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Frankfurt - Der DAX ist am Dienstag weiter gestiegen und der viel beachteten 7.000-Punkte-Marke ein Stück näher gekommen. Von Marktexperten hieß es, die anhaltende Hoffnung auf liquiditätsfördernde Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) stütze den Aufwärtstrend. Enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland und Italien hatten nur kurzzeitig gebremst.
Der deutsche Leitindex gewann bis zum Handelsende um 49,23 Punkte (plus 0,71 Prozent) auf 6.967,95 Einheiten dazu. Der TecDAX zog um marginale 0,54 Punkte oder 0,07 Prozent auf 796,37 Punkte nach oben. Der M-DAX verbesserte sich um 41,70 Punkte oder 0,37 Prozent auf 11.167,50 Stellen. Der HDAX schloss mit 3.572,09 Einheiten und einem Aufschlag von 23,07 Zählern oder 0,65 Prozent. Der C-DAX stieg um 3,99 Punkte oder 0,65 Prozent auf 616,25 Zähler.
"Nachdem der deutsche Aktienmarkt in den vergangenen Tagen einen förmlichen Draghi-Sprint vollzogen hat, hellt sich die Gesamtmarktlage nun stark auf", sagte ein Händler von MWB Fairtrade. Investoren schöpften Hoffnung, dass das Wirtschaftswachstum schon sehr bald wieder Fahrt aufnehmen werde. Marktteilnehmer sehen nach der jüngsten Rally allerdings auch zunehmend die Gefahr von Gewinnmitnahmen.
Die Berichtssaison setzte sich im DAX mit Zahlen von Munich Re und E.ON fort. Die Aktien des weltgrößten Rückversicherers stiegen um 0,51 Prozent, nachdem dieser sich optimistischer für das laufende Jahr geäußert hatte und auf gutem Kurs sieht, den ursprünglich angestrebten Jahresgewinn von 2,5 Mrd. Euro leicht zu übertreffen. Nach überzeugenden Halbjahreszahlen von E.ON legten die Aktien des größten deutschen Energiekonzerns um 1,96 Prozent zu.
Stahlwerte legten zu weil sich laut Händlern nun eine Bodenbildung bei den Stahlpreisen abzuzeichnen scheint. Zudem seien Stahlaktien dem Gesamtmarkt in jüngster Zeit hinterher gelaufen, hieß es. Die Papiere von ThyssenKrupp verteuerten sich nach ihrem kräftigen Vortagesplus um weitere 2,66 Prozent. Klöckner & Co sprangen im MDAX mit einem Aufschlag von 8,45 Prozent auf den ersten Platz.
Ferner gewannen im MDAX die Titel des Roboterbauers Kuka nach einem überraschend hohen Umsatz- und Gewinnsprung im zweiten Quartal und angehobener Unternehmensprognose um 2,88 Prozent. Im TecDAX sanken die Titel von Pfeiffer Vacuum indes um 2,24 Prozent, nachdem der Spezialpumpen-Hersteller wegen der Konjunkturabkühlung einen Umsatz- und Gewinnrückgang ausgewiesen hatte. (APA, 7.8.2012)
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