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Wien - Teamchef Marcel Koller freute sich am Dienstagvormittag "sehr". Über das zahlreiche Erscheinen und darüber, "dass ich wieder einen Kader bekanntgeben darf". Jenen für das Länderspiel am 15. August im Happel-Stadion gegen die Türkei. Der Schweizer zählte die 24 Namen auf, sagt zu jedem Auserwählten ein bis drei freundliche Sätze, lieferte nachvollziehbare Begründungen. Auf Überraschungen hat er verzichtet, es ist zum Beispiel kein Kicker von Wiener Neustadt dabei. "Das große Gerüst steht, praktisch jede Position ist doppelt besetzt. Wir haben uns darauf festgelegt, dass wir im Nationalteam ein Team bilden, damit wir nicht jeden Lehrgang bei null beginnen müssen und unsere Philosophie weiterfahren können."
Gegen die Türkei gehe es darum, "weitere Automatismen einzuüben. Das Verhalten bei Ballbesitz, das Pressing für die Balleroberung. Wir müssen schauen, öfter in den Strafraum zu kommen. Aber das ist nichts Neues."
Die WM-Qualifikation naht gnadenlos, am 11. September gastiert Deutschland in Wien. Die Türkei, der Koller "individuelle Klasse und Aggressivität" bescheinigt, dient trotzdem nicht als Generalprobe. " Sondern nur als letzter Test." Der August ist fußballerisch gesehen ein heikler Monat. "Weil die Legionäre in der Vorbereitung stecken. Sie habe schwere Beine, sind erst bei 80 Prozent des Leistungsvermögens. Aber das gilt für alle Nationen." Kapitän Marc Janko ist maximal bei 50 Prozent, aufgrund von Verletzungen konnte er in Porto nur sporadisch mittrainieren. "Er will unbedingt kommen. Und ich will es auch."
Was Koller überhaupt nicht wollte, ist die Verletzung von David Alaba. Der Bayern-Legionär laboriert an einem Ermüdungsbruch im Fuß, wurde operiert. Die Zeit ist knapp, vermutlich kommt das Deutschlandspiel für Alaba zu früh. Koller pflegt telefonischen Kontakt. "Er war sehr traurig, jetzt geht es wieder. Er kann im Fitnessstudio seinen Oberkörper stärken. Er wird Muckis aufbauen und eine neue Konfektionsgröße benötigen." Koller braucht eine Alternative. "Ich werde jemanden finden, der ihn ersetzt. Er soll kein zweiter Alaba sein. Der Ausgewählte soll der bleiben, der er ist."
Franz Schiemer wurde nicht nominiert. Er hatte Anfang Juni am Lehrgang in Seefeld nicht teilgenommen, die Spiele gegen die Ukraine (3:2) und Rumänien (0:0) versäumt. Schiemer zog es vor, zu heiraten. Koller: "Abgehakt, ich habe ihm zur Hochzeit gratuliert. Aber ich habe Alternativen ausprobiert, die haben sich bewährt."
Zwei verhaltensauffällige Burschen wurden einberufen, der Rapidler Guido Burgstaller und der Dauerbrenner Marko Arnautovic. Burgstaller hatte beim Beachvolleyball-Turnier in Klagenfurt angeheitert randaliert. Koller wird sich mit ihm kurz unterhalten. "Aber Rapid hat Konsequenzen gezogen, ihn abgemahnt. Er zeigte Reue. Es macht keinen Sinn, junge Menschen viermal zu bestrafen." Arnautovic hatte Wickel mit einem Wiener Polizisten, er sagte bei einer Verkehrskontrolle: "Ich bin was Höheres als du, ich kann dein Leben kaufen." Die Entschuldigung folgte. Koller: "Es ist mir wichtig, dass Teamspieler nach außen hin gut auftreten."
Erstmals ist Christoph Leitgeb im Aufgebot, der Salzburger hat übrigens nichts angestellt, vom Scheitern an Düdelingen abgesehen. "Ich will ihn kennenlernen."
Eine atmosphärische Veränderung ist fix. Die Nationalmannschaft residiert vor Partien in Wien in einem Innenstadthotel und nicht mehr in der steirischen oder burgenländischen Natur. Einöde würde Koller niemals sagen. "Das hat nichts damit zu tun, dass die Spieler zu Mittag am Graben shoppen gehen können. Aber ich will weg von der Isolation. Sie sollen merken, dass es andere Menschen als Fußballer gibt."
Für das Türkei-Match sind erst 10.000 Tickets abgesetzt. Koller: " Manchmal, wenn ich Zeitungen lese, könnte man glauben, dass wir Top Ten sind. Das sind wir bei weitem nicht." (Christian Hackl, DER STANDARD, 8.8.2012)
Kader für das freundschaftliche Länderspiel am 15. August (20.30 Uhr) in Wien gegen die Türkei:
Tor: Robert Almer (Fortuna Düsseldorf/GER, 2 Länderspiele/3 Gegentore), Christian Gratzei (Sturm Graz, 10/21), Heinz Lindner (Austria Wien, 1/2)
Abwehr: Aleksandar Dragovic (FC Basel/SUI, 16 Länderspiele/0 Tore), Christian Fuchs (Schalke/GER, 47/1), György Garics (Bologna/ITA, 26/1), Florian Klein (RB Salzburg, 11/0), Emanuel Pogatetz (Wolfsburg/GER, 47/2), Sebastian Prödl (Werder Bremen/GER, 33/3), Paul Scharner (vereinslos, 40/0), Markus Suttner (Austria Wien, 3/0)
Mittelfeld: Julian Baumgartlinger (Mainz/GER, 21/0), Guido Burgstaller (Rapid, 3/0), Martin Harnik (Stuttgart/GER, 29/7), Andreas Ivanschitz (Mainz/GER, 55/9), Jakob Jantscher (Red Bull Salzburg, 9/1), Zlatko Junuzovic (Werder Bremen/GER, 19/2), Veli Kavlak (Besiktas Istanbul/TUR, 17/0), Christoph Leitgeb (RB Salzburg, 27/0), Yasin Pehlivan (Gaziantepspor/TUR, 16/0)
Sturm: Patrick Bürger (Mattersburg, 2/0), Marc Janko (FC Porto/POR, 27/11), Marcel Sabitzer (Admira, 1/0), Okotie (Sturm Graz/4/0)
Auf Abruf: Lukas Königshofer (Rapid, 0) - Martin Hinteregger (Red Bull Salzburg, 0), Manuel Ortlechner (Austria Wien, 8/0), Franz Schiemer (RB Salzburg 23/4), Andreas Ulmer (Red Bull Salzburg, 2/0), Christopher Drazan (Rapid, 3/0), Stefan Kulovits (Rapid, 5/0), Christopher Trimmel (Rapid, 3/0), Erwin Hoffer (Eintracht Frankfurt/GER, 28/4), Philipp Hosiner (Admira Wacker, 1/0)
Koller verzichtet auf Überraschungen - Auch Reservist Janko bei WM-Quali-Match im Juni dabei - Özcan ersetzt Königshofer - Und der Teamchef bestätigt das Interesse aus Bern
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Das Happel-Stadion wird bei der mehr als vorentscheidenden Partie des Teams am 7. Juni mit knapp 50.000 Menschen gefüllt sein
Das 2:2 in Irland könnte, muss aber nicht Goldes wert gewesen sein. Für Teamchef Koller bleibt der Weg zur WM nach Brasilien "verdammt hart". Die Nation glaubt an ihre Fußballer, am 7. Juni steigt in Wien gegen Schweden das erste Finalspiel
Österreich bleibt nach einem 2:2 gegen Irland im Rennen um die WM 2014. David Alaba gelingt in letzter Minute der Ausgleich für das Team von Marcel Koller, das nur zu Beginn und gegen Ende halbwegs überzeugen kann
Bayern-Legionär sichert mit einem Treffer in der Nachspielzeit das 2:2-Remis in Irland. ÖFB-Team sah trotz 1:0-Führung lange wie der Verlierer aus
Star der Iren ist eindeutig ihr italienischer Trainer Giovanni Trapattoni. Marcel Koller glaubt trotzdem, dass am Dienstag eher die Spieler entscheiden werden. Robbie Keane fällt aus
Die Färöer sind abgeschlossen und das ÖFB-Team blickt am Dienstag in Dublin einer ungleich schwierigeren Aufgabe entgegen. Koller lässt die Stürmerfrage offen
Österreich fertigte die Färöer mit 6:0 ab und hofft weiterhin auf die WM-Teilnahme. Philipp Hosiner erzielte zwei Tore
Auf der Reise nach Brasilien sind die Insulaner kein Stolperstein für das ÖFB-Team - Doppelpack Hosiner
Marcel Kollers Vertrag läuft im November aus, ob er dem ÖFB darüber hinaus erhalten bleibt, hängt in erster Linie von den Ergebnissen ab. Auch eine Rückkehr in den Klubfußball ist für den Schweizer reizvoll
Legionär ortet "Bayern-Mentalität" im ÖFB-Team - Koller und Alaba vor WM-Quali-Duell mit Färöern am Freitag eindeutig zuversichtlich
Die WM-Quali gegen die Färöer rückt näher, am Freitag ist es so weit. Die Vorbereitung des Fußballteams läuft unfallfrei ab. Marko Arnautovic spekuliert mit einem frühen Tor, Andreas Ivanschitz auch. Es zählen der Sieg und der Glaube an Brasilien
Das Nationalteam der Färinger besteht nicht mehr aus Fischern oder Briefträgern. Es handelt sich um richtige Fußballer. Teamchef Lars Olsen kennt das Hauptproblem: "Seit mehr als 20 Jahren verteidigen wir nur"
Das ÖFB-Team weist gegen die Färöer eine ausbaufähige Bilanz auf. Und jetzt kommt auch noch die Zipfelmütze zu Besuch
mein ganz persönliches, kommerzfreies Nazionalteam,wenn ich Teamchef wär:
Königshofer (ole,ole, Novisad tuat weh)
Dober, Patocka, Sonnleitner, Katzer
Prager, Kulovits, Alki Burgstaller, Drazan II.
Maierhofer, Hoffer
Ersatz: Lukse, Trimmel, Alar, Pichler, Zokki Barisic, Gartler, Schrammel, Wydra, Schaub
muß man Dein obiges Posting nicht unbedingt als "Spaß" verstehen. Sondern eher als das, als was es tatsächlich gemeint zu sein scheint.
P.S.: Wenn wirklich "Spaß" hätte sein sollen, solltest Du zu Beginn des Postings den "Satire-on"-Button und zu Ende den "Satire-off"-Button drücken!
da sollten sich die Herren vom ÖFB nicht wundern. Dieser Gegner ist nun einmal nicht sonderlich attraktiv. Erstens haben wir erst vor nicht einmal einem Jahr gegen die Türkei gespielt und zweitens ist halt gegen die Türkei die Atmosphäre eher wie bei einem Auswärtsmatch, was auch vielen nicht so zusagt.
Man sollte bei Freundschaftsspielen schauen, dass man gegen Länder antritt, gegen die man schon lange nicht mehr gespielt hat, z.b. haben wir ewig nicht mehr gegen Portugal gekickt
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