Verwunderung über Windows XP bei NASA-Präsentation

7. August 2012, 09:12
  • Bei der Pressenkonferenz zur erfolgreichen Marsmission wurde Windows XP eingesetzt. Relevante Systeme werden allerdings nicht mit Windows XP betrieben.
    screenshot: derstandard.at

    Bei der Pressenkonferenz zur erfolgreichen Marsmission wurde Windows XP eingesetzt. Relevante Systeme werden allerdings nicht mit Windows XP betrieben.

Tech-Blogs staunen über das elf Jahre alte Betriebssystem bei der amerikanischen Raumfahrtbehörde

Nachdem der Roboter "Curiosity" von der NASA erfolgreich auf dem Mars gebracht worden ist und die Wissenschaftler triumphierten, hat in den Tech-Blogs etwas ganz Anderes für Staunen gesorgt. In einem Video von Boing Boing sieht man, wie am Screen hinter den NASA-Wissenschaftlern ein Windows XP Logo aufscheint. "Trotz des Bildes auf dem Screen hinter den Wissenschaftlern, ist dies keine Microsoft Pressekonferenz", hebt Boing Boing Bloggerin Xeni Jardin scherzhaft hervor.

Verwunderung

Während sich die NASA-Mitarbeiter gegenseitig beglückwünscht haben, wunderten sich einige - Wired voran - darüber, dass ein fortschrittliches Unternehmen wie die NASA ein Betriebssystem verwendet, das mehr als zehn Jahre alt ist. Windows XP läuft allerdings nicht auf dem Rover "Curiosity" selbst oder auf anderen für die Mission relevanten Systeme, wie Jeff Norris, einer der Marsmission-Manager, feststellt. 

Windows XP loswerden

Dass Windows XP bei einer Präsentation der NASA verwendet wird, ist nicht ungewöhnlich, dennoch meint beispielsweise Geekwire, dass die NASA nach einer erfolgreichen Mars-Landung jetzt eventuell auch Windows XP loswerden sollte. Das Video der Pressekonferenz ist auf YouTube zu finden: 

 

(red, derStandard.at, 7.8.2012)

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Irgendwo läuft noch ein Industrie-PC aus den 90ern mit Wfw3.11

und der startet (wenn er mal muß) SAUschnell im Vergleich zu den neuesten Rechnern mit Win7.
Na gut, der meldet sich nicht an der Domäne an, kriegt keine Policies und Ordnerumleitung und Logonscripts und sonstwas.
Dafür ist Win7/64bit in Verbindung mit Druckern recht interessant - man sucht sich einen Drucker in Office2010 (das unter XP übrigens nicht mehr unterstützt wird, ein Hauptgrund für Upgrades) und das Ding behauptet doch glatt beim Versuch zu drucken, der wäre gar nicht installiert -wtf???
Ursache ist der "Doppelmoppel", es gibt 2 Spooler, der mit 64bit zeigt die Drucker an, Office/32bit druckt auf den 32bit-Spooler, der gern mal ohne Meldung absemmelt. Die Ordneranzeige dauert manchmal (ewiger Fortschrittsbalken) auch ewig ...

Also ich habe mir zum Arbeiten ein altes IBM (!) A31 gekauft, RAM erweitert und unter xp lauft das super schnell und stabil- ich finde es eigentlich sympathisch, wenn gerade die NASA-Typen sich nicht mit solchen Problemen auseinandersetzen; vielleicht fahren die ja auch alte Autos? :)

Ich bin auch der Meinung das dort endlich alle Rechner auf Linux umgestellt werden sollten.

Zuerst der einfache Schritt:

Curiosity zum Mars bringen

und jetzt die echte Herausvorderung:

Von Windows Xp auf Windows 8 wechseln!

Na uuur arg.

XP läuft für MS Prudukt mitlerweise ganz gut

Als mit dem Projekt angefangen wurde war XP sicherlich noch aktuell, mitten drin Betriebssystem wechseln würde ich besser vermeiden!

verwunderung über die verwunderung

ein ganzer haufen großer unternehmen verwendet noch immer xp.

weil es relativ stabil läuft und trotz seines alters noch ganz passabel neue anforderungen packt.

außerdem gab es nie die probleme, die es bei vista gab.

Die wollen einfach kein Geld ausgeben für neues IT Material. Die Manager sehen in der IT immer Einsparungspotenzial.................

hui, bei uns läuft grad die Migration von xP auf win7 mit 64bit, und die software + Treiber der Messgeräte sind in 95% der Fälle nicht 64bit tauglich, da kommen wildeste Virtualisierungsmaßnahmen zusammen.......hab da echt Mitleid mit den Jungs von der EDV......die werden da nur gequält.
@ chris: bist ein top mann!

Was soll da virtualisiert werden?

Wenn es um "Meßgeräte" und Treiber geht, ist es entweder nur USB (das sollte keine Probleme machen, wird auch an VMs durchgereicht) oder es sind CANBus, GPIB etc. ... für ein CANBus-Interface hab ich letztens mal einen Treiber gefunden, der auch unter 64bit läuft.
Auch für GPIB gibt es neue Treiber, aber oft benötigt die Software alte Bibliotheken und deshalb Virtualisierung, oder man legt viel zu viel ab - aber andere Interfaces als USB oder seriell lassen sich nicht so einfach durchreichen ...

da kommen wildeste Virtualisierungsmaßnahmen zusammen

Hätte man sich eventuell mit Linux sparen können ... eventuell hätte man andere Software benötigt, oder die Hersteller hätten entsprechende Treiber / Updates geliefert.

Der Vorteil von Windows ist somit dahin, aber das kennen die Leute aus der Forschung & Entwicklung eh schon seit Ewigkeiten ;-)

Bei Linux hätte man sich vieles erspart - auch weil vieles einfach nicht mehr funktioniert, da keine Treiber funktionieren oder es überhaupt keine gibt (weder von Firmen noch OpenSource)

Treiber sind nicht das Problem bei Linux

Es gibt CANBus und GPIB Module, USB sowieso, also die meiste gebräuchliche Hardware wird unterstützt.

Das Problem ist die darüberliegende Software, die fehlt einfach für Linux - und da sie meist Auftragsarbeit ist, steht nichtmal den Meßgerätefirmen die Source zur Verfügung.

Oft sind die Meßgeräte richtig teuer im Verhältnis zur Software, wenn zusammen gekauft und vermutlich quersubventioniert - aber reine Software-Upgrades haben dann "prohibitive" Preise so sie überhaupt erhältlich sind, ohne neues Gerät.

Für Präsentationen eignet sich Windows vortrefflich. Und da ist es schon wurscht ob es WinXP oder Win7 ist. :-))

Nicht wurscht

da *.pptx zwar von Office2003 irgendwie unterstützt, aber nur halb, wird.
Office2007 ist bereits wieder obsolet.
Und Office2010 (unter dem "heutzutage" die Presis verbrochen werden) tut unter XP nicht mehr so ganz, wird auch von Microsoft nicht unterstützt.

Welche alternativen gibts zu XP?

Winbloat Vista, oder Vista2.0, oder vielleicht M$ Metro OS?

So Leid es mir tut, aber ich sehe nicht wirklich viele Alternativen zu XP.

Wenn man die Treiber für die benötigte Hardware bekommt, gibt es echt keinen Grund warum XP zum Arbeiten nicht ausreichen sollte.
Sehr viel große Firmen verwenden noch XP.

Ich würde sagen, gerade WEIL die NASA ein fortschrittliches Unternehmen ist, nutzt sie XP - es ist stabil und ausgereift - genau das, was ein Unternehmen braucht.

Warum die Aufregung?

Ich glaub in Ö benutzen 80% aller Firmen mit mehr als 100 Mitarbeitern Win XP.

Eine bodenlose Frechheit aber auch!

Was ist daran verwunderlich?

XP ist (nach x-Servicepacks) sehr stabil, wer eben "nur" arbeiten will und nicht irgendeine Technik braucht, die ein neueres Windows benötigt, fährt damit sehr gut.

Machen wir hier genauso, entwickelt wird auf XP, welches W2000 ersetzt hat, das ähnlich stabil lief. Ähnliche Politik auf der MAC-Plattform.

Habe erst kürzlich äußert genervt sogar einige Win7-Kisten gedowngraded.

Die letzten Evolutionsschritte bei den großen Betriebssystemen (Windows/OS X/...) dienten vor allem der Einführung von Myriaden neuer "Features" (wer auch immer die braucht) und kaum der Qualitätssteigerung.

Leider wird sich das nun ohnehin dem Ende zuneigen, da mittlerweile XP-Treiber oft fehlen.

never change a running system...

oder kann sich irgendwer die nasa mit windows8 vorstellen???

// oder kann sich irgendwer die nasa mit windows8 vorstellen???

Nein auf "Kacheln" dürfte die NASA ohnehin nicht gut zu sprechen sein ...

tja - bei der nasa wird halt gearbeitet

und nicht ständig an den system herumgebastelt.

wenn's läuft, ist es gut. warum viel zeit und energie für den umstieg aufwenden, wenn man die tollen neuen features nicht braucht und alles was man braucht vorhanden ist.

ausserdem gibt es meines wissens nach bei der nasa die prämisse, ausschließlich technologie einzusetzen, die seit ca. 10 jahren etabliert ist. die sind immer schon mit relativ alter hardware geflogen - einfach, weil die probleme der alten hardware hinlänglich bekannt sind. die können es sich nicht leisten, während des fluges zum mars mal schnell die cpu in den debug-modus zu schalten, um zu schauen, warum ein statement auf einmal seltsam reagiert.

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