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London - Am Montag ist der britische Physiker und Radioastronom Bernard Lovell im Alter von 98 Jahren gestorben, wie die Universität von Manchester mitteilte. Lovell war 1957 die treibende Kraft hinter der Errichtung des damals größten (und heute immer noch drittgrößten) schwenkbaren Radioteleskops, das zum Observatorium Jodrell Bank im Nordwesten Englands gehört. Zuvor war der begeisterte Cricket-Spieler einer der Konstrukteure des Radarschirms, den Großbritannien im Zweiten Weltkrieg aufspannte, um feindliche Flugzeuge frühzeitig erkennen und orten zu können.
Die Universität von Manchester, wo Lovell emeritierter Professor war, bezeichnete Lovells Erbe als "beachtlich". Lovells 76 Meter großes Radioteleskop, das noch immer in Betrieb ist, wurde schon in den Dienst der unterschiedlichsten Aufgaben gestellt - von der Untersuchung von Pulsaren und Quasaren bis zur Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenzen im SETI-Verbund. Und auch die Bahnen der ersten menschengemachten Raumflugkörper - wie die des sowjetischen Satelliten Sputnik 1 - hat Lovells Radioteleskop mitverfolgt. (APA/red, derStandard.at, 7. 8. 2012)
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