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Der einstige Telefonriese Nokia steckt weiter in Problemen. Schleppende Smartphone-Verkaufszahlen plagen die Finnen auch in den USA. Dort liegen die besten Zeiten - mit einem Marktanteil von 32 Prozent im Jahre 2001 - schon lange zurück. Laut Strategy Analytics liegt Nokia im Smartphone-Segment nur noch bei zwei Prozent.
Nur 600.000 Telefone konnte das Unternehmen im vergangenen Jahresviertel in ganz Nordamerika umsetzen. Weltweit waren es vier Millionen Stück. Auch die Einführung des Windows Phone-Flaggschiffs Lumia 900 änderte nur wenig. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum wanderten 5,9 Millionen Apple iPhones über den Tresen, schreibt Bloomberg.
Der Start des iPhones schickte Nokias Zahlen auf Talfahrt, Smartphones auf Basis von Symbian oder Meego erwiesen sich letztlich als nicht konkurrenzfähig. Mit Windows Phone kämpft man seit rund zwei Jahren verzweifelt um den Anschluss.
Den Geräten mangelt es zudem an Bekanntheit und Sichtbarkeit. Als der Cafébesitzer Dominick Amato sich bei seinem Betreiber AT&T mit einem neuen Telefon eindecken wollte, fand er im Store keines der Lumia-Handys vor, die bereits seit neun Monaten auf dem Markt sind. In Espoo setzt man unter der Ägide von Stephen Elop nun massiv auf Werbung.
Kommenden September sollen die ersten Telefone mit Windows Phone 8 - ein Update für die bestehenden Lumias soll es nicht geben - vorgestellt. Bis dahin will man in Sachen Verkaufszahlen an Fahrt aufnehmen. Die neue Generation soll noch vor den Weihnachtstagen in den Handel starten, sagt eine anonyme Quelle.
Hunderte US-Mitarbeiter des Konzerns haben sich nun unter dem Spitznamen „Nokia Army" versammelt und sollen an der Seite von Vermarktern bei den Providern die Werbetrommel rühren. Ziel ist es, sowohl Kunden als auch dem Verkaufspersonal, das sich meist besser mit iOS- und Android-Hardware auskennt, die Geräte näher zu bringen.
„Die Herausforderung dreht sich darum, wie schnell wir Awareness aufbauen können", erklärt Jo Harlow, der bei Nokia die Smartphone-Division leitet. „Ich will nicht sagen, dass das Retail-Personal eine unüberwindbare Hürde wäre. Wir müssen nur Tag für Tag daran arbeiten, um sicherzustellen, dass sie alle Informationen haben, die sie benötigen."
Ob sich die Anstrengungen des Sales-Teams lohnen werden, bleibt abzuwarten. Bei AT&T gibt man sich zufrieden mit den Verkaufszahlen der Lumia-Reihe, die nun auch bei T-Mobile gelandet ist. Strategy Analytics-Experte Alex Spektor sieht jedoch auch die Notwendigkeit, weitere Partner, wie etwa Verizon, zu gewinnen.
Nokias Hoffnungen liegen laut den Analysten auch am Smartphone-Markt selbst, der immer noch wächst und mittlerweile ein Volumen von 219 Milliarden Doller erreicht hat. „Der Schlüssel für Nokia ist, nicht aufzugeben.", so Spektor. „Die meisten wollen zwar ein iPhone oder Android kaufen, aber das ist ein langfristiger Plan. Sie müssen nur dabei bleiben." (red, derStandard.at, 06.08.2012)
Link:
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Nokia braucht einen starken Partner wie das Computerunternehmen MS, um nicht als Mitläufer von Google zu enden, sondern im Gegenteil diesem ernsthaft Paroli bieten zu können. Die Verfolgung einer solchen eigenständigen ("schwierigen") Strategie gehört seit jeher zu Nokias Selbstverständnis. Das ist eben der ganze Sinn dessen, nicht - wie viele - den einfachsten Weg mit Android zu gehen...
Höheres Risiko bringt eben höhere Gewinnchancen!
Um nicht wie HTC oder LG dazustehen...
"Smartphones auf Basis von Symbian oder Meego erwiesen sich letztlich als nicht konkurrenzfähig."
Wie bitte?
Mit MeeGo hat es Nokia (auf Betreiben von MS) nicht nur nicht versucht, es wurde im Gegenteil aktiv von Nokia selbst hintertrieben, nicht beworben, nicht in Kernmärkten verkauft, nur auf einem einzigen Gerät ausgeliefert - und hat nach Einschätzung mancher TK-Insider trotzdem mehr Geräte verkauft als die gesamte Lumia-Linie bisher...
Wenn das Nokias (oder des Standards?) Definition von "nicht konkurrenzfähig" ist, wundert mich allerdings nichts mehr...
Der Autor hat da einen Fehler gemacht. Das MeeGo N9 von Nokia war das beste Smartphone von 2011 und hat sich verkauft wie warme Semmeln dort wo Elop den Vrkauf erlaubte. Als Elop den Erflog von MeeGo N9 sah, hat er es sofort abgedreht. Aber nun hat sich Jolla gegruendet in Finland und die wollen MeeGo-basierte Smartphones rausbringen. Das sollte gut gehen.
Die Netbooks mit Linux erreichten Anfangs auch tolle Stückzahlen.
Die gingen aber sehr rasch zurück. Erst mit WinXP zogen die Zahlen wieder an, dann aber richtig.
In diesem und in anderen Foren neigen die Nerds dazu, ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche als beispielhaft für den Markt anzunehmen.
Das ist aber falsch - und das ist gut so.
im gegenteil. es war/ist ein ausgesprochen benutzerfreundliches, hochwertiges smartphone, dem einzig und alleine die tatsache, dass meegoo schon tot war, als das n9 auf den markt kam, das genick gebrochen hat.
hätte elop seine sinne auch nur ansatzweise beisammen gehabt, er hätte das n9 gepusht wo nur möglich, und meegoo eine ernsthafte chance gegeben. da er aber nur ein clown von redmonts gnaden ist, ist nokia heute dort, wo es ist. warum dieser kasperl von den aktionären nicht schon längst mit dem nassen fetzen davongejagt wurde, das verstehe wer will...
Mag sein, dass du das so siehst, aber das hat wenig mit der Realität da draußen zu tun, außerhalb von Nerdvana.
MeeGo mag ja toll sein, ist aber bloss ein "zweites Android", mit der gleichen Basis, der gleichen Ausrichtung, nur wäre Nokia damit alleine gewesen.
Die gleichen Bastler hätten Apps mit der gleichen halbgaren Bastelqualität wie für Android geschrieben.
Wozu? Dafür gibt es Android. Dort sollen die Bastler basteln, was das Zeug hält. Dafür ist es lustig, dafür verwende ich es selber.
Nokia geht mit WP den professionellen Weg und wie es scheint, ist das Tal auch durchschritten. Verkäufe und Börsenkurs gehen nach oben, wichtige Kostenfaktoren sind bereinigt, der Moloch scheint gezähmt - die Zukunft kann kommen.
Android ist (natürlich ganz zufällig) so gestaltet, dass viele Käufer meinen, sie bekämen praktisch ein iPhone ohne den Preis, die Ernüchterung kommt später, wenn sie Vergleiche anstellen.
Natürlich gilt das nicht für Leute, die sich näher damit auseinandersetzen, sondern für die große Mehrheit.
Ein Beispiel für "Mehrheit" gefällig?
ICS war ein halbes Jahr nach Erscheinen auf deutlich unter 10% der Geräte. Viele davon waren neu gekaufte Handys mit ICS und der kleine Rest waren jene "Experten", die sich den Cyanogen Mod aufgespielt haben. Genau die sind es, die in Foren am lautesten schreien und dadurch das Bild verzerren - aber genau diese Leute begreifen das oft nicht.
Gerade wo es doch für WP7 Geräte gar kein Update auf WP8 geben. Alle die ein wirkliches Google Android Phone haben (Nexus S, Galaxy Nexus) , brauchen auch keine Mods aufspielen, die haben jetzt schon alle Jelly Bean drauf, als OTA Update. Das ist wie bei iPhones, die werden auch von Apple aktualisiert. Wenn ich natürlich irgend ein Hersteller modifiziertes Phone kaufe, darf ich nicht jammern wenn ich keine Updates bekomme. Wäre wie ein iOS Telefon von HTC, das würde auch keine Updates von Apple erhalten.
Aber soweit ist Microsoft noch nicht, ohne Windows Zune Client bekomme ich gar keine Updates auf mein Windows Phone.
Und Microsoft kämpft händeringend um diese Bastler die ihre Bastel-Apps in den Store stellen. Denn das wolen die Leute!
wenn DAS die strategie sein soll dann stampfts euch gleich ein. jeder markt ist früher oder später gesättigt (heutzutage eher früher als später) und da brauchst du schon etwas mehr als rein nur auf wachstum des marktes zu setzen. das ist eher die mindestgrundlage dies sowieso geben muss damit irgendwas geht.
Immerhin wurden die Erwartungen übertroffen und der weltweite Marktanteil von WP liegt jetzt in der Nähe von Blackberry und Symbian, bzw. wird die beiden voraussichtlich noch in diesem Quartal überholen.
Auch der Nokia-Börsenkurs zeigt im Trend derzeit deutlich nach oben - klar, wenn man unbedingt will, kann man all das bestimmt auch negativ auslegen, aber irgendwann überholt die Realität das Fanboygehabe...
"Smartphones auf Basis von Symbian oder Meego erwiesen sich letztlich als nicht konkurrenzfähig."
Bei Symbian stimme ich bedingt zu. Hier waren die Versionen vor ^3 Schuld am massiven OS Imageschaden. ^3 läuft flüssig, ist Ressourcenschonend und deshalb auch mit 600Mhz Telefonen (wie E7) super verwendbar ( zeige mir mal einer ein flüssiges Android Phone mit derselben Hardware .. ). Wäre ausbaufähig gewesen ist aber ws schon zu spät.
Hier aber MeeGo mit in den Topf zu werfen ist ja fast lächerlich. Siehe man sich hierbei die -mit Absicht- miese Vermarktung des N9 an und den trotzdem hohen Verkaufserfolg. Hochmütig MeeGo als "nicht konkurrenzfähig" zu beschreiben.
Hätte Potential ohne Ende gehabt.
Meego nicht anzubieten hat Nokia die Marktführerschaft gekostet.
Elop ist offensichtlich nicht in der Lage, mehrere Strategien gleichzeitig zu verfolgen. Das disqualifiziert ihn als CEO mit einem Megagehalt.
Ein so großer Erfolg des N9 bei aktiver Anti-Werbung vom CEO persönlich ("es wird für Meego keine Zukunft geben") hätte sofort mit Followups und aktiver Werbung aufgenommen werden sollen.
Wer sich selbst alle alten Standbeine absägt ohne ZUERST zu schauen ob das neue Standbein wirklich tragfähig ist, darf sich eben nicht wundern wenn er sich im Gatsch sitzend wiederfindet.
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