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Spätestens mit der Avantgarde am Anfang des 20. Jahrhunderts begann die Auseinandersetzung mit Form und Inhalt sowie den Produktionsbedingungen von Kunst. Neben den Museen gehören Galerien, Ateliers und Großausstellungen, aber auch Zeitschriften, Universitäten und Wirtschaftsunternehmen oder Privatsammler zu den Instanzen im Kunstsystem. In der ökonomischen Tausch- und Mehrwertlogik des Kapitalismus muss der Warencharakter von Kunst siegen - natürlich wird er mit ästhetischem "Tand" dekoriert. Schon Pierre Bourdieu analysierte Kunst als Statussymbol mit der Funktion eines gesellschaftlichen Unterscheidungssystems. Dadaisten und Futuristen forderten die Zerstörung von Kunst und Museen, andere Bewegungen thematisierten eigene Produktionsbedingungen - was zur Ausweitung des Kunstbegriffs führte. Zu diesen prinzipiellen Überlegungen kommen architektonische, soziale und kommunikative Barrieren, die das Publikum "behindern". Das meint auch die Leiterin der Galerie 5020, Hildegard Fraueneder, der es zu verdanken ist, dass diese Fragen jetzt erörtert werden. Aus Anlass des 20-Jahr-Jubiläums kuratierte sie die Schau "Demnächst. Orte für werdende Kunst" (bis 1. 9.), die den Themenkomplex "Institutionskritik" künstlerisch untersucht. Am Donnerstag sorgt Martin Fritz für die theoretische Fundierung, im Vortrag "Die Kette um den Tempel - Der lange Weg zu offenen Häusern". (dog, DER STANDARD, 8.8.2012)
Galerie 5020, Vortrag & Gespräch: 19.30. 0662/ 84 88 17. Ausstellung:
Di-Fr 14.00-18.00, Sa 11.00-14.00
Delogierung mal anders: Architekt Édouard François stapelte für den Bauträger Paris Habitat verschiedene Wohnhäuser zu einer urbanen Collage
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Die Bewegungsstudie von 1925 ist Rudolf Koppitz' wohl bekanntestes Foto. Faktisch ist sein Œuvre umfangreicher, wie eine Ausstellung in Brünn und der Kunstmarkt belegen
Eine Ausstellung im Palazzo Strozzi beschäftigt sich umfassend mit dem Ursprung der Renaissance. "Die Ausbreitung der Schönheit" lässt sich dort konzentrierter und ruhiger nachvollziehen als im umgebenden Florenz
Helmut Draxler beschäftigte sich am Beispiel der Generali Foundation mit dem Prinzip Sammeln
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René Block tauchte ab in die Tiefen des Depots von Sammler-Ehepaar Agnes und Karlheinz Essl und fühlte eine Ohnmacht. Aus etwas ihm vertraut Unvertrautem - der österreichischen Avantgarde der 1960er-Jahre - wurde die Schau "Eine kleine Machtmusik"
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Sabine Marte stellt die Welt auf den Kopf: In der Galerie allerArt in Bludenz sind derzeit ihre Videoarbeiten zu sehen
Eröffnung Mitte September
Bis 20. Juli ist in der Leica Galerie Wien eine Auswahl an Porträts und Reportagefotografien der aus Graz stammenden Magnum-Fotografin zu sehen
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Macht, Liebe, Erotik: Galerist Hilger zeigt Christian Ludwig Attersee in der BrotKunsthalle
Kritik am "hohen Anteil von Besuchern aus sozioökonomisch wohlhabenden Gruppen" - Künstler Petro Wodkins kettete sich an Absperrungen
Hybride aus Skulptur und Malerei, aufgeladen mit Referenzen zu Kunstgeschichte und Alltagskultur, kennzeichnen das Oeuvre von Rachel Harrison, das die Nähe zum Readymade nicht verhehlen kann
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