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vergrößern 1866x1088Wien - Die hohen Energiekosten sorgen seit langem für Unmut - vor allem bei Konsumentenschützern. Der Standard hat sich die Entwicklung des Strompreises über die vergangenen Jahre näher angesehen. Daten der Regulierungsbehörde E-Control zeigen: Die Stromkosten eines durchschnittlichen Haushalts mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden (kWh) stiegen seit Anfang 2006 von 554 Euro auf 666 Euro im Juni 2012. Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent, was nicht wesentlich über der Inflationsrate für diesen Zeitraum liegt (15,4 Prozent).
Dabei handelt es sich um die Gesamtkosten - also inklusive der Netzgebühren und Steuern. Nimmt man den reinen Strompreis, zeigt sich ein anderes Bild. Dieser ist seit 2006 um 69,3 Prozent gestiegen. Nun ist diese Steigerung natürlich nicht eins zu eins in die Kassen der heimischen Strombetriebe gewandert. Was sich aber schon zeigt: Der deutliche Einbruch der Großhandelspreise ab 2008 spiegelt sich bei den Preisen für die Haushalte wenig bis gar nicht wider. Gerade mal um zehn Cent pro Kilowattstunde sind die Endkundenpreise in diesem Zeitraum gesunken. Die Großhandelspreise sind aber von Höchstständen um die 80 Euro auf nun rund 50 Euro pro Megawattstunde gesunken.
Die E-Control hat schon wiederholt auf den nur gering ausgeprägten Wettbewerb unter den Stromanbietern hingewiesen. Eine Besserung hat man sich eigentlich durch eine Novelle des Kartellrechts erhofft, die von Wirtschafts- und Justizministerium schon vor Monaten präsentiert wurde. Demnach läge es künftig nicht mehr an den Wettbewerbsbehörden, einen eventuellen Preismissbrauch durch die Versorger nachzuweisen. Vielmehr müssten diese beweisen, dass ihre Kalkulationen korrekt erfolgten.
Im Parlament wurde die Novelle aber noch immer nicht beschlossen. Der Justizausschuss nahm die Materie in der letzten Sitzung vor dem Sommer von der Tagesordnung. SP-Justizsprecher Hannes Jarolim argumentierte damals, dass man die Beweislastumkehr auch für andere monopolartig agierende Unternehmen prüfe. Hinter vorgehaltener Hand wird aber auch bereits kolportiert, dass von Seiten der Wien Energie Druck auf die SPÖ ausgeübt werde, die Regelung doch nicht zu beschließen.
Mit ihren Aufforderungen, die Stromkonzerne mögen doch freiwillig Details ihrer Kalkulationen offen legen, ist die E-Control bisher stets abgeblitzt, weshalb eine Klage beim Verwaltungsgerichtshof eingebracht wurde. E-Control-Vorstand Martin Graf hofft auf eine Entscheidung noch heuer.
Geprüft wird momentan auch, ob die Versorger das neue Ökostromgesetz korrekt umsetzen. Die Ökostromzuschläge dürfen seit Juli nicht mehr im Strompreis versteckt werden, sondern müssen bei den Netzkosten ausgewiesen werden. Die logische Folge: Die Strompreise müssten sinken. Bei einigen Anbietern habe man aber den Verdacht, dass die Vorgaben nicht korrekt umgesetzt wurden, sagt Graf. Eine endgültige Beurteilung könne er aber erst Ende August vornehmen. Noch habe man nicht alle Preisblätter erhalten, sagt der Vorstand.
Heftig gerungen wird aktuell auch über die neuen Einspeisetarife für Ökostromanlagen. Das Landwirtschaftsministerium drängt auf höhere Förderungen für Biomasse-Anlagen, von denen in den letzten Jahren einige pleitegingen. Graf hält es für sinnvoller, Rohstoff unabhängige Anlagen, also Wasser- und Windkraft, stärker zu forcieren. (Günther Oswald, DER STANDARD, 8.8.2012)
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Da nur wenige Prozent der Kunden zum günstigsten Stromanbieter wechseln, wären die Firmen ja blöd, in vorauseilendem Gehorsam die Tarife zu senken. D. h. in 1. Linie sind die Kunden gefordert! Der Wechsel ist unkompliziert.
http://sedl.at/Stromanbi... r_wechseln
Wer wirklich etwas spenden will, dem empfehle ich den Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter.
http://sedl.at/Oekostrom-Anbieter
muss jemand bezahlen. Finanziert werden die modernen Energieträger über den allg. Strompreis, welche natürlich steigen muss. Damit werden z.B. Photovoltaik, Windenergie oder Kleinkraftwerke finanziert.
Bei jeder neuen Förderung für alternative Energie sollte es in unseren Köpfen klingeln. Letztendlich steigt dadurch der Strompreis.
Genauso wird es passieren, wenn uns die Smart-Grid Zähler ins Haus flattern. Die werden auch über den allg. Strompreis finanziert.
in DE wurde das schon vor Jahren erkannt und diskutiert. Die haben dann die Förderungen start reduziert.
Jetzt konnte ich doch noch einen Link finden:
http://www.spiegel.de/wirtschaf... 84477.html
.. hab mich heuer in Zypern gewundert - so viele Familien wie noch nie. Und das ganze nicht irgendwo in Pensionen sondern in der gehobenen Mittelklasse im 4-5 Stern Bereich. Von einer Wirtschaftskrise und dass die Leute sparen war da nichts zu merken..
errechnete hoch offiziell der Franz. Rechnungshof vor wenigen Monaten www.taz.de/!86837/
Über 75 % des Stroms in F kommen aus AKWs.
JEDE Form von Ökostromproduktion kostet einen Bruchteil davon: Photovoltaik oder Biomass/gas die Hälfte, Wind ein Siebentel, Geothermie ca. ein Drittel.
Und wenn sich, wie im Artikel beschrieben, durch die nötigen Rücklagen der Strom für den Endverbraucher um 5% verteuert, dann sind das gerade mal 0,6€c/kWh!
Im Vergleich zu den Ökostromkosten ein echtes Schnäppchen
Der Link den sie da gepostet haben untermauert ihre Behauptungen in keinster Weise, haben sie ihn überhaupt gelesen?
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Bez. Erneuerbarer Energieträger habe ich da einen ganz anderen Eindruck.
Siehe etwa:
http://www.wirtschaftsblatt.at/home/inte... 2/index.do
http://www.zeit.de/news/2012... h-24112012
http://www.studium-erneuerbare-energien.de/informati... ich-zu.php
http://www.industriemagazin.net/home/arti... es.Ressort
Und dabei wurden bisher ALLE Prognosen den Zubau von Erneuerbaren Energieträgern betreffend von der Realität deutlich übertroffen.
Klingt alles toll keine Frage. Abgesehen davon dass der Boom rein auf Foerdergeld beruht ist das groesste Problem, welches in den Artikeln, wenn ueberhaupt, nur als Fussnote erwaehnt wird, ist die Tatsache dass unser gesamtes System darauf ausgelegt ist exakt soviel Strom bereitszustellen wie verbraucht wird (auch die Abrechnung basiert darauf!)
Erneuerbare stellen das komplett auf den Kopf. Das geht weiter als "nur" Speichern (denn nichtmal das ist geloest). Die Geister streiten noch wieviel Erneuerbar absorbiert werden kann bevor es (richtig) teuer wird. Darum halte ich die 94% (in einem der Artikel) als komplette Utopie. Naja schau mar amoi. Teuer wirds so oder so!!!
Wenn die Preisschwankungen hoch genug sind, so dass z. B. Strom am Vormittag im Sommer fast nichts kostet (weil gerade die Solarkraftwerke alle Wahnsinnsmengen ausspucken die niemand braucht), hingegen die Winter-Abendspitze mit 1€/kWh verkauft wird, dann wird es Unternehmen gebe, die aus dieser Preisdifferenz ein Geschäft machen indem sie Speicherbare Energie zu Hochpreiszeiten anbieten.
