich ganz verbieten und die Ehe unter Gleichgeschlechtlichen vorschreiben.

Stimmt, in letzter Konsequenz ja..

aber ich fürchte glückliche Partnerschaften werden sie hier und da haben. Es wird keinen signifikanten Unterschied geben - dieses Kriterium des Glücks ist also untauglich für eine gestzliche Regelung

ich nehme an, in ihren augen ist der nutzen der gesellschaft gegeben, wenn man sich fortpflanzt und kinder großzieht.

das heisst also, ihrer meinung nach, muss jede beziehungsform gefördert werden, in der es kinder gibt, oder? also patchworkfamilien, gleichgeschlechtliche beziehungen, polygamie und im gegensatz zu jetzt bei heteros nur dann, wenn sie kinder haben ...?

Nein

das ist nicht meine Definition von Nützlichkeit.

Ausserdem ist MEINE Definition da nicht relevant - sonder die der Mehrheit

Mit den Schlussfolgerungen haben sie natürlich recht

Sie denken, auch wenn es Ihnen gar nicht auffällt, in jederlei Hinsicht in veralteten Bahnen.

Wie sie auf der einen seite immer wieder in das Dogma "alles muss irgendeine Nation sein" verfallen, verfallen Sie auch hier in das Dogma der "Nützlichkeit für ein Kollektiv".

Wir schreiben das 21ste jH. Heute dürfen auch Individuen zählen, und ganz speziell deren individuelle Entfaltung und Bedürfnisse. Was die Aktuelle Entwicklung ausmacht ist dass man hier nicht auf "nützlichkeit", sondern vielmehr auf Menschenrechte einerseits und soziales Engagement (und dazu kann auch die Politik in ihrer Gestaltungshoheit finden) pocht.

Es ist gut dass Wir uns weiterentwickeln. Versuchen Sies doch auch mal ...

Also modern und liberal bin ich genug..

und nein - die Nützlichkeit (DIE Muss man für sich im eigenen Handeln, und die Gesellschaft im Handeln der Gesellschaft dfinieren)

Und dann bleibts wider eine Frage der Nützlichkeit (die nicht notwendigerweise Monitär definiert sein muss)

Ehe?

Ehekann nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden. Alles Andere ist "Partnerschaft" oder Ähnliches. Aber natürlich kann man ab sofort das Wort "Schwarz" für die Farbe Weiss verwenden.

Ist die Ehe nicht an sich eine Partnerschaft?

Wozu dann noch "Ehe"?

VIELLEICHT

sollte man als Gipfel der Terminus-Pyramide
PARTNERSCHAFT setzen; daraus entwickeln/teilen sich
mit gleichem Stellenwert EHE - EP - ETC (!)

2 Rotstrichler, dass Ehepaare keine "Partner" sind.

Bumm.

Müssen ja tolle Ehen sein, die Sie da führen, wenn Sie sich nicht als Partner betrachten.

Ihre Logik ist absurd!

Es gilt hier nicht das Gesetz vom ausgeschlossenem
Dritten.

ich wüsste nicht, dass im wort ehe die begriffsdefinition "ein Mann und eine Frau" vergraben sind. aber ich werde mal die lupe zur hand nehmen...

... nein, nicht gefunden. ergo können dann wohl auch gleichgeschlechtliche beziehungen nicht ausgeschlossen sein.

Schlechte Lupe

oder falschen Gesetztestext durchstöbert - oder doch nur eine Lese- bzw. Verständnisschwäche???

Wie isses so im 19ten Jahrhundert? Monokel schon eingeklemmt?

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