PKK-Kämpfer sprengen Ölpipeline in der Türkei

6. August 2012, 13:32

Leitung von Kirkuk nach Ceyhan neuerlich unterbrochen

Istanbul - Kurdische Rebellen haben im Südosten der Türkei eine Ölpipeline gesprengt. Die vom nordirakischen Kirkuk zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan führenden Leitung sei seit der Nacht unterbrochen, berichtete das türkische Staatsfernsehen TRT am Montag. Der Anschlag, der dritte seit Jahresbeginn, ist demnach in der türkischen Provinz Mardin verübt worden, nördlich der Grenze zum Nachbarland Syrien. Die der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) nahestehende Nachrichtenagentur Firat berichtete, kurdische Kämpfer hätten den Anschlag verübt.

Im Osten der Türkei waren bei Gefechten zwischen PKK-Kämpfern und dem Militär mindestens 23 Menschen getötet worden, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi (AA) am Sonntag berichtete. In den vergangenen zwei Wochen wurden nach Angaben von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bei Kämpfen insgesamt 115 Angehörige der PKK getötet. PKK-Kämpfer haben in den vergangenen Tagen mehrfach Posten der türkischen Sicherheitskräfte angegriffen.

Die PKK hatte im April 2009 angekündigt, ihre bewaffneten Aktivitäten vorübergehend einzustellen. 2010 kündigte sie aber einen verstärkten Kampf gegen den türkischen Staat an und erklärte eine einseitig erklärte Waffenruhe für hinfällig. Die türkische Regierung sei wegen ihrer "Angriffe auf das kurdische Volk" verantwortlich für diesen Schritt, hatte es geheißen. Der vom türkischen Geheimdienst aus Kenia entführte PKK-Chef Abdullah Öcalan, der seit 1999 in Haft ist, war von einem Staatssicherheitsgericht zum Tod verurteilt worden. Sein Todesurteil wurde nach Abschaffung der Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt.

Die Türkei hatte ihr Veto dagegen eingelegt, dass die Vielvölkerstadt Kirkuk mit ihren Ölfeldern in das kurdische Autonomiegebiet im Nordirak eingegliedert wird. Ankara befürchtet, dass eine kurdische Kontrolle über die an Ölvorkommen reiche Region um Kirkuk zur Entstehung eines auch wirtschaftlich lebensfähigen kurdischen Separatstaates führen könnte. (APA, 6.8.2012)

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19 Postings
Unruhige Grenzen

Das Interesse der Türkei an einem EU-Beitritt wird nunmehr berichtet, sei gering. Dies gilt sicherlich in gleicher Weise für die EU-Länder, mit Ausnahme der Realitätsverweigerer in Brüssel.
Die EU würde sich ständig unruhige Außengrenzen einhandeln, wobei unklar erscheint wer jeweils der Unruhestifter und der Aggressor ist.
Mit dem Zerfall der Staatsmacht in Bagdad und der Region um Kirkuk wird der Grundstein für ein unabhängiges Kurdistan gelegt!
Nicht angenehm für die Türkei, aber auch nicht für die Realitätsverweigerer in Brüssel!

Kemalistische Berichterstattung

@: "Ankara befürchtet, dass eine kurdische Kontrolle über die an Ölvorkommen reiche Region um Kirkuk zur Entstehung eines auch wirtschaftlich lebensfähigen kurdischen Separatstaates führen könnte."

Österreich macht sich schon wieder Sorgen um die Interessen der Türkei!

Die PKK hat von Geschehen der letzten Wochen eine andere Version
http://www.nadir.org/nadir/ini... /31/12.htm
http://www.nadir.org/nadir/ini... /31/13.htm

Nur der Vollständigkeit halber. Die türkische Armee ist allerdings bekannt dafür, systematisch zu Lügen: Erfolge erfinden, Verluste leugnen usw.

Im Moment baut die Türkei über 10 Staudämme an der tükisch-irakischen Grenze alleine mit dem Ziel, den Bewegungsspielraum der bewaffneten Opposition einzugrenzen.
Diese Staudämme sind allerdings nicht identisch mit diesen
http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3... en-Projekt

http://www.nadir.org/nadir/per... 162/15.htm

Ja Ja wir wissen es, die Türkei lügt, aber sie glauben der PKK dass diese die TSK vernichtend geschlagen hat! Was die PKK schon nicht alles erfunden hat!! Die haben sogar schon eine ganze Flotte von türkischen F16 abgeschossen und Kampfhubschrauber

zurückgedrängt!

Nur das komische ist, sobald sich die "Bevölkerung" vor Ort auf die suche nach den Leichen der PKK macht, ist die PKK gezwungen auch diese anzugeben, so wie es in Cukurca passiert ist...14 PKK Leichen von Dorfbewohnern gefunden!

In der Haut von PKK Terroristen möchte ich keinesfalls stecken, denen gehts jetzt wirklich sehr dreckig!

Das die Türkei lügt wissen wir - siehe die kurdischen Dorfbewohner, die ermordet worden sind von der türkischen Armee vor ein paar Monaten.

Auf der einen Seite behauptet die Türkei, die Kurden in der Türkei wären türkische Staatsbürger. Andererseits werden die ohne Gerichtsprozess einfach so ermordet.

terroristen werden von uns umgebracht. da spielt deren staatsbürgerschaft keine rolle.

zudem behaupten wir nicht das es türken waren, lediglich türkische staatsbürger. ist ein kleiner aber feiner unterschied!

Und was ein 'Terrorist' ist entscheiden sie auch, tolle Rechtfertigung.

Vielleicht sollte es sich Deutschland auch so einfach machen. Einfach behaupten die umgekommenen Türken (egal durch was umgekommen) waren Mitglieder des türkischen Geheimdienstes und damit automatisch 'Terroristen'.

So wie in dem Fall Murat Kurnaz?

Unschuldige einfach als "Terrorist" klassifizieren, misshandeln und dann die wichtige Unterlagen verschwinden lassen.

....Unschuldige einfach als "Terrorist" klassifizieren, misshandeln und dