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Treu bis über den Tod hinaus. Stefan Petzner, Pressereferent, Wahlkampfleiter, Parteigeschäftsführer, aber vor allem Lebensmensch von Jörg Haider, lieferte Montagnachmittag im Klagenfurter Gerichtssaal eine Show, "Die wunderbare Welt des Stefan Petzner". Es wäre zu empfehlen, dass ein Statiker jetzt das Klagenfurter Landesgericht untersucht, ob sich in dem Gebäude nicht alle Balken gebogen haben.
Kurzfassung: Nur die ÖVP hat etwas als Parteienfinanzierung vom Zwölf-(später Sechs)-Millionen-Scheinhonorar des Steuerberaters Birnbacher (aus Steuergeld) gewollt. Haider hat nicht einmal daran gedacht, was für sich und/oder das BZÖ abzuzweigen. Im Gegenteil, beim entscheidenden Gespräch mit dem ÖVP-Obmann Martinz war dem anwesenden Petzner "klar, dass der LH achtgeben wollte - und wenn sich der Verdacht erhärtet hätte, dass er gehandelt hätte". Aber hat Haider nicht einen Anteil von der Beute verlangt ("Eine Million muss schon drin sein")? Petzner: "Nein. Ich werde nicht zulassen, dass hier der Landeshauptmann kriminalisiert wird."
Erschüttert verneigen wir uns vor so viel posthumer Loyalität. Jetzt fragen wir uns nur noch, was wir von dieser kurzen Passage in der Einvernahme halten sollen:
Richter: Wer war Parteikassier?
Petzner: Laut Medienberichten (Landeshauptmann) Gerhard Dörfler, ich gehe davon aus, dass das stimmt.
(Hans Rauscher, DER STANDARD, 7.8.2012)
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hallo herr rauscher,
alles OK - aber wann kümmern sich die vertreter der schreibenden zunft um den eigentlich kopf und beschützer der buberl-partie, wolfgang schüssel?
oder ist beim ehemaligen bundeskanzler alles supersauber?
nicht falsch verstehen - das kärntner kasperlspiel zwischen "es war die FPÖ/BZÖ/FPK" und "es war die ÖVP" ist doch reine schimäre. grasser/haider/schüssel - das ist ein gemeinsames pyramidenspiel und gehört endlich sanktioniert...
.....von Stefan Petzner, war wie allemal, treffend und pointentiert. Möglicherweise, steckt gar in Petzner ein kleiner Westentaschen-Grasser. Beide lieben die Sonne, beiden sind unverbesserliche Narzissen, beide wähl(t)en ihre Partner anhand des Status und der wirtschaftlichen Sicherheit, beide können Fiktion und Realität schwer trennen und beide kommen aus dem Umfeld von Jörg Haider. Nun hoffe ich halt sehr, dass Herr Rauscher für Herrn Petzner nicht nun auch einmal die Lanze bricht und ihm die Fähigkeiten zu einem guten Politiker zugesteht. Denn damit hätten die beiden Herrn Grasser und Petzner auch wieder etwas gemeinsam.
was für ne farce - hoffe aber trotzdem die kärntner sind nicht mehr so dämlich, auf so ein gewäsch und anpatzen der anderen - um nur schön von der fpk abzulenken - reinzufallen. ansonsten - wenn es nicht so traurig wäre, könnte man direkt lauthals lachen.
dass er für den verblichenen Haider keineswegs der "Lebensmensch" war, sondern bestenfalls ein beliebig austauschbares Spielzeugbuberl.
Petzners bedingungslose Fixierung auf den Verstorbenen wird allmählich bedenklich. Es wird allerhöchste Zeit, dass Petzner sich endlich gänzlich neu orientiert: partnerschaftlich vor allem, aber auch beruflich.
Er soll ans Theater gehen oder so - da kann er die überkandidelte Drama-Queen geben. In der Politik ist der arme Heiterbua vollkommen deplatziert.
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