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Jubelbilder, wie man sie sonst nur von Sport-Großereignissen kennt, kamen am laufenden Band aus sämtlichen NASA-Zentren.
Pasadena/Wien - Nervosität im Kontrollzentrum der US-Raumfahrtbehörde NASA in Pasadena in Kalifornien: Die angespannten Gesichter der Forscher in uniform blauen Hemden hinter Pulten mit Aufschriften wie "Flight Software" oder "Altitude Control" nehmen Montagmorgen knapp vor halb acht mitteleuropäischer Zeit die Bestätigungen der einzelnen Landungsschritte des Roboterfahrzeugs Curiosity zuerst noch ungerührt zur Kenntnis.
Der Fallschirm hat sich ausgefaltet. Die Kommunikation mit dem Mars-Satelliten Odyssey, der Daten an die Erde weiterleitet, ist hergestellt. Der Kontakt mit der Sonde bricht wie geplant ab. Eine spezielle Landevorrichtung namens Sky Crane soll den Rover sanft auf dem Marsboden absetzen. Stille. Die Missionsleiter treten unruhig auf der Stelle. Dann kommt das erlösende "Touchdown confirmed", die Daten bestätigen die Landung. Die Forscher brechen vor einer großen US-Fahne in Jubel aus.
Eine heikle Phase der Mars-Mission der Curiosity, "die sieben Minuten des Bangens", sind durchgestanden. Die (auf der Erde) 3,4 Tonnen schwere Raumkapsel bremste nach acht Monaten interplanetarem Flug innerhalb weniger Minuten in der Marsatmosphäre von 21.000 Stundenkilometern auf null ab. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Neuentwicklung des Sky Cranes zuteil: Die Größe des Fahrzeugs machte die umständlich anmutende Prozedur notwendig, bei dem das Roboterfahrzeug ab einer Höhe von 20 Metern mit einem per Düsen polarisierten Landungsmodul an Seilen herabgelassen wurde. Nachdem Curiosity festen Boden unter den Füßen hatte, kappte es die Seile ab, das Landungselement stürzte in sicherer Entfernung ab. "Es sieht etwas verrückt aus", sagte Chefwissenschafter John Grotzinger im Vorfeld über das komplizierte Manöver. "Aber ich versichere Ihnen, es ist die am wenigsten verrückte Methode die man anwenden kann."
Dass die Landung des 900 Kilo schweren Marsrovers, der nun zumindest zwei Erdenjahre lang den roten Planeten auf Spuren von Wasser und Leben untersuchen soll, nicht nur wissenschaftliche, sondern auch politische Relevanz hat, wird spätestens nach Wortspenden von US-Präsident Barack Obama offenbar: "Argument des Nationalstolzes" sei der Erfolg. Schon bei der Pressekonferenz der beinahe zu Tränen gerührten Techniker hieß es, dass die Führungskraft der USA die Welt besser mache. Nur Amerika könne so etwas zustande bringen.
Und was das Geld betrifft: Die 2,5 Milliarden Dollar, die die Mission kostete, die vor acht Jahren angestoßen wurde, seien gut investiert. Weniger als sieben Dollar pro US-Bürger seien aufgewendet worden, erklärten die Wissenschafter. Obamas Worte, der die Notwendigkeit von Investitionen in Technik und Grundlagenforschung betonte, waren wohl Balsam auf den Forscherseelen. Curiosity brachte der unter Budgetkürzungen leidenden Weltraumbehörde wieder Aufmerksamkeit. Die weltweite Neugier auf den Mars wurde auch gleich mit Bildern befriedigt. Nach minutenlangem Landungsjubel hieß es: "Images coming down." (Alois Pumhösel/DER STANDARD, 7. 8. 2012)
Roboter holte am Sonntag Gesteinsprobe aus dem Felsen "Cumberland" - Analyse soll in den kommenden Tagen folgen
Solare Konjunktion Mars-Erde hatte vierwöchige Sendepause bedingt
Mount Sharp ragt mehr als 5.000 Meter über den umliegenden Kraterboden heraus
Ergebnisse einer Gesteinanalyse wiesen Spuren von für organische Prozesse nötigen Chemikalien nach
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"Curiosity" bohrte ein Loch in einen Felsen - NASA: Weiterer Meilenstein der Mission erreicht
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"Sam" fand einfache Kohlenstoffverbindungen - Zahlreiche Tests sollen Herkunft klären
Pressekonferenz mit Spannung erwartet - NASA-Experte glaubt aber nicht an "weltbewegende Erkenntnisse"
"Curiosity" soll laut NASA im Verlauf der nächsten Tage losrollen
NASA-Rover "Curiosity" fahndet erfolglos nach dem Gas - Testergebnisse sind aber noch nicht endgültig
Eingesammelte Bodenproben entsprechen verwittertem, basaltischem Material vulkanischen Ursprungs
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Rover unterbrach Entnahme von Bodenproben für weitere Fotos - NASA will dennoch weitere Analysen vornehmen
Mars-Rover meldet warme und trockene Verhältnisse: Bereits regelmäßig Plusgrade im Gale-Krater
Steine wurden hier einst über weite Strecken transportiert - manche davon sind zu groß, als dass der Wind sie hätte bewegen können
Nach der dreitägigen Testreihe legte "Curiosity" die bisher längste, durchgehende Fahrt ein
Mond Phobos schob sich von unserem Nachbarplaneten aus gesehen vor die Sonne - Rover soll seine erste große Gesteinsanalyse starten
Curiostiy hat Tests erfolgreich duchlaufen - Nächste Station der 2,5 Milliarden Dollar teuren Marserkundung ist "Glenelg"
Medienbericht: Eine Bohrerspitze am Roboterarm dürfte kontaminiert worden sein - Wasserfund aber sehr unwahrscheinlich
In den kommenden Tagen beginnen erste Experimente: "Nun sind wir bereit, mit der großen Wissenschaft zu beginnen"
Kopf der Black Eyed Peas nahm "Reach for the Stars" für eine PR-Aktion der NASA auf
NASA: Bei künftigen Mars-Missionen könnten Astronauten direkt mit Erde kommunizieren
Der Marsrover gab 30 Laserpulse auf einen etwa faustgroßen Stein ab
http://www.youtube.com/watch?v=_317z4en-cY
http://www.youtube.com/watch?v=xa8h-7kiZzQ
http://www.youtube.com/watch?v=OIGaDXH9v2o
würd mich interessieren, wieviele leute durch diese show tatsächlich (zusammen mit der knoff hoff show) zu einer naturwissenschaftlichen ausbildung animiert wurden.
kann mich daran erinnern. damals war ich aber noch ein kleines kind und niemand meiner freunde kann sich an das intro erinnern.
was mich weiters für nawi interessieren lies, waren knoff-hoff-show, zurück in die zukunft, star-trek, bassermann jugendlexikon, und papas mondlandebücher.
Nochmal zum mitfreuen....
medientechnisch hatte die nasa schon mal mehr drauf. eines der tollsten weltraum-manöver der letzten jahre, an dem uns die nasa teilhaben lassen will und das einzige, was uns die nasa zeigt, sind überlange videos von leuten, die sich im kontroll-zentrum beglückwünschen.
Was hättens denn gerne ?
Sie haben online einen Haufen Videos voin den Tests.
Interviews mit den Konstrukteuren und Programmleitern.
Jede Menge Simulationsvideos in bester Qualität.
Livestreams bei Start und Landung.
Was hättens denn gerne auf 100Mio. km Entfernung mit einem Datenlink der neben den Steuerdaten gerade mal in der Lage ist zwei Minuten nach dem Aufsetzen ein 52x52 Bild und ein paar Minuten später ein 256x256 Bild zu liefern?
Es gibt keine andere Space Organisation die sich auch nur annähernd so sehr über die Schulter schauen lässt und das ohen zu wissen obs klappt oder schiefgeht.
die Heilserwartung, die in unsere immer wahnsinniger wuchernde Techologie und auch solche Unternehmungen wie Curiosity gesetzt wird, ist eine Flucht nach vorne - in Wahrheit breitet sich allmählich die Ahnung, dass wir möglicherweise ganz woanders bald nach Spuren von Leben werden müssen.
Die groteske Grafik gibt eine Idee davon >> http://tinyurl.com/gibtEsLebenimAll
Ist halt auch einfach vom eigenen PC oder gar schon vom Smartphone aus, die Welt in den moralischen Sumpf zu schreiben. Dies gar, ohne es zu merken, unter Verwendung jener Technologie zu tun, die man kritisiert, zeugt von maximal oberflächlicher Beschäftigung mit diesem Thema. Wenn schon, dann bitte das nächste mal etwas differenzierter...wenns geht. Sonst bleibt nur fade Polemik über.
Die Reaktion darauf überrascht mich freilich gerade deswegen nicht: je gründlicher etwas verdrängt wird, desto erbitterter schlägt man auf den Spiegel hin, der das Verdrängte aufzeigt. Und versucht dem Spiegel z. B. zu verbieten, Medien wie das Internet zu benutzen, unter der für mich fadenscheinig klingenden Begründung, damit selbst moderne Technologien zu nutzen. Sie missverstehen mich gründlich: ich bin kein Feind der Technik, zeige nur etwas auf, was Sie mit Eifer verdrängen. Aus Angst. Denn im Grunde wissen Sie selbst genau, wohin unsrere Zivilisation unterwegs ist...Der Standard ist übrigens in diesen Technikforen dazu übergegangen, solche kritischen Stimmen zu löschen. Wenn nur bestimmte Meinungen erlaubt sind, werden wir schweigen.
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