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Stefan Petzner sonnte sich beim Birnbacher-Prozess im Scheinwerferlicht und verteidigte seinen "Lebensmenschen" Jörg Haider.
Einen solchen Auflauf hat es am Klagenfurter Landesgericht noch nie gegeben. Kein Wunder, der BZÖ-Abgeordnete und "Lebensmensch" von Jörg Haider hatte im Vorfeld seiner Zeugenaussage zum Birnbacher-Martinz-Untreueprozess eine weitere Politbombe angekündigt. Herausgekommen ist eine Reinwaschung Jörg Haiders.
Bevor Richter Manfred Herrenhofer, Vorsitzender im Schöffensenat, Stefan Petzner in den Zeugenstand rief, sonnte sich dieser im Scheinwerferlicht. Den Fotografen und Journalisten erklärte Petzner: "Ich kann nicht zulassen, dass ein hergelaufener Campingplatz-Besitzer (Ex-ÖVP-Chef Josef Martinz) Kärnten in den Schmutz zieht." Ein Raunen ging durch den Saal, alle erwarteten die große Sensation. Jetzt packt Petzner aus, waren sich die wartenden Journalisten einig.
Nach dem großen Medienauftritt gerierte sich Petzner vor dem Richter dann als Politraubauke. Auf das Drängen des Richters nicht so nebulos und weitschweifig daherzureden, mault Petzner immer wieder zurück. "Reden Sie nicht so laut mit mir, ich bin jung, ich kann Sie hören", begehrt der BZÖ-Abgeordnete auf und fuchtelte dabei mit den Armen.
Die Fragen beantwortete er fast unwillig. Petzner habe nichts gesehen, nichts gehört, will nie von Haider Details zum Deal um das Sechs-Millionen-Honorar des Steuerberaters Dietrich Birnbacher erfahren haben. Er sei ja nie in den operativen Bereich des Verkaufs der Hypo Alpe-Adria Bank an die Bayern LB involviert gewesen. "Irgendwie" sei dann 2007 Steuerberater Dietrich Birnbacher aufgetaucht. Über dessen zwölf Millionen Honorar habe er aus den Medien erfahren, "und dann habe ich gewusst, es gibt ein politisches Problem". Das habe man dann mit dem berüchtigten "Patriotenrabatt", der Halbierung des Birnbacher-Honorars von zwölf auch sechs Millionen "gelöst".
"Hat Haider Ihnen etwas von der Drittelung des Birnbacher-Honorars zugunsten von BZÖ und ÖVP erzählt?", wollte der Richter endlich Klartext hören. Hat er gar etwas von den 65.000 Euro für die ÖVP gewusst?
Petzner: "Nein, davon hat der Landeshauptmann nie etwas gesagt." Das könne auch nicht stimmen und sei nicht nachvollziehbar. Der Haider hätte so etwas nie gemacht. Wenig später tischt Petzner dann die "Politbombe" auf, die er ungeduldig schon längst loswerden wollte: Er entlastete seinen Mentor Haider voll und ganz: Demnach sei die illegale Parteienfinanzierung beim Verkauf der Hypo-Landesanteile an die Bayern LB allein die Idee von Martinz gewesen. Haider habe davon überhaupt nichts gewusst.
Man sei in Haiders Büro gesessen, schildert Petzner, plötzlich sei Martinz unangemeldet hereingestürmt, danach seien noch Achill Rumpold und Klubobmann Stefan Tauschitz dazu gekommen. Haider habe die drei testen wollen und gefragt: "Brauchts a Geld für den Wahlkampf?" Martinz habe das nicht verneint und Tauschitz habe neben Martinz dazu nur gelächelt. Als die drei Haiders Büro wieder verlassen hätten, wäre dieser "so richtig grantig gewesen." Dann hätte Haider den Verdacht geäußert, "dass bei der ÖVP etwas laufen könnte". "Das ist ein Wahnsinn, das könnte das ganze Projekt des Hypo-Verkaufs gefährden", habe sich Haider aufgeregt.
Birnbacher und Martinz haben zugegeben, dass mit Haider auch ein Anteil für die Parteien abgemacht worden sei. "Dann lügen sie", meinte Petzner dazu.
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Jörgl Haider's Ziehsohn Stefan Petzner erzählt in rührender Weise "Jörg Haider hat nichts gewusst" in der "Bärentaler Märchenstunde", Junge, Junge - das glaubt dir doch kaum jemand........
Dieser Herr Petzner glaubt wohl im Ernste, uns alle, KärntnerInnen sowie ÖsterreicherInnen, für beschränkt und vergesslich verkaufen zu können.......Das spielt sich aber nicht, man braucht nur ein bissl im Archiv so mancher seriöser Medien nachzurecherchieren und eigene Erinnerungen wachzurufen, dann ist man wieder bestens im Bilde.
Ein kleinkarierter Selbstdarsteller, der eine Bombe ankündigt und dann eine ekelerregende und unglaubwürdige Vorstellung abliefert. Über Haider kann man viel sagen, aber deppert war er sicher nicht und deshalb hat der auch genau gewusst was gespielt wurde. Sein Lieblingsspielzeug war die Hypo und das Geld hat er bewusst mit vollen Händen beim Fenster hinausgeworfen. Wundern muss man sich aber, dass er ein "Bubi" wie Petzi dauerhaft ertragen hat. Was ihm da bloß gereizt hat?
Aber auch bei Schüssel sieht man, dass er sogar bereit war mit den schlechtesten Charaktären zusammenarbeiten, nur um an der Macht bleiben zu können. Bleibt nur zu hoffen, dass der Kärntner Wähler dieser Partie ein baldiges Ende bereitet.
Es ist stark zu hoffen und zu wünschen, dass die Kärntner WählerInnen erstens raschest aus ihrer Lei-Lei-Mentalität aufwachen und zweitens bei baldmöglichst stattfindenden Landtags-Wahlen in der Wahlzelle beim Kreuzerlsetzen Tabula-Rasa
machen mit dem ewiggestrigen Blau (FPÖ/FPK) - Orangenen (BZÖ) - milliardenteuren Gespenst, das ganz Österreich budgetär schwer belastet.
Der Typ ist in seiner Art schon einzigartig. Eine Loyalität in jener Intensität, wie sie Stefan Petzner an den Tag legt, nämlich eine offensichtlich über den Tod hinausgehende unbedingte Loyalität zu Jörg Haider, ist schon beinahe rührend.
Wobei ich B E I N A H E besonders betone. Wir wollen nicht vergessen, was "Politker" wie er angerichtet und welchen Schaden sie nicht nur dem Land Kärnten, sondern der ganzen Republik, ihrer Bevölkerung und letztlich auch ihrer internationalen Reputation zugefügt haben. Man muss sich für solche Leute ehrlich schämen ...
Selbiges gilt - und das schreibe ich als ÖVP-Wähler der ersten Stunde (ab meiner offiziellen Wahlberechtigung gerechnet) durchaus selbstkritisch - auch für alle anderen Politiker A L L E R Parteien. Auch jener der ÖVP (Grüssi, Hr. Martinz). Auffallend ist meiner Meinung nach die Wortkargheit (von einigen halbseidenen Wortmeldungen abgesehen) der SPÖ- und ÖVP-Chefs genauso, wie jene des selbsternannten Retters der abendländischen Kultur, Vorzeigesaubermannes und Traumes aller Schwiegermütter, H. C. Strache. Jede/r mache sich seinen/ihren eigenen Reim darauf ...
in den 90ern dachte ich immer, dass es in der österreichischen innenpolitik nichts tieferes und niveauloseres geben kann, als die herren westenthaler und rumpold.
petzner, scheuch, grasser & co sind ein "eindrucksvoller" gegenbeweis
immerhin haben diese typen eine gemeinsamkeit: sie wurden vom sonnenkönig - der laut petzner von nix wusste - protegiert. das system haider - ein einziger kostenintensiver betrug am steuerzahler
schüssels rolle müsste ohnehin in sämtlichen skandalen (egal ob grasser, strasser, eurofighter, kärnten etc.) beleuchtet werden?
warum zerrt den niemand vor den kadi??? schutzpatron sankt raiffeisen sei dank. ist ja auch reiner zufall, dass sich kein medienvertreter dieser sache annimmt...
aber zu haider: bevor der schüssel mit ihm packelt hat, haben ihn die kärntner zum landeshauptmann und die wählerinnen und wähler zur zweitstärksten partei "befördert"... da gabs schon vor dem schüssel machtpositionen
ich verstehe die beweggründe für die aussage nicht!
die beste chance, aus der geschichte einigermassen "sauber" rauszukommen, wäre es, zu behaupten, haider habe allein und an der partei vorbei gehandelt.
naja, treue über den tod hinaus. oder einfach nur dummheit. oder beides...
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