RHI verdient unerwartet stark

7. August 2012, 08:55

Ein Viertel mehr Nettogewinn konnte im Halbjahr verzeichnet werden. Hohe Investitionen und Dividende knabberten liquide Mittel an

Wien - Beim börsenotierten Feuerfestkonzern RHI ist der Gewinnanstieg im ersten Halbjahr etwas kräftiger ausgefallen als von den meisten Analysten erwartet. Der Nettogewinn kletterte um 27 Prozent auf 62 Mio. Euro, prognostiziert war im Schnitt ein Plus von 20 Prozent. Auch das EBITDA mit 108,2 Mio. Euro (+13 Prozent) und das EBIT mit 77,7 Mio. Euro (+24 Prozent) entwickelten sich überaus gut, erwartet waren hier nur vier bis fünf Prozent Zuwachs. Die EBIT-Marge verbesserte sich im Halbjahr von 8,1 auf 8,5 Prozent und im 2. Quartal von 9,2 auf 9,3 Prozent, teilte RHI am Dienstag mit.

Der Umsatz wuchs im Halbjahr um 7,3 Prozent auf 913 Mio. Euro. Die Sachinvestitionen stiegen von 15,1 auf 64,2 Mio. Euro und der Mitarbeiterstand von 7.796 auf 8.072. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zwischen Ende März und Ende Juni von 26,7 auf 26,9 Prozent, die liquiden Mittel sanken aber 2012 von 154,1 auf 107,1 Mio. Euro aufgrund der Rohstoffprojekte in Norwegen und der Türkei sowie der Investition in den vierten Tunnelofen in China, der Dividendenzahlung (29,9 Mio. Euro bzw. 0,75 Euro pro Aktie) sowie des höheren Working Capital. Die Nettoverschuldung stieg von 363,1 auf 424,7 Mio. Euro.

Preiserhöhungen im zweiten Halbjahr

Für das zweite Halbjahr erwartet RHI in einem stabil bleibenden makroökonomischen Umfeld und bei gleichbleibenden Fremdwährungskursen ein saisonal bedingt leicht schwächeres Umsatzniveau in der Division Stahl als in der ersten Hälfte dieses Jahres, heißt es im Ausblick. Zudem rechnet man mit deutlich höheren Umsätzen in der Division Industrial.

Preiserhöhungen sowie ein positiver Ergebnisbeitrag von Rückwärts-Integrationsprojekten und mehr Industrialgeschäfts-Anteil sollten zudem im zweiten Halbjahr zu einem weiteren Anstieg der EBIT-Marge führen, "weshalb sich für das Gesamtjahr 2012 eine höhere EBIT-Marge als vergangenes Geschäftsjahr erwarten lässt", heißt es. 2011 hatte sich die EBIT-Marge von 8,3 auf 8,6 Prozent verbessert. (APA, 7.8.2012)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.