Vielleicht gibt es dann hocheffiziente Brennstoffzellen die mit Biogas umgehen können, vielleicht gibt es eine Wasserstoffwirtschaft, oder aus Strom hergestelltes Erdöl, vielleicht gibt es in jeder Wohnung eine große Anzeigetafel was der Strom gerade kostet und die Leute überlegen sich, ob um 18:00 wirklich ein Waschgang nötig ist.
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Das ist bei fossilen Brennstoffen und Kernkraft auch so.
"...Speichern (denn nichtmal das ist geloest)..."
Aber natürlich ist das gelöst. Es fehlt nur an der entsprechenden Umsetzung.
"...Teuer wirds so oder so..."
Schon! Aber mit Hilfe der konventionellen Alternative noch viel teurer als mit Erneuerbaren Energieträgern.
Bei den Foerderungen fuer fossile Kraftwerke oder AKW muessen sie aufpassen. Die stehen in keiner Relation zu den Foerderungen der Erneuerbaren! Ein gern genutztes Bsp ist die Kernkraft die mehr bekommen hat als die Erneuerbaren. Ja kann sein, dafuer erzeugt sie auch seit 30 Jahre fast 20% des Stroms in Deutschland (Erneuerbare nun bei 8%). Bei Gas ist das ganze noch extremer!
Aha wie ist die Speicherung jetzt genau geloest? Das wuerde mich jetzt interessieren! Bringt uns auch super zu ihrem letzten Punkt. Das ist naemlich , und glauben sie mir in diesem Fall weiss ich wovon ich rede, Wunschdenken!
Denn die waghalsigen Rechnungen exkludieren immer ganz dezent das Speichern, welches, wenn geloest, ja jemand zahlen muss!
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Stimmt! Denn die der Fossilen sind viel höher.
Siehe etwa:
http://www.guardian.co.uk/environme... renewables
"...Erneuerbare nun bei 8%..."
Falsch.
Richtig ist:
http://www.spiegel.de/wirtschaf... 83173.html
Inzwischen ist es noch mehr.
"...wie ist die Speicherung jetzt genau geloest?..."
Etwa so:
http://www.dbresearch.de/PROD/DBR_... ewende.pdf
(Fortsetzung unten)
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"...die waghalsigen Rechnungen exkludieren immer ganz dezent das Speichern..."
Nein, tun sie nicht!
Siehe etwa:
http://www.fvee.de/fileadmin... onzept.pdf
Vor allem: Punkt 2.5.2.1
Dabei ist abzusehen, dass der Break-Even-Punkt deutlich früher als in dieser Studie angenommen erreicht wird, da die Studie noch nicht mit einem derartigen Verfall der Photovoltaikpreise gerechnet hat.
danke fuer die links. Seht gutes material. Hatte ihr zweites posting zu spaet gesehen. Diese differenzkostengeschichte ist mir sehr suspekt (sorry). Bei soviel "smallprint" muss man vorsichtig sein. Das mit dem verkehumstellung und effizienz? Hmmmm...
Aus meiner erfahrung kann man knickende trendkurven generell abschreiben (wenn mir ein analyst schon damit kommt!!). Super erklaerung warum sie ganz sicher knickt, und dann eine super erklaerung warum sie nicht getan hat. Und wie schon oben erwaehnt werden die extrakosten fuer bewilligungen, anrainerprotesete etc. Etc. Nicht miteingerechnet (das werden sie nicht derheben!)
Aber ich hoffe das stimmt was sie sagen, waer ja mal was!aber bei strom alles auf eine karte? Nein danke
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Diese Studie ist eine Simulation und die Berechnungen beruhen natürlich auf Annahmen. Diese Annahmen sind aber sehr konservativ gewählt (vielleicht haben Sie einmal Zeit, die ganze Studie zu lesen).
"...extrakosten fuer bewilligungen, anrainerprotesete..."
Bei entsprechend transparenter Vorgehensweise wird das kein wirkliches Problem sein (siehe etwa PSKW Molln und etwa: http://www.windinitiative.at/news-deta... a45a13fa44 und http://www.windenergie.at/at/windin... -dem-start )
"...aber bei strom alles auf eine karte..."
