Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Die Nick-Krankheit betrifft mittlerweile Kinder wie Erwachsene.
Kampala/Wien - Die Zahl der Ebola-Toten in Uganda ist laut Medienberichten vom Montag auf mindestens 21 gestiegen. Es gibt 36 Verdachtsfälle. Außerdem werden 351 Menschen wegen ihres Kontaktes zu an Ebola Verstorbenen überwacht, hieß es in der ugandischen Tageszeitung "New Vision". Doch, während das Killer-Fieber das Land erschüttert, hat sich bereits seit Monaten eine nicht minder tödliche, mysteriöse Krankheit im Norden ausgebreitet. Betroffene und Experten sind ratlos: Die sogenannte Nick-Krankheit (Englisch: "nodding disease") ist bisher weitgehend unerforscht. Fest steht, dass sie zum Tod führt und bereits tausende von Kindern in den ehemaligen Rebellengebieten der Lord Resistance Army (LRA) daran erkrankt, mehr als 300 verstorben sind.
Auf Heilung warten derzeit je nach Schätzung mehr als 3.500 (ugandisches Gesundheitsministerium) bzw. mehr als 7.000 (Weltgesundheitsorganisation WHO) Kinder in den Distrikten Kitgum, Pader, Lamwo und Gulu in Norduganda. Das ist die Region, die bereits schwer von den Nachkriegswirren des mehr als 20 Jahre andauernden Konfliktes zwischen der Regierung und der LRA betroffen ist. Die Menschen sind erst vor wenigen Jahren in ihre Dörfer zurückgekehrt, bauen sich ein neues Leben auf. Es herrscht große Armut, Essen gibt es gerade genug zum Überleben.
Antiepileptika als Therapie
Die ugandische Journalistin Harriet Anena erzählte vor kurzem in Kampala von Lucy Akello aus Kitgum, einer 40-jährigen Witwe, deren Sohn an der Nick-Krankheit verstorben ist. Frau Akello sei am Boden zerstört: "Es fing harmlos an. Eines Tages kam er von der Schule nach Hause und begann, immer mit dem Kopf zu nicken, wenn er sein Mittagessen vorgesetzt bekam." Bei der Weite des Fußmarsches den die Kinder für den Schulweg in Kauf nehmen müssen, dachte sich die zweifache Mutter nichts Schlimmes. Vermutlich sei er einfach nur müde, meinte sie.
Nachdem das Nicken aber zunahm, ging sie mit ihrem Sohn in die nächstgelegene Klinik, wo man ihm Medikamente gegen Epilepsie verschrieb. Das war im Jahr 2007. "Die Pillen halfen nichts", erzählte die Mutter, "im Gegenteil, seine Krankheit wurde schlimmer, er flog aus der Schule, brauchte durchgehende Betreuung - bis ich ihn eines Tages tot im Bett liegend fand."
Kein Einzelfall: Der ugandische "Daily Monitor" berichtete am Montag, dass in der Volksschule von Aromo Wanglobo allein im Vorjahr 165 der 532 eingeschriebenen Kinder am "Nicken" erkrankt, zwölf verstorben und 73 so schwer betroffen sind, dass sie bereits die Schule abbrechen mussten.
Das Leid ist grenzenlos. Viele Erziehungsberechtigte von an Nick-Krankheit leidenden Kindern beginnen, diese an Bäume oder Möbel festzubinden, da sie sich während der Anfälle oft selbst verletzen, in offene Feuerstellen fallen oder auf spitze Gegenstände. Außerdem werden sie orientierungslos und verlaufen sich im Wald, wo weitere Gefahren lauern.
Die tödliche endende, allmählich fortschreitende Erkrankung hat charakteristische Symptome. Bei Kindern kommt es zu einem Wachstums- und Entwicklungsstillstand und mit der Zeit zu mentaler Retardierung. Der Name ist auf die für die Erkrankung typischen Kopfnickanfälle zurückzuführen, die unter anderem auftreten, wenn das Kind Nahrung zu sich nimmt oder aber nur betrachet. Die Anfälle sind stark, aber kurz, und enden zumeist, wenn der Erkrankte zu essen aufhört, beziehungsweise den Blick abwendet. Eigenartig ist die Tatsache, dass die Anfälle nur bei traditionellem Essen ausgelöst werden. Erkrankte Kinder, denen Schokolade angeboten wurde, zeigten keine akute Symptomatik.
