Scharfe Kritik Farniks nach historischer Pleite

7. August 2012, 12:46
  • Farnik nachdenklich.
    foto: apa/schlager

    Farnik nachdenklich.

Generationenkonflikt im Schützenbund - "Auf erfahrene Schützen wird nicht gehört" - 45-Jähriger will Karriere fortsetzen

London - Österreichs Schützen haben bei den Olympischen Spielen in London enttäuscht. Erstmals seit Sydney 2000 schaffte es kein heimischer Athlet in ein Finale, damals war der Oberösterreicher Mario Knögler aber zumindest dreimal Neunter geworden. Als beste Platzierung von London hat der Österreichische Schützenbund (ÖSB) einen zwölften Rang von Routinier Thomas Farnik im Kleinkaliber-Dreistellungsmatch zu Buche stehen.

Der erfahrenste Athlet in Österreichs gesamtem Olympia-Team ging nach seinen sechsten Spielen mit dem Verband hart ins Gericht. "Es gehört viel verbessert im Schützenbund. Dort setzen sie auf Dinge, bei denen von vorne herein klar ist, dass sie nicht funktionieren", betonte Ex-Weltmeister Farnik. "Sie wollen alles neu machen. Auf erfahrene Schützen wird nicht gehört."

Seine Laufbahn will Farnik trotz der Differenzen auch mit 45 Jahren noch nicht beenden. Seine Zukunft macht er von seiner beruflichen Karriere abhängig. Der Wiener ist seit einiger Zeit als Mentaltrainer tätig. Auch seine einst erfolgreichen Kollegen Christian Planer und der nicht für London qualifizierte Knögler sind keine Profis mehr. "Die drei haben ein kleines Loch aufgerissen", erinnerte ÖSB-Generalsekretär Florian Neururer. "An ihnen ist jahrelang niemand vorbeigekommen."

Wenige Trainingszeiten

Mittlerweile setze man auf die Jugend, erklärte Neururer. "Einige Junge sind richtig stark", versicherte der Tiroler. "Wir haben viel umstrukturiert, aber das dauert seine Zeit." Die 23-jährige Tirolerin Stefanie Obermoser holte bei ihrem Olympia-Debüt immerhin Rang 19 mit dem Luftgewehr. Dazu kommen ihre engere Landsfrau Lisa Ungerank (20) und der Niederösterreicher Alexander Schmirl (22), die die Qualifikation für London jeweils knapp verpasst hatten.

Farnik, der wie Planer einen Antritt 2016 in Rio nicht ausschließen wollte, beklagte sich auch über die wenigen Trainingszeiten, um die sich der ÖSB für seine Schützen in den Royal Artillery Barracks bemüht hatte. Das Resultat: erstmals in mehr als vier Dekaden kein Top-Ten-Platz bei Olympia. Mit Ausnahme von Sydney 2000 haben Österreichs Schützen in den vergangenen 40 Jahren immer zumindest einen Athleten ins Finale gebracht. Die bisher letzte Medaille holte Planer 2004 in Athen mit Bronze.

"Schieße, so lange es Spaß macht"

Von Edelmetall war auch Trap-Schütze Andreas Scherhaufer weit entfernt. "Es ist schon eine Sensation, dass hier überhaupt ein Österreicher dabei war", meinte der 42-jährige Wiener nach Rang 17. "In Österreich betreiben Trap höchstens fünf, sechs Leute wirklich sportlich." Seit 1984 war Rot-Weiß-Rot im Wurfscheibenschießen nicht mehr bei Olympia vertreten. 2016 in Rio will es Scherhaufer vielleicht noch einmal versuchen.

"Ich schieße, solange es mir Spaß macht", erklärte der 1,97-Meter-Mann, der einen Handel für Sportwaffen und Munition betreibt. "Das Gute ist, dass ich nicht davon leben muss." Und er kennt auch keine Differenzen mit dem Schützenbund. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist Wurfscheibenschießen (früher Tontaubenschießen) in Österreich in einem eigenen Verband organisiert, dem Austria Sportschützen Fachverband (ASF). (APA, 7.8.2012)

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schießen ist kein sport sondern mord und gehört aus dem olympischen programm genommen!

patanaque gehört dafür rein

zum glück ist dem rest der welt furzegal, was sie denken.
und ich bin froh darüber :)

Ich kann bis "Schießen ist kein Sport" zustimmen. Dann allerdings nicht mehr.

Und: Reiten ist kein Sport, sondern ein schlechter Witz. Warum soll eine Disziplin, bei der das Pferd alles macht Olympisch sein (wo es um Athleten und nicht Pferde geht).

Es müssen endlich einige "Sportarten" verschwinden. Jede Pferedefolter sowieso. Und was soll dieser Unfug Ringen oder Boxen. Das ist Körperverletzung, aber kein Sport.

Und als nächstes wohl noch Curling, häh???

Sie meinen wohl pétanque?

Ja, es müssen tausende Tontauben für dieses perverse Vergnügen sterben!

ich weiß ja nicht, was patanaque ist, aber bei der google-bildersuche kommt auf platz 5 das hier: http://lh3.ggpht.com/_yZUXL0AR... 1%255D.png

schaut auch nicht ungefährlich aus. ;)

(ernsthaft: was ist das? mein google kennt das nicht.)

hab mich verschrieben petanque (sorry französische rechtschreibung war noch nie so meins)

denen die nicht boules des petanque spielen können gab gott fußball

ist so ähnlich wie boggia nur ernsthaft betrieben

Boccia, Sie *olm.

Ist schon toll, wenn man mit Fremdsprachen protzen kann.

so verschreiben kann sich nur einer, der keine Ahnung hat.

keine ahnung wovon?

zumindedst einmal von Fremdsprachen.

und steht irgendwo geschrieben dass sich ein jeder in allen fremdsprachen auskennen muss?

so ein olympisches spiel mit den kugeln hat sicher was ganz nettes

blöd am schießstand und rausballern ist sportlich komplett wertlos, das kann doch der wampertste 100 kilo mann

Trau mich wetten dass die Petanque Spieler im Schnitt nicht schlanker als die olympischen Schützen sind.

Was ist jetzt aber "Boggia" ??

waren das nicht diese verlotterten päpste?!

das waren die borgia

keine ahnung was patanaque ist freut micht nicht mal in der wiki nachzuschauen, glaub aber darauf verzichten zu können

Aber dann bitte auch Speerwerfen und Fechten

rausnehmen. Außerdem: Sport ist sowieso Mord ;-)

Ich hab den Fehler! Da hat sich ein 'n' eingeschlichen am Ende.

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