Kim Dotcom: "Polizei hat mich geschlagen und getreten"

7. August 2012, 10:34
  • Kim Dotcom erhebt schwere Anschuldigungen gegen die neuseeländische Polizei.
    foto: epa

    Kim Dotcom erhebt schwere Anschuldigungen gegen die neuseeländische Polizei.

Der Polizeieinsatz war bereits im Juni vom Gericht als illegal eingestuft worden

Megaupload-Gründer Kim Dotcom erhebt schwere Anschuldigungen gegen die neuseeländische Polizei. Der unter anderem wegen Urheberrechtsverletzung im großen Stil und Geldwäsche angeklagte Deutsche soll während der Razzia auf seinem Anwesen im Jänner von den Beamten misshandelt worden sein.

Polizeieinsatz mit Hubschraubern

Polizisten hätten ihn ins Gesicht geschlagen und getreten, als er am Boden lag. "Ich habe geschrien und hatte Schmerzen", erklärte Dotcom laut Reuters am Dienstag bei einer Anhörung vor Gericht. Dotcom - auch bekannt als Kim Schmitz - berichtete von einem Polizeieinsatz mit über 70 schwerbewaffneten Beamten und Hubschraubern. Nachdem er lautes Geschrei gehört habe, sei er in seinen Panikraum geflüchtet.

Razzia illegal

Das Vorgehen der Polizei war schon zuvor kritisiert und Ende Juni vom Gericht als illegal eingestuft worden. Im Rahmen des Polizeieinsatzes waren neben mehreren Computern und Festplatten auch Kunstgegenstände und Autos beschlagnahmt worden. Nun soll geklärt werden, was mit den Besitztümern des Megaupload-Gründers passieren soll.

Auslieferungsverfahren im März

Der Einsatz war auf Betreiben des FBI durchgeführt worden. In den USA wird Dotcom und weiteren Mitarbeitern vorgeworfen, mit Megaupload 175 Millionen US-Dollar durch die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalten verdient zu haben. Über eine Auslieferung an die USA soll erst im März entschieden werden. (red, derStandard.at, 7.8.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 54
1 2

"Polizei hat mich geschlagen und getreten"
Eines Tages wachte er auf und fand sich zu "dotcom" verwandelt. :-p
Erinnert mich an "Die Verwandlung", da geht die Familie letztendlich auch nicht gerade sanft mitn Gregor um.

Polizei ist überall gleich

Auch im ruhigen Neuseeland sind die gleichen Typen bei der Kieberei wie in Russland, Kongo, Österreich oder USA.

Egal ob kriminell oder nicht - er hat dieselben Rechte wie alle. Dass unterscheidet eine Demokratie von einer Diktatur.

Nur: das Ziel einer Demokratie ist es, frei zu leben und die Verbrecher zu bestrafen.
Das einer Diktatur zu hetzen und einen Sündenbock zu richten.

Auch der Herr Kim hat seine Rechte. Wer sie ihm verwehrt, wird sich wohl in Saudi-Arabien wohler fühlen...

Natürlich hat er Rechte. Aber ich finde es immer lustig wenn Leute, die es selbst nicht so genau mit dem Gesetz nehmen, dann einen auf wehleidig machen.

Egal, was man über schmitz denkt:

Dasd ist schlicht raub durch den staat. die autos gehören jetzt uns, das geld gehört auch uns, usw., usw. That's just day light robbery.

rollt ihn doch endlich zurück ins meer!

Ich bin

2 Öltanks !

Die haben ihn Singen gehört,und wenn man schon mal die gelegenheit dazu hat.

...so schön kann er sicher nicht "singen"...aber eine geniale idee hatte er auf jeden fall...

Wär er halt im Panik Room geblieben bis sein Anwalt da ist.

Er ist drin geblieben, bis sie ihn "herrausgeschnitten" haben: http://www.golem.de/1201/89226.html

Wenn das Vorgehen der Polizei illegal war,

gibts dann irgendwelche Konsequenzen gegen den leitenden Beamten?

Und wenn nein: wieso nicht?

Nein - is doch Polizei.

Wie viele Millionen

habe unsere Politiker und Lobbyisten illegal verdient?

Könnt mir irgendwer nochmal deren Verhaftung schildern?

Ein 2 Meter Riegel verschanzt sich mit einer Pump-Gun im Panik Room und wundert sich dann, dass die Cops keine Samt-Handschuhe anzogen haben.

(Reine PR-Aktion! Sehr gutes Timing.)

bürgerrechte?

Selbstverständlich!

Aber bitte straf- und zivilrechtlich einklagen und nicht wehleidig via Medien nach zwei Monaten d'raufkommen.

Weshalb nicht? Wenn die sogenannten Gesetzesvertreter sich auffuehren wie eine Bande Schlaeger, dann kann und soll die Oeffentlichkeit das ruhig ueber die Medien erfahren.

Auslieferung an die USA?

Blader, jetzt ist Schluss mit lustig!

"...Kim Dotcom: "Polizei hat mich geschlagen und getreten"..."

ist schon ganz ok so, aber die server wegzusperren war übel von ihnen.

Ich hoffe dass er trotz Mängeln in der Durchführung seine Strafe erhält.

Wenn er die Waffe tatsächlich in der Hand gehabt hat, kann er, unabhängig davon ob die ersten zwei Ladungen tödlich gewesen wären oder nicht, froh sein, nicht gleich erschossen worden zu sein.

So ein Koffer. Was erwartet sich der.

Bewaffnete dringen illegal in sein Haus ein. Die sollen froh sein, dass er nicht alle erschossen hat.

Das ist Neuseeland,

nicht USA!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 54
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.