Übergriff auf Erwachsene
Nach früheren Ausbrüchen in Tansania in den Jahren 1960 bis 1962 wurden erste Fälle im Südsudan und in Norduganda im Jahr 2003 bekannt. Mittlerweile scheinen auch Erwachsene von der Krankheit infiziert zu sein. Die ugandische Journalistin Harriet Anena berichtete bereits im Mai, dass man, obwohl es keine offizielle Bestätigung gibt, im Krankenhaus von Kitgum bereits von 47 erwachsenen Patienten sprach.
Lucy Akello ist eine von ihnen. Nachdem ihr Sohn verstorben ist, beobachtete sie an sich selbst bald erste Anzeichen der Krankheit. Sie ist mittlerweile so geschwächt, dass sie nicht mehr aufs Feld gehen kann und von Lebensmittellieferungen abhängig ist. Die ugandische Regierung verspricht diese regelmäßig, oft kommt jedoch nichts an. "Ich hoffe, dass sie bald Heilung finden und ich das noch erlebe", meinte die Kranke.
Ihre Hoffnung scheint jedoch vergeblich. "Eine Heilung ist derzeit nicht in Sicht", betonte Peter Spencer vom Center for Research on Occupational&Environmental Toxicology an der Oregon Health&Science University (USA). "Dies würde voraussetzen, dass die Ursachen bekannt sind. Deren Erforschung wird die Basis bieten, um Prävention und möglicherweise die Bekämpfung der Krankheit zu ermöglichen."
Möglicher Zusammenhang mit Flussblindheit
Spencer war einer der ersten, die sich mit dieser bisher unerforschten Krankheit beschäftigt haben. Er war Teil des WHO-Teams, das einen ähnlichen Ausbruch im Jahr 2002 im Südsudan erforscht hat. "Die Ursachen für diese Gehirnkrankheit sind unbekannt, aber sie tritt häufig bei Kindern auf, die auch mit Onchozerkose (Flussblindheit) infiziert sind. Allerdings ist Onchozerkose auch in vielen anderen Teilen der Welt vorherrschend, wo Nick-Krankheit nicht vorkommt."
In Kampala ist ugandischen Medienberichten zu Folge vergangene Woche am Donnerstag eine von der WHO organisierte Konferenz im Sheraton Hotel zu Ende gegangen, bei der nicht nur Spencer sondern auch Experten vom In-und Ausland teilgenommen hatten, um den aktuellen Forschungsstand zur Nick-Krankheit zu diskutieren. Neue Ergebnisse wurden nicht präsentiert, lediglich eine neue Studie in Auftrag gegeben. (APA, 7.8.2012)
Chinesische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass das Influenzavirus A(H7N9) von Hühnern und/oder Tauben auf den Menschen übertragen wird. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch schließen sie aus
Das H7N9-Vogelgrippevirus kann nicht nur im direkten Kontakt mit einem infizierten Tier, sondern auch über die Luft übertragen werden
Jedes Jahr gibt es mehr als vier Millionen nosokomiale Infektionen, 17 Prozent davon infolge von Operationen
Noch nie waren so viele Menschen von HIV betroffen - der Anstieg ist aber primär auf die steigende Lebenserwartung durch die Fortschritte in der Therapie zurückzuführen
Die Grippewelle setzte in diesem Winter früher als sonst ein und verläuft hartnäckiger - Eine Pandemie ist jedoch nicht zu erwarten
Aidsforscher Carl Dieffenbach weist auf ein neues Präparat hin, das 2014 in Afrika getestet werden soll
Entgegen den Behauptungen stagniert die Zahl der HIV-Infektionen in Österreich - 2012 gab es 525 neue Diagnosen
Die Situation habe sich keineswegs entspannt, der neue Coronavirus erfordere weltweite Wachsamkeit, so die Experten
AGES, Hygieneexperten und Mediziner schlagen Alarm: Seitens der Spitäler bestehe Handlungsbedarf
Infektionen können dazu führen, dass die Blutbildung im Körper an ungewöhnlichen Stellen stattfindet
Die neue Variante des Norovirus "Sydney 2012" könnte heuer für besonders viele Fälle sorgen
40 Fälle von Erkrankungen weltweit seit April vergangenen Jahres - Weiterer Fall in Saudi Arabien
8.900 Neuerkrankungen an Influenza und grippeähnlichen Infekten in Wien - Virologe: "Wir rufen noch keine 'Grippewelle' aus"
Seit September 2012 starben bereits 20 Menschen am neuen Coronavirus NCoV. In Saudi-Arabien ist das Virus erstmals von Patienten auf zwei Spitalsangestellte übertragen worden
Für immobile Patienten sind Druckgeschwüre eine ständige Bedrohung - Ein neu entwickeltes Bettlaken verringert die Reibung
Da Geflügel nicht erkennbar erkrankt, ist das Risiko hoch, dass infizierte Hühner, Enten oder Tauben verzehrt werden
Beginn der Grippe- und Erkältungssaison: Veröffentlichte Zahlen wöchentlicher Neuerkrankungen sind noch niedrig - Zwischen grippalem Infekt und Influenza wird nicht unterschieden
Die Entstehung resistenter Keime kann durch herkömmliche Antibiotika-Therapien beschleunigt werden, warnt ein internationales Wissenschaftlerteam
80 Prozent aller Verbrennungsunfälle geschehen in der Küche. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind Kinder unter drei Jahren
H7N9 wird vermutlich in Ausnahmefällen von Mensch zu Mensch übertragen
Zwar halten Medikamente das tödliche Virus mittlerweile in Schach, doch Heilung ist nicht in Aussicht - Penible Überwachung, neue Studien zu Resistenzen und Forschung sind wichtiger, denn je zuvor
Schnelle Impfstoffentwicklung ist unwahrscheinlich
35.700 Fälle in Europa: Virologen fürchten die Rückkehr der potenziell ausrottbaren Krankheit, die zu tödliche Komplikationen führen kann
Die Schweizer Kommission für sexuelle Gesundheit zweifelt an der Qualität der übers Internet erhältlichen HIV-Tests für zuhause
Mikrobiologen der Uni Zürich bestätigen eine weitere durch Zecken übertragbare Krankheit in der Schweiz - die Neoehrlichiose
zB. Milchpulver mit BSE? oder andere "Hilfslieferungen", oder auch "Hilfen" in Form von Impfstoff- und Medikamentenstudien, die den Kindern "kostenlos" zur Verfuegung gestellt wurden bzw. an sie ueber Nahrungsmittel abgegeben wurde.
Auch zB der Schweinegrippeimpfstoff hat bei va Kindern zu Narkolepsie gefuehrt.
die impfstoff-entwicklung-studien mit serum auf heimischer affeninnereinen gezüchtet hat es doch nie gegeben
die us-behörden haben die für den impfstoff benötigen affen doch quer über 2 kontinente transportiert
...blöder zufall das in diesem gebiet hiv seinen ursprung nahm
...aber das doch nur weil die mit affen ..pfui gack..machen-
nur dann hätts die durchseuung der bevölkerung schon seit 1000enden jahren geben müssen
denn sexualpraktiken sind so alt wie die menschheit
Viren entstehen immer wieder neu durch Mutation und Fusion mit anderen Viren. HIV wirkt nicht gerade als ob es vom Himmel gefallen wäre, das hat auch seine mutierte bucklige Verwandtschaft.
Also kann es gut sein dass es in Affen entsteht, da nur ein leichter Schnupfen ist und dann auf den Menschen per Blutkontakt kommt.
Sex stelle ich mir mit einem lebendigen stärkeren und unwilligen Lebewesen eher schwierig vor...Übertragung per Blut nach Kampf oder während Experimenten, die ja erst seit Kurzem unethisch sind, geht wesentlich öfter vonstatten als *das*.
Wahrscheinlich wurde die Pest im Mittelalter auch von einer Impfung ausgeloest, nicht wahr.
Es ist immer wieder faszinierend, wenn sich Menschen aus all dem Unwissen das sie angesammelt haben, eine Meinung bilden, die sie dann gegen jede Faktenlage verteidigen.
Michael
Das wäre durchaus denkbar, es gibt viele Parasiten, die sich dort einnisten, vermutlich in der Gegend des Hypothalamus?
Das könnte auch die Anfälle erklären, durch die Stimulation des Parasit.
http://www.niaid.nih.gov/news/news... eworm.aspx
Und Fadenwürmer sind ja die Ursache für die Flussblindheit.
anscheinend ist mit der krankheit kein geld zu machen für die pharmafirmen deshalb wird das auch nicht als weltweiter bedrohung eingestuft und panik bricht aus in teilen der bevölkerung
auf jeden fall sind hier mehr leute gestorben als bei der vogelgrippe weltweit und das ums mehrfache - und anscheinend ist die krankheit ja sogar ansteckend.
naja - man wird wohl bis zur nächsten grippe warten müssen (schafsgrippe, ziegengrippe?) mit 1000 erkrankten nach 2 monaten und 10 todenfällen damit man von einer weltweiten epidemie sprechen kann.
es geht ja darum: warum intressiert es niemanden im gegensatz zur vogel- oder schweinegrippe.
2 krankheiten bei denen es bei der einen kaum erkrankte menschen gab und die andere sogar harmloser verläuft als die herkömmliche grippe und prozentuell weniger todesfälle verursacht.
Weil die Hypes um Vogel-/Schweine-/Katzen-/Hamster-/Wasauchimmergrippe bewusst ausgelöst werden, um Geld zu scheffeln durch Impfungen und sonstige Pharmaprodukte. Gegen die Nickkrankheit habens kein Medikament und selbst wenn es eines gäbe, betrifft es so gut wie nur Leute, die sichs eh nicht leisten könnten (was ev. auch der Grund dafür ist, warum es noch keine Erklärung und Heilung für die Krankheit gibt). Somit wäre es für die Pharmakonzerne reine Zeit- und Geldverschwendung hier eine Massenpanik ala Schweinegrippe zu veranstalten.
1) weiß man nicht warum die leute krank werden
2) wenn zuerst das eine familienmitglied krank wird oder dann die anderen (und das wird oben im text erwähnt) dann kann es 2 möglichkeiten geben...
- sie sind irgendeiner krankmachenden substanz ausgesetzt
- die krankheit ist ansteckend
da man aber nicht weiß welcher punkt zutreffend ist sollte man das halt mal untersuchen
Sehr eigenartig.
Es wird wohl eine Infektionskrankheit sein, die das Gehirn schädigt, ähnlich der Tollwut - dort gibt es ja das Symptom der Hydrophobie, die Erkrankten bekommen Krampfanfälle beim Anblick von Wasser und haben schwere Schluckbeschwerden.
Grausliche Sachen gibt es.
es ist sicher eine infektionskrankheit weil anders das übergreifen auf andere personen nicht zu erklären ist.
ich könnte mir vorstellen, dass nur traditionelles essen die anfälle auslöst weil es die stärkste reizung der betroffenen hirnregion auslöst (also am stärksten mit essen assoziert wird).
der anblick und geruch (sogar die vorstellung)
von (bekannten?) speisen setzt ein reflexgeschehen (kephale phase) in gang:
Sog. Appetitsaft wird sekretiert.
Dieser enthält Salzsäure, Pepsin, Gastrin.
Letzteres regt die Darmmotorik und
Sekretion des Pankreas an.
(Schnellschusstheorie: Könnte das so
ausgeschüttete Insulin eine Unterzuckerung und somit einen Anfall
auslösen?)
alkohol und koffein regen diese phase
auch an. würde der konsum
davon bei kindern einen anfall auslösen?
kenn mich zu wenig aus, vllcht liest
das hier ein biochemiker/pharmazeut etc...
Ob 8 Mrd. Menschen zu viele sind, hängt in erster Linie davon ab, was diese 8 Mrd. Menschen tun. Wenn sie so leben wollen wie der Durchschnitts-Österreicher, ist der Kollaps eine Frage weniger Jahre. Wenn sie nachhaltig leben und arbeiten, können 8 Mrd. Menschen durchaus auf Dauer mit den anderen Arten auf diesem schönen Planeten koexistieren und dabei sogar noch ein angenehmes Leben in zumindest bescheidenem Wohlstand führen.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.