Aber natürlich nicht! Auf sehr viele verschiedene Karten.
(Fortsetzung A unten)
Ok kosten beiseite.
Kritikpunkte an der studie.
Die referenz zu den prognosefehlern sagt nicht viel aus. Sie brauchen Halbstuendliche Prognosen (da helfen berechnungen die auf 2 stunden basieren nix) und ich habe ein gefuehl dass das dann noch schlechter ist.
Effizienzsteigerungen: Bei haushalten sind 12% realistisch, Industrie/Handel etc. Halte ich das fuer unwahrscheinlich (weil noch nicht dagewesen)
Und zum thema PWS werden die Anreiner uns davonjagen. Ich bleibe dabei. Es gilt die tiere, pflanzen, insekten der kategorie "bisheutis niegheoertus" unbedingt zu beschuetzen was schwierig ist wenns ein ganzes tal fluten. Man muss sich ja nur das theater um die hochspannungsleitungen, die ja noch dazukommen, ansehen.
Ps. Danke
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Tut mir leid, das ist für mich ein inakzeptables und ungültiges Totschlagargument.
Effizienzsteigerungen: Das Potenzial ist riesig (siehe auch Studien). Die Umsetzung liegt lediglich an der Umsetzung entsprechender politischer Rahmenbedingungen.
Vergl. auch:
http://www.wupperinst.org/uploads/t... nziale.pdf
http://www.bmwi.de/BMWi/Reda... b=true.pdf
http://www.wege-aus-der-krise.at/fileadmin... n_2050.pdf
http://www.bmu.de/energieef... /39929.php
(Fortsetzung 1 unten)
Ja ja ich weiss schon, aber die gruenen Fundamentalisten werden das als Talflutungen praesentieren.
Nicht als Killerargument gedacht aber Verbrauchsprognosen werden in halbstuendlichen Intervallen angegeben (ist nun mal so) und die gesamte Regelung/Abrechnung basiert darauf. Das nun 2 Stunden zusammenzustutzen ist fahrlaessig weil sie damit den Bedarf unterschaetzen koennen (das Ausmass haengt davon ab welche halben Stunden sie hernehmen). Wenn man sich schon damit beschaeftigt warum 2 stunden? Versteh ich nicht… Ich vermute der Variationsprozentsatz steigt massiv aber der Verdaechtige gilt natuerlich als unschuldig…
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Nochmals:
http://ooe.gruene.at/energie/a... sen/75328/
Das Projekt wird von den Grünen unterstützt. Und bisher gab es auch keine Proteste dagegen.
"...Verbrauchsprognosen..."
Ich weiß nicht, wo Sie das Problem sehen und WORAUS Sie WAS ableiten wollen.
Wir werden ja sehen wieviele PWS und Leitungen gebaut werden koennen... Bei unserer Politik muss ich zweifeln duerfen...
Meine Hartknaeckigkeit bei den halbstuendigen Verbrauchsprognose bezieht sich auf den Prognosefehler. Verbrauchsprognosen sind das Rueckgrat des Regelungssystems was der verlinkte text ja auch andeutet. Es wird aber von zwei Stunden gesprochen was nichts bringt weil es halbstuendlich passiert. Es ist viel leichter 2 Stunden zu prognostizieren!!!
Wenn sie die Konsequenzen halbstuendlicher Fehler ignorieren haben sie zwei moegliche Resultate.
1. Stromausfall
2. Weil 1 nicht wirklich passieren darf wirds extrem teuer weil sie sehr kurzfristig Kraftwerke zum Anfahren, oder Abschalten bewegen muessen, beides irrwitzig teuer.
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Das ist leicht möglich. Bis jezt hat die Politik ihre Hausaufgaben nur halbherzig wahrgenommen. Das heißt aber nicht, dass es grundsätzlich nicht geht.
"...der verlinkte text..."
1.) Auf welche Stelle beziehen Sie sich?
2.) Welche Konsequenz ergibt sich daraus in Bezug auf WELCHE Aussage in der Studie?
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