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ORF-Finanzdirektor Richard Grasl (li.) kündigt Nulllohnrunde an - Betriebsratschef Gerhard Moser sieht "Drohgebärde".
Wien - Briefe von Alexander Wrabetz, derzeit auf Urlaub, und Richard Grasl waren schon sonniger: Der ORF-General und sein Finanzdirektor informierten die Stiftungsräte über die Entwicklung des Gebührenfunks im ersten Halbjahr. Wegen Werbeminus und weniger Einsparungen liegt der ORF derzeit unter seinem Finanzplan. Aus heutiger Sicht: 3,1 Millionen Minus für den Küniglberg ohne Tochterfirmen, 1,2 Millionen Euro über null Konzernergebnis. Budgetiert hatte der Konzern 3,5 Millionen Euro Plus.
Im Juni erhöhte der ORF die Gebühren. Um die Sanierung des Küniglbergs zu finanzieren, will er noch im August den Verkauf des Wiener Rosenhügel-Areals beginnen, bewertet mit zehn Millionen. Interessiert: die Betreiber der Filmstadt Wien dort, Produzent Kurt Mrkwicka und die MR Film.
Zwei Ursachen nennen Grasl und Wrabetz für das maue erste Halbjahr:
Laut geltendem Gesetz muss der ORF seine Personalkosten praktisch laufend senken, wenn er den vorerst bis 2013 laufenden Bundeszuschuss von 30 Millionen Euro jährlich bekommen will. Er ist definiert als teilweise Abgeltung von Gebührenbefreiungen. Sie, so heißt es im ORF, sei trotz des Neins des Betriebsrats vorerst gesichert. 2,5 Millionen Euro sparte der ORF nach internen Quellen im ersten Halbjahr am Personal; wieder einmal etwa an den Honorarbudgets für die ohnehin oft prekär entlohnten freien Mitarbeiter. Weniger frei gewordene Jobs wurden nachbesetzt, Vorrückungen zurückgestellt.
Nach dem Nein des Betriebsrats zu ihrem Forderungspaket kürzen Grasl und Wrabetz "einseitig" anderswo am Personal: Für 2013 kündigen sie eine Nulllohnrunde für alle ORF-Mitarbeiter an. Zudem würden die Zuschüsse für ORF-Pensionen nicht erhöht.
Betriebsratschef Gerhard Moser lehnt die Nulllohnrunde naturgemäß ab: " Drohgebärden und Diktate fruchten bei uns nicht. Im Gegenteil", sagt Moser der APA.
"Unklug und kontraproduktiv" seien solche Ansagen, zumal man noch im August über einen neuen Kollektivvertrag reden wollte. Sie bewegten sich " am Rande der Unverschämtheit", wenn man an "fette Boni" für die Geschäftsführung denke, die zudem künftig mit automatisch zehn Prozent mehr Gehalt für das Management abgegolten würden. Das Plus liegt unter den bisherigen Boni. Moser: "Parallel zu neuen Spartenkanälen wird munter weiter Personal abgebaut, werden sogenannte 'freie Mitarbeiter' als Ersatzarbeitskräfte missbraucht." (fid, DER STANDARD, 8.8.2012)
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Früher gab es 4x3,5%=max 14% Erfolgsbonus für das Direktorium.
Da dieser gestrichen wurde sind die Gagen um 10% erhöht worden. Somit zwar 4% weniger Gage, aber ohne Risiko somit 10% mehr, als mit Aufwand.
lindner hat massenhaft freie mitarbeiter fix übernommen, denen geht es mehr als gut.
dafür ist für die freien nahezu nix mehr da.....
und wozu neun aufgeblähte landesstudios gut sein sollen können sie mir vielleicht erklären?
... musste viele Freie übernehmen, sehr oft in schlechten VGs... und genau diese tragen mittlerweile eine große Last der Programme, da in den letzten Jahren nix nachbesetzt wurde. Und wo die Landesstudios aufgebläht sind, das würd' ich gerne mal sehen - der Output (erfolgreichste TV-Sendungen in Ö, neun in ihren Zielgruppen höchst erfolgreiche Radiosender, die erfolgreichsten Chronik-Internet-Portale (trotz massivster gesetzlicher Beschränkungen), um nur ein paar Sachen zu nennen) ist für die immer weiter schrumpfende personelle Ausstattung nicht so schlecht... aber Landesstudio-Bashen ist super, wenn man in Wien wohnt, und wenn dann ein ZiB-Redakteur nicht mal weiß, aus welchem Unwettergebiet er berichtet, kann man auch gleich ORF-bashen!
Sklavenhaltung ist das bei den"Freien Mitarbeiter"
Manche arbeiten und können sich das Leben nicht mehr leisten!
Stop die Gehälter, Bonis etc in den oberen Etagen und gebt endlich Geld den Mitarbeitern + "Freiwilligen" die das Programm machen, dann kann man ORF wieder anschauen.
Sind die TV-Werbeerlöse in Österreich wirklich rückläufig, oder gar im Steigen nur nicht beim ORF, sondern nur in den Werbefenstern und bei den Privaten?
Vielleicht sollte der KD eine Volvo Flotte hinterfragen, ob Kickbacks von Werbekunden nicht dem Mutterhaus abgehen?
Vielleicht sollte manche Tochter, die (zum Glück) keine Balkangeschäfte macht wieder eingegliedert werden (ohjeh 40%) Raiffeisen.
Vielleicht sollten in Sachkosten versteckte Personalkosten hinterfragt und Geld gespart und Mitarbeiterzufriedenheit gesteigert werden?
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