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Das nennt man wohl Scheitern auf hohem Niveau. Viel war in den vergangenen Monaten die Rede von Ridley Scotts Wiederannäherung an den berühmten "Alien"-Stoff: die großartigen Hauptdarsteller Michael Fassbender und Noomi Rapace, die mit dieser Hauptrolle endgültig in Hollywood Fuß gefasst hat; die besseren technischen Möglichkeiten für Spezialeffekte als noch Ende 1970er/Anfang 80er Jahre, als Scott mit "Alien" und "Blade Runner" Genre-Maßstäbe setzte; und ein beeindruckender Internet-Hype um die Suche nach den außerirdischen Ursprüngen der Menschheit. Doch der sowohl physisch als auch philosophisch angelegte "Prometheus" funktioniert leider nur bedingt - und ist trotzdem hervorragende Science-Fiction-Unterhaltung. Ab Donnerstag im Kino.
Vorhersehbare Geschichte
Der scheinbare Widerspruch ist eigentlich keiner: Scott taucht tief ein in die menschliche Psyche und die dunklen Geheimnisse der Galaxis, lässt aber die erzählte Geschichte recht vorhersehbar und mit prätentiösem Überbau über die Leinwand ziehen. Das ändert nichts daran, dass die visuellen Entwürfe - einmal mehr basierend auf H. R. Giger - eindrucksvoll sind, die Ausstattung mit viel Liebe zum düsteren Detail gefertigt wurde und die anfänglichen ruhigen Fahrten des Raumschiffs "Prometheus" durch das All an große Vorbilder wie Kubricks Weltraumodyssee erinnern. Fassbender ist dabei offenbar ganz allein auf dem Schiff und sieht sich nicht zuletzt alte Filme an - ein Android, der das Kino schätzt und (daher) an seine Unabhängigkeit glaubt.
Unheilschwangere Unternehmung
Nach fast zweijährigem Kältetiefschlaf weckt er die Crew auf, als mit einem fernen Planeten das Ziel der Reise erreicht wird. Dieses Ziel hat ein Archäologenteam, darunter die aus den schwedischen Stieg-Larsson-Verfilmungen bekannte Rapace, vorgegeben, das im Jahr 2089 in Höhlenmalereien eine galaktische Karte entzifferte, die zum Schöpfer der Menschen führen soll. Ein milliardenschwerer Konzern, vertreten auf der Brücke durch Charlize Theron, finanziert die unheilschwangere Unternehmung, die im Kontrast zwischen den düsteren Höhlen auf dem fremden Mond und den sterilen Räumen an Bord des Raumschiffs angesiedelt ist. Dass die Entdeckungen in den Höhlen nicht besonders friedvoll sind, lässt das Horror-Genre bereits vermuten.
33 Jahre nach "Alien"
"Prometheus - Dunkle Zeichen" kommt 33 Jahre nach dem ersten "Alien"-Teil ins Kino, der einst drei unterschiedlich gelungene Fortsetzungen und später noch zwei Crossover-Projekte ("Alien vs Predator" in zwei Teilen) zeitigte, und erinnert in zahlreichen Motiven an den ursprünglichen Stoff. Die Geschichte selbst, die kein direktes Prequel zu "Alien" darstellt, orientiert sich dagegen an H.P. Lovecrafts Erzählung "At the Mountains of Madness" aus dem Jahr 1931. Anstelle von Sigourney Weavers legendärer "Alien"-Protagonistin Ripley ist diesmal Noomi Rapace als zentrale weibliche Heldin im Einsatz - und auch wenn die Fußstapfen groß sind, die sie zu füllen hat, so meistert sie die Aufgabe doch ausgezeichnet. Weibliche Helden sind im Blockbusterkino schließlich immer noch selten.
Einnahmen blieben hinter Erwartungen zurück
Scott konzentriert sich in seiner Inszenierung indes einmal mehr auf schroffe Landschaften und eine ausführliche Exposition im ersten Teil, während die zweite Hälfte des Films dann langsam mit dem Gemetzel durch die außerirdischen Wesen aufwartet. Warum hätte er das erfolgreiche Konzept auch ändern sollen, wenn sich der Altmeister doch im Alter von 74 Jahren den Traum einer Rückkehr in das "Alien"-Universum erfüllt hat? Dass der Film zudem in 3D ist, freut oder stört nicht sonderlich, ebenso wie die mythologischen, religiösen oder symbolischen Hinweise den Film weder besser noch schlechter machen. Interessanter ist da schon, dass die Einnahmen bisher weit hinter den Erwartungen zurückblieben - eine Fortsetzung (und damit das "richtige" Prequel) soll dennoch folgen. (APA, 7.8.2012)
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Bin mir sicher der Film ist super! Schlechte Kritik macht einen Film noch lange nicht schlecht. Es gibt genug Alien Fans die sich bestimmt sehr darauf freuen mal wieder was abseits von Alien vs. Predator zu sehen.
Und das ewige "Im Originalton ist er besser".....ja wenn man vielleicht gebürtiger Amerikaner oder Engländer ist, oder aber so weltoffen und intellektuell rüberkommen möchte ;-) Aber als gebürtiger Deutscher oder Österreicher der fast nie englisch spricht oder verwendet und mit Synchronisation aufgewachsen ist, gibt es nix Besseres ;-)
... ich kann mir vorstellen, dass wie bei "The Dark Knight Rises" die synchronisierte Fassung vermasselt wurde. In der Originalfassung ist der Film um Welten besser.
z.B. bei der deutschen Synchronfassung hört man beinahe durchgehend die Titelmusik im Hintergrund.
Ich schaue vor allem US-Serien im Originalton.
Filme so gut wie nie. Im Kino meist nicht möglich und meine "Begleiter/innen und Mitzuseher/innen" können sich nicht wirklich dafür begeistern.
Darum ging es mir aber nicht. Vielmehr darum, dass TDK Rises einfach ein schlechter Film ist und mich herbe enttäuscht hat.
Deshalb werde ich ihn mir auch sicherlich kein weiteres mal ansehen.
Völlig egal wie schlecht die Deutsche Synchro ist und wie gut er im Original auch immer sein mag - von der Sprache.
Er ist und bleibt einfach schlecht.
Ich hab mir TDKR gestern Abend im Original angesehen (in Graz spielt es ihn wenigstens in zwei Kinos OV bzw OMU).
Es war wie so oft das bei nichtsynchronisierten Filmen das Problem, dass die Sprache irgendwie in der (Hintergrund-)Musik untergeht - das hat nix mit meinen Englischkenntnissen zu tun, dass ist ein rein akustisches Problem, dass meine Ohren nicht gewohnt sind. Und ich würde ihn nicht als "einfach schlecht" bewerten, es gab zwischendurch durchaus gute Szenen. Aber ja, im großen und ganzen ist er nicht gut. Abgesehen von den Logikfehlern: Gotham ist dieses Mal imho ein "NYC Nachbau", der Film ist zum Teil eine Lobeshymne auf das NYPD, niemand will einen Endkampf bei Sonnenschein und Schneegestöber und es war alles viel zu hell---
Dem kann ich nur zustimmen. Abgesehen davon wechselt es sogar in der selben Szene von Tag auf Nacht. Billige Fehler!
Von "Batman dem Superhelden" war ja ohnedies nicht viel zu sehen. Von den 167 Spielminuten des Films war er ja ca. 160 Min. krank. :-(
ich muss sagen ich fand den Film so schlecht, dass ich mir nicht sicher bin, ob er dadurch nicht schon wieder gut ist...
Beispiel:
Wie üblich wird an Board des Raumschiffes viel geraucht...sogar an eine im Raumanzug eingebaute Bong wurde gedacht... wenn soviel "Liebe" ins detail gesteckt wird, ist klar das die Story darunter leiden muss...
Okay, laut Filmkritik wars also ein Flop.
Was lernen wir daraus?
Nichts ist wichtiger als der Plot!
Visuelle Effekte sind unwichtig, wenn der Plot Mist ist!
(Siehe in diesem Zusammenhang James Camerons letztes Weltraumabenteuer: Das war Pocahontas mit blauen Menschen, also schnarchig.)
Das wusst ich schon vor 2 Monaten nachdem ich die "Reviews" von Spoony (http://spoonyexperiment.com/2012/06/0... ometheus/) oder vom Cinema Snob (http://thecinemasnob.com/2012/06/0... nted.aspx) gesehen hab, dafür brauch ich keine überlange Kritik von der APA
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