"Fledermäuse" Brandl/Lang auf Platz 19

6. August 2012, 19:25
  • The Dark Swimmers Dive.
    foto: apa/schlager

    The Dark Swimmers Dive.

Synchronschwimmerinnen Nadine Brandl und Livia Lang mit ihrer Performance in London zufrieden

London - Dramatisches Glockengeläut zur Geisterstunde, Vampire und Werwölfe auf den Badeanzügen - die Synchronschwimmerinnen Nadine Brandl/Livia Lang haben am Montag in der freien Kür bei den Olympischen Spielen in London zu düsteren Klängen einen starken Eindruck hinterlassen. "Du trainierst dein ganzes Leben, dann hast du sechs Minuten. Da muss alles zu hundert Prozent passen. Wir sind absolut zufrieden, haben an beiden Tagen alles gegeben", sagte Brandl, die mit ihrer Duett-Partnerin 19. wurde.

Das SU-Wien-Duo hatte im Londoner Aquatics Centre im Vorkampf der technischen Kür 82,000 Punkte erreicht und war damit auf den 19. Rang gelegen. Montag erhielten sie für ihre Darbietung zu Kompositionen von Modest Mussorgski und Tuomas Holopainen 81,850 Punkte (Platz 20), gesamt ergab das 163,850. Als Führende gingen die Russinnen Natalja Ischtschenko/Swetlana Romaschina in das Zwölferfinale (196,800).

Ihre freie Kür war u.a. von der russischen Olympiasiegerin Anastasia Ermakowa kreiert worden, die Österreicherinnen setzten ihr Vorhaben um, waren voll konzentriert und bei jeder Übung aufmerksam. "Ich hätte noch eine Länge schwimmen können, ich weiß nicht, woher die Kraft kam. Ich kann meine Emotionen gar nicht beschreiben", meinte Brandl freudestrahlend. "Die Stimmung ist ein Wahnsinn. Man kann das nicht mit einer WM oder EM vergleichen, der Aufwand der ganzen Jahre hat sich gelohnt."

Training und Faszination

Es spiele nun auch keine Rolle, ob man 18. oder 20. geworden sei. "Wie die anderen schwimmen, können wir sowieso nicht beeinflussen", sagte die 22-jährige Brandl. "Wir haben uns so gut wie möglich vorbereitet, haben auch in London noch jeden Tag sechs bis acht Stunden trainiert", erzählte die um vier Jahre jüngere Lang, für die es die erste Teilnahme an Sommerspielen war.

Verbesserungspotenzial sehen freilich beide noch, auch sie finden die Darbietungen mancher Konkurrentinnen faszinierend. "Was manche für eine Körperbeherrschung haben. Da gilt es, die physikalischen Kräfte auszuschalten. Technik, Ausdauer, Schnellkraft, all das muss man trainieren und braucht man für diesen Sport", sagte Brandl, die sich freute, dass auch andere ÖOC-Athleten Interesse zeigten. So sei die Judokämpferin Hilde Drexler im Athletendorf zu ihnen ins Zimmer gekommen und wollte mehr erfahren. (APA,06.08.2012)

Ich finde die Interviews mit Frau Lang sehr nett. Sie redet wie ein Wasserfall, mit einem leichten ungarischen Akzent, und droht sich dabei ständig zu verhaspeln. Irgendwie süß.

Gratulation

Ich hab heut versucht mir Synchronschwimmen anzuschauen. Nach fünf Minuten hab ich es nicht mehr ausgehalten. Was für ein Müll.

Zwingt Sie ja keiner dazu. Ich schalte bei Boxen, Ringen etc. auch um/ aus. Jedem das Seine! Trotzdem würdige ich die Leistungen dieser Athleten nicht herab! Probieren Sie bei Ihrem nächsten Schwimmbadbesuch auf dem Rücken liegend auch nur einigermaßen elegant ein Bein zu heben, ohne unterzugehen (Anfängerübung)! Vielleicht bekommen Sie dann ein wenig Ahnung, welche umfassende Körperbeherrschung man für diesen Sport benötigt. Respekt!

Konzentriere Dich auf die "physischen Stärken" der Damen ... dann ist es total faszinierend :))

Kritiker konzentrieren sich auf Schminke etc. und lassen völlig außer Acht, wie anspruchsvoll dieser Sport ist. Es ist unglaublich, was diese Athletinnen leisten und erfordert jahrelanges, hartes Training. Gratulation!!!

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