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1996 war die Wiener City Schauplatz einer Mafia-Hinrichtung.

Nach der Entführung des Anwaltes Erich Rebasso wurde bisher nur sein Auto gefunden.
Wien - Mit der mutmaßlichen Entführung des Wiener Wirtschaftsanwaltes Erich Rebasso (48), der aufgrund seiner Russischkenntnisse auf Klienten aus Osteuropa spezialisiert ist, rücken nach mehrjähriger Medienabstinenz wieder die Begriffe Ostmafia und Russenmafia ins Zentrum der medialen Berichterstattung. Im Gegensatz zu früher ist die Polizei aber vorsichtig geworden mit einer Einschätzung der Lage.
Mitte der 90er-Jahre, als Auftragsmorde das als Mafia-Ruheraum geltende Österreich erschütterten (siehe Chronologie), war offiziell von zehn bis 15 Paten aus der ehemaligen UdSSR die Rede, die sich in Wien niedergelassen hatten - und mit enormen Summen illegale Geschäftszweige wie Glücksspiel, Rotlicht und Suchtgifthandel aufmischten. Vor allem aber investierten die schnell zu Reichtum gekommenen Hinterleute in den Immobilienmarkt. Woher das Geld stammte, konnte in den seltensten Fällen überprüft werden. Also blieb den Sicherheitsbehörden nicht mehr, als vor dem sogenannten White-Collar-Crime (benannt nach den weißen Business-Hemdkrägen) zu warnen.
Fast zwanzig Jahre später sind immer noch viele russischstämmige Geschäftsleute gut im Immo-Geschäft - und legal, wie man im Bundeskriminalamt betont. Gegen die Wiener Großgrundbesitzer mit mittlerweile weltweiten Firmenimperien gibt es keine strafrechtlichen Vorwürfe. Auch Rechtsanwalt Erich Rebasso verkehrte beruflich in diesen Kreisen, mit seinem Verschwinden vor zwölf Tagen hat das aber laut Polizei nach derzeitigem Stand der Ermittlungen nichts zu tun.
Wie berichtet, ist Rebasso höchstwahrscheinlich in einer Tiefgarage in der Wiener City gekidnappt worden, wie die Auswertung von Videoaufnahmen ergeben hat. Sowohl in seinem Auto als auch in einem Mietwagen wurden seine Blutspuren gefunden. Die Fahndung nach den Männern, die den Mietwagen mit russischen Pässen ausgeliehen hatten, läuft - auch in Russland, wo versucht worden sein soll, Rebasso einen großen Anlagebetrug anzuhängen. In Österreich konnte der Jurist die Vorwürfe durch eine Selbstanzeige entkräften lassen, die Justiz hat die Ermittlungen eingestellt. Aus Russland sollen aber trotzdem weiter Drohbriefe an Rebasso eingelangt sein - was ein mögliches Motiv für eine Entführung liefern könnte.
Was sich seit den Wiener Auftragsmorden nicht verändert hat, ist, dass manche Tätergruppen aus dem Raum der früheren UdSSR nicht lange fackeln: ein Großteil der zum Teil brutalen Überfälle auf Juweliere wird laut Kriminalitätsbericht baltischen und armenischen Gruppierungen zugeordnet. Auf organisierte Einbruchstouren seien vor allem georgische und moldawische Banden spezialisiert.
Insgesamt sind Anzeigen wegen Bildung einer kriminellen Organisation stark rückläufig (2006: 70, 2011: 25). Geldwäscheanzeigen haben sich hingegen zuletzt auf 582 verdoppelt - allerdings gab es in diesem Bereich im Vorjahr nur 24 Verurteilungen. Rund 23 Millionen Euro wurden wegen Geldwäscheverdachts eingefroren.
Im Wiener Rotlicht sind Gruppierungen aus der ehemaligen Sowjetunion dagegen nicht mehr stark vertreten, heißt es bei der Polizei. Bei den Gürtel-Lokalen seien mittlerweile alle Nationen vertreten, der Straßenstrich ist vorwiegend in rumänischer und bulgarischer Hand. Eine gewisse Rolle spielen Tschetschenen, die als Muskelmänner agieren.
Was Ermittler allerdings beobachten, ist, dass es innerhalb der tschetschenischen Community immer wieder Fälle von Schutzgelderpressungen geben soll, angezeigt werden die aber praktisch nie. (Michael Möseneder/Michael Simoner, DER STANDARD, 8.8.2012)
In den Jahren nach dem Fall des Eisernen Vorhanges gab es in Wien zwei spektakuläre Verbrechen mit mafiosen Verwicklungen in Länder der ehemaligen UdSSR:
Fall Hodscha-Achmedov: Am 19. September 1994 wurde in Wien der Exilrusse und Frauenhändler Sergej Hodscha-Achmedov in seinem Auto erschossen. Für die Rotlichtfehde wurden drei russische Hintermänner 1996 zu lebenslanger bzw. 15 Jahren Haft verurteilt. Dem angeheuerten Killer gelang die Flucht, er soll später in Russland ermordet worden sein.
Fall Sanikidse: Am 11. Juli 1996 wurde in der Wiener Innenstadt der georgische Capo David Sanikidse auf offener Straße erschossen. Der Geschäftsmann, der gute Kontakte zu Wirtschaft und Politik pflegte, soll Mafiagelder veruntreut haben. Die drei Killer erhielten 2001 zehn bis 15 Jahre Haft, wurden 2010 aber vorzeitig entlassen und nach Georgien zurückgeschickt.
Der Jurist starb demnach durch Ersticken
Über die beiden in dieser Woche in Moskau festgenommenen Verdächtigen wurde am Freitag die Untersuchungshaft verhängt
Obduktionsergebnis veröffentlicht - Leiche in der Nähe des Wohnortes gefunden
Der Auslieferungsantrag wurde noch nicht gestellt
Nicht die "Russen-Mafia", sondern zwei inzwischen verhaftete Betrogene sind die Hauptverdächtigen im "Fall Rebasso"
Russen hatten offenbar echte Pässe bei Mietwagenfirma vorgelegt
Die Forderung sei bereits in den ersten Tagen nach der Entführung eingegangen, sagte die Polizei
Die vielen Mafia-Clans sind in Russland eng mit Politik und Wirtschaft verbunden
Fahrzeug des Wiener Wirtschaftsanwalts nach Untersuchung wieder der Familie ausgehändigt - Videoaufnahmen aus Tiefgarage mit schlechter Bildqualität
Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen Anwalt auf dem Weg zu seinem Auto, am Steuer jedoch einen Unbekannten
Erich Rebasso wird fieberhaft von der Polizei gesucht
..die "Ehre der Paten" auf http://www.youtube.com/watch?v=qUn5jwbhM-0
es geht hier nicht um organisiertes Verbrechen im Rotlichtmilieu, sondern um die großen Geschäfte.
D.h. reingewaschenes Geld wurde irgendwo legal investiert. Also eine saubere Sache.
Darum rudert auch schon die Presse in Bezug auf Russenmafia zurück, oder will es so wie dieser Artikel in den Bereich der Kleinkriminalität verschieben. Da hat es wohl einen Anruf bei der obersten Stelle gegeben.
Russen sind in Österreich durchaus als Investoren willkommen.
oder der Ehrenkodex der "Diebe im Gesetz".
Haben durchaus gesellschaftliches Ansehen durch den Widerstand den sie in der Zarenzeit geleistet haben.
Da es ja auch den gesetzlich gedeckten Betrug gibt, wie man es ja jetzt in der Wirtschaftskrise sieht.
Gesetz hat nichts mit Gerechtigkeit, Recht oder Unrecht im moralischem Sinn zu tun.
naja, sich bei einem jagdunfall mit der falschen hand selbst zu erschiessen, ob das elegant ist, im vergleich zu einem depressiven selbstmord, oder doch einem autounfall ? ich habe keine ahnung...
interessant ist halt der zeitpunkt, war immer schon ein guter kohleverschieber und black beauty stallaufseher...
aber erst wie er ganz bestimmte konten kannte, passierte es...
so ist es. zusaetzlich gaebe es eine fesche anzahl aehnlich gelagerter faelle, sowohl aus der juengeren als auch etwas aelteren vergangenheit, welche man da noch hinzufuegen moechte. derlei wiederum nur aus oe., da benoetige ich gar keine kongruenten scurillitaeten aus diversen laendern-
falls man einen vergeich ziehen moechte, wuerde ich meinen, dass bei einem einsatz internationaler verraeumungsgehilfen das resultat simpler waere:
die person hat sich bei einem diffizilen balanceakt parallel zur donau mit jener fusioniert, und hauchte hiermit ihren lebensgeist aus, zb.
dies beinhaltet mehrere vorteile, und fast keinen nachteil. wohingegen in oe. stets die nonchalance gegenueber details einzug haelt.
ich wollte niemanden zu nahe treten
ja so gehts...
mein favorit in deutschland ist die CSU/CDU. deren katakomben sind wahrlich mehrere anklagen wert, sudern sie mal mit uwe dolata.
recherchieren sie ueber fr.dr.med. sabine herpetz, da wird es richtig finster.
in wien wuerde ich persoenlich gerne mal eine polizeiaktion am josefsplatz 5 bewundern, am besten zur mittagszeit, 1. stock, wiener rennverein...
tja ja, aber am interessantesten sind fuer mich bisher die katakomben der CSU...
suchen sie nach informationen rund um fr. dr. med. sabine herpetz-dahlmann, wobei sie mehr artikel ohne dahlmann finden werden...
das ist ein eleganter weg unangenehme menschen los zu werden.
traurig eigentlich, nicht uninteressant sind in oesterreich in dieser hinsicht diverse gentlemenclubs, wie wiener rennverein und ein paar andere...
Wird Zeit das man hier aufräumt - nicht nur gegen die Russen-Mafia wie Kadyrow, sondern auch gegen die 'Ndrangheta.
Die Gesetze gehören so verschärft das es strengere Regeln gibt für all jene die verdächtige Geschäfte im Osten machen. Wurscht ob das Banken sind oder Privatpersonen.
Man hört immer nur von der italienischen Mafia und der russischen Mafia. Wie kommt das?
Auch die Glückspiele gehören durchleuchtet. Jeder weiss das die italienische Mafia über Glückspiele ihr Geld reinwäscht.
Es gibt die Cosa Nostra, N'drangheta, Camorra, Sacra Corona Unita...die Vorstellung einer "Russen Mafia" ist realitätsfremd und naiv. Ebernso wie ihr Aufruf zu einem Haftbefehl gegen V. Putin - als Staatschef ist er 1. immun gegen Verfolgung ausländischer Behörden und 2. was glauben Sie, wie einflussreich realistisch ein Land wie Österreich international ist?
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