Schuring/Schwarz locker im Finale

  •  Yvonne Schuring (r.) und Viktoria Schwarz (AUT) jubeln nach ihrem Semifinallauf im Kajak Zweier Sprint über 500m.
    apa-foto: roland schlager

    Yvonne Schuring (r.) und Viktoria Schwarz (AUT) jubeln nach ihrem Semifinallauf im Kajak Zweier Sprint über 500m.

Medaillenchance lebt nach fünftschnellster Zeit im Semifinale - "Haben keine Körner gespart" - Schwieriger Seitenwind

London - Yvonne Schuring und Viktoria Schwarz, Österreichs größte verbleibende Medaillenhoffnungen, zogen am Dienstag letztlich souverän ins Finale der Kajak-Zweier ein. Am Donnerstagvormittag (11.35 Uhr MESZ) paddeln die amtierenden Weltmeisterinnen im Flachwassersprint um die Medaillen. Im Semifinale auf dem Eton Lake erzielten die Oberösterreicherinnen über 500 m die fünftschnellste Zeit.

"Es war hart, wir haben keine Körner gespart", gestand Schuring. Im zweiten Semifinale belegten sie hinter den überraschend starken Chinesinnen Wu Yanan / Zhou Yu Rang zwei. Die Zeiten der beiden Läufe lassen sich allerdings nur bedingt vergleichen, blies doch immer wieder böiger Seitenwind über den See.

"Die Windböen haben viel Energie gekostet", erklärte Schwarz die wackelige Angelegenheit. Im ersten Semifinale waren drei Boote schneller gewesen - die Favoritinnen aus Deutschland, Ungarn und Polen. "Für die Medaillen kommen ungefähr sechs Teams infrage", meinte Österreichs Cheftrainer Nandor Almasi. Seine Schützlinge zählen dazu.

"Die Pflichtaufgabe, die wir uns gestellt haben, ist einmal erfüllt", betonte Schuring. Vor vier Jahren in Peking hatte die gebürtige Deutsche mit Schwarz Rang neun belegt. "Jetzt kommt es uns zugute, dass wir schon so lange zusammen im Boot sitzen", meinte die 34-Jährige. "Wir hoffen, dass wir im Finale noch etwas zulegen können. Dort ist alles möglich", versicherte die 27-jährige Schwarz. (APA, DERSTANDARD, 8.8.2012)

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Ich würds den beiden gönnen - aber besser für den künftigen Sport in Ö wäre ein Salto Nullo, damit die Herren von den Verbänden endlich aufwachen.

Am Geld und an der Landesgröße, wie gerne kolportiert, kann es nicht liegen, ärmste afrikanische Staaten haben Spitzenleute, und unmittelbare annähernd gleich große Nachbarn wie die Tschechen haben Weltrekordler in Leichtathletik etc.
Solide Einzelleistungen (B. Schrott) finden offenbar trotz und nicht wegen der Rahmenbedingungen statt.

Und im Winter gehts ja auch, da hat Österreich nicht plötzlich mehr Einwohner.

Komme aus einer Nicht-Wintersport-Stadt...

...in der jahrzehntelang viel Geld in Leichtathletik und Tischtennis gesteckt wurde ... trotzdem keine Medaillen... könnte es vielleicht nicht doch auch an den Leistungen der SporterlerInnen liegen? ... unser kleines Land hat eben eine zu schmale Basis für gewisse Sportarten...

Kann mir mal wer erklären...

...warum z.B. Tunesien 2 Medaillen hat, obwohl dort wahrscheinlich die Trainingsbedingungen und Unterstützung für SportlerInnen ungleich schlechter sind als in Österreich? - Ich hätte dazu gerne ein Statement unserer verwöhnten LeistungssportlerInnen...

ah...

...dort sind die Funktionäre besser? - Ist das die Meinung der roten Strichler?

angeblich

ist schuring im ö-haus (nach dem hausleitner interview???) kollabiert

erst nach 45 min war sie wieder "da"
schwächeanfall....

hm

im Österreicherhaus würde ich auch kollabieren, wenn ich die ganzen Hanseln dort sehe.

Viel Glück euch beiden.

"körner sparen"

nachdem man die phrase rund um die "körner" im ausdauer/kraftsport immer wieder hört, würd mich mal interessieren, in welchen teilen österreichs das verwendung findet? ich persönlich kenn das nur von sportler-interviews, aber vielleicht ist da auch eine entscheidende phrase an mir vorbei gegangen.

(grün für: die phrase rund um "körner" wird in meinem umfeld verwendet. rot für: nicht.)

Ich denke die Phrase wird hauptsächlich im Umfeld von Eichkatzerln verwendet ;o)

Ich tippe auf Wintersport bzw. Langlaufen und / oder Salzburg bzw. Pinzgau.

Begründung: Meiner Erinnerung nach hat den Terminus vor Jahren und ziemlich oft Felix Gottwald verwendet.
Da Gottwald Wintersportler ist >>> der Terminus kommt aus dem Wintersport bzw. aus dem Langlaufen.
Da Gottwald Salzburger ist bzw. aus dem Pinzgau stammt >>> der Terminus kommt aus Salzburg bzw. dem Pinzgau.

Weitere logische Schlüsse?

in meinem umfeld wird kein ausdauersport betrieben

lol, neandertaler

ausser trinken, meinst.

das bier werden erst die ägypter erfinden

ausgestorben faules umfeld.

Medaillenchance

Das Wort ist aber irgendwie ausgereizt..

ich verbuche

das immer als "hoffnungslauf"

Ich bin der Schuring in der Kraftkammer mal auf die Finger getreten. Keine gute Idee^^

Wenn's nix mit der Medaille wird, wissen wir also wer schuld ist.

hinter den überraschend starken Chinesinnen

Was heißt überraschend?

Auf einmal haben die Chinesen:

1) eine 16jährige, die tw. schneller als Lochte schwimmt
2) Einen Wundersprinter, den niemand kannte
3) unzählige Medaillen in Kraft- und Ausdauersportarten, in denen sie eigentlich aufgrund ihres Körperbaus benachteiligt wären

Die einzig gültige Schlussfolgerung ist: Die chin. staatliche Dopingagentur ist im Moment einen Schritt weiter als die Dopingjäger. Hoffentlich hebt das IOC bzw. die WADA die Proben lange genug auf, um diesen Schummlern die Medaillen wenigstens nachträglich entziehen zu können!

nochmal: was ist an der 16jährigen chinesin auffälliger als an einer 15jährigen amerikanerin mit fabel-weltrekord über 800 m oder der 15jährigen litauerin??? klar ist chinas sport extrem gut organisiert und klar wird dort gedopt. aber nicht nur dort. und das ständige stigmatisieren chinas während man über andere verdächtige leistungen schweigt ist unfair und nervt.

Mag sein, dass andere Sportler auch gedopt sind - aber bei den Chinesen ist das Doping staatlich verordnetes part-of-the-game, so selbstverständlich wie das Ausfassen der Sportbekleidung. Das war in allen komm. Ländern so, in denen Trainingskontrollen versagen. Wie soll die WADA einen chin. Sportler in der Trainingsphase erwischen, wenn sich die Prüfer vor der Einreise ein Visum ausstellen lassen müssen und die Sünder wochenlang vorher schon (von staatlichen Organen) gewarnt sind?

bei <1.000.000.000 Menschen findet man doch Leute mit dem richtigen Körperbau. Bei der Schwimmerin wars doch auch so. Die Baskettballer sind auch alle nicht kleiner als ihre Konkurrenten.

Das wollte ich auch gerade schreiben. Wer die Methoden der Chinesen kennt, den wundert nichts mehr.

Die Logik sagt mir,

dass ein großer Teil der Olympiasieger hier wohl in den Ausdauer und Kraftsportarten gedopt ist:

Der Radsport ist an den Dopingskandalen fast zu Grunde gegangen. Die anderen Verbände (Schwimmer, Leichtathleten ect.) haben ihre Schlüsse gezogen: Sie kontrollieren nur mehr mangelhaft, um das Geschäft nicht zu stören

Doping aber bringt große Vorteile. Ein nivht gedopter Sportler hat wohl kaum eine Chance.

die leichtathletik scheint das doping-problem besser im griff zu haben als andere disziplinen. schau dir einfach mal die rekorde in den wurf-bewerben an und wie weit jetzt geworfen wird. auch auf der bahn sind manche rekorde noch aus den 80ern (DDR, Griffith-Joyner).

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