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Klagenfurt - Der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) hat für Dienstag die anderen Parteien zu Gesprächen über die "weitere Vorgehensweise im Zusammenhang mit Neuwahlen" eingeladen. Das ließ Dörfler am Montag via Presseaussendung verlauten. Die Parteichefs der Kärntner Parteien werden am Dienstag ab 16.00 Uhr im Büro des Landeshauptmannes über Neuwahlen verhandeln. Peter Kaiser (SPÖ), Gabriel Obernosterer (ÖVP) sowie Frank Frey (G) bestätigten ihre Teilnahme.
Kaiser kündigte in einer Aussendung an, dass er mit der Forderung nach unverzüglichen Neuwahlen in das Gespräch gehen werde. Der FPK verfolge eine Verzögerungstaktik. "Für faule Kompromisse, die nur dazu dienen, dass die FPK ihre schnell ablaufende Zeit an der Spitze aus Machtbesessenheit und zum Zudecken ihrer Korruptionsskandale verlängert, bin ich nicht zu haben", so der Kärntner SPÖ-Chef.
ÖVP-Chef Gabriel Obernosterer erklärte am Vormittag in einer Aussendung, dass er Gespräche mit allen vier Parteien wünsche. Für diese Gespräche gebe es außerdem vier Themen: Eine rasche Neuwahl, die Abschaffung des Proporzes, eine Ausweitung der Rechte des Landtags sowie eine Kostenbeschränkung für den Wahlkampf. Eine Einladung des Landeshauptmannes hatte er noch nicht bekommen.
Für die Grünen wird Landessprecher Frank Frey teilnehmen: "Wir wollen so rasch wie möglich Neuwahlen", sagte er. Er werde sich am Dienstag anhören, was Dörfler nun zu sagen habe - viele Varianten seien schon genannt worden. "Ich weiß ja nicht, was er jetzt anbieten wird."
Fix ist, dass der Kärntner Landtag am Dienstag erneut zu einer Sondersitzung zusammentreten wird. Die Wahl von Kurt Scheuch zum Landesrat und Landeshauptmannstellvertreter sowie ein Neuwahlantrag stehen auf der Tagesordnung. Kurt Scheuch folgt seinem Bruder Uwe Scheuch in die Landesregierung. Uwe Scheuch hatte am vergangenen Donnerstag seinen Rücktritt erklärt. Der Neuwahlantrag wird aller Voraussicht nach wieder nicht zur Abstimmung gelangen. "Wir wollen Gesprächen nicht vorgreifen", so der designierte FPK-Klubchef Gernot Darmann.
Scheuch genügt die einfache Mehrheit der Abgeordneten der eigenen Fraktion. Nach seiner Angelobung dürfte es eine kurze Regierungs-Sondersitzung geben, bei der die Referatsverteilung neu geordnet wird. Scheuch hatte vergangene Woche vorgeschlagen, die Bildungsagenden, die bisher sein Bruder wahrgenommen hatte, sollten an Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) übertragen werden. Am Montag sickerte dann durch, dass die Bildung nicht zu Dörfler, sondern zu Soziallandesrat Christian Ragger wandern dürfte.
Um 13.30 Uhr gibt es eine Sitzung des Rechts- und Verfassungsausschusses. Dabei soll die Aufhebung der Immunität des SPÖ-Klubchefs Reinhart Rohr beschlossen werden. Im Plenum kann der Antrag dann bei der folgenden Sondersitzung behandelt werden. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft hatte Rohrs Auslieferung beantragt, die Voraussetzung für die Einleitung von Untreue-Ermittlungen gegen mehrere SPÖ-Politiker ist. Sie sollen laut einer Anzeige der Freiheitlichen einer parteieigenen Werbeagentur Aufträge des Landes verschafft haben. (APA, 6.8.2012)
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Ich würde es einmal so sagen:
Dieses Beispiel beweist einmal mehr, wie wertvoll die Stimme jedes Staatsbürgers bei einer Wahl ist. Man muss wirklich sorgsam damit umgehen. Sonst kann es nämlich sein, wie das Beispiel Kärnten beweist, die Geister, die ich rief, werde ich nicht mehr los !
warum lassen sie alle ihre kameraden so schändlich im stich ? was haben sie vor ihren wählern und der justiz zu verbergen ?
wer passt jetzt auf ihr kärnten auf ?
es ist eine wahre schande, wie sie das land und die freiheitliche bewegung im regen stehen lassen !
sie sollten sich ein beispiel am herrn landeshauptmann nehmen :
der hat zehnmal mehr mumm in den knochen als all diese coachpotatoes...
aber wie kann man von ihm erwarten, dass er den durch die lausbuberln angerichteten schaden ganz alleine saniert ?
armer landeshauptmann...
Wenn jemand einem 6 Millionen Honorar zustimmt, von dem der Betroffene selbst sagt, dass es ungefähr 300.000 wert ist, dann stimmen entweder die Korruptionsvorwürfe auch in seiner Richtung oder er ist unfähig.
Darum weg mit diesem Kurt Scheuch, bevor er in Kärnten noch mehr Schaden als sein Bruder anrichtet.
Scheuch, Dörfler und Co. werden peinlichst darauf achten, dass sie ihre Ansprüche auf eine Politikerpension nicht durch einen vorzeitigen Wahltermin gefährden.
Das mag ja verlockend sein, aber sich gleich kindisch zu benehmen finde ich nicht ideal, vorallem deshalb weil die FPK dass dann wieder drehen und ausschlachten könnte und dann wieder auf andere zeigen würde. Ich gebe aber zu, dass ich den Gedankengang von der Retourkutsche absolut nachvollziehen kann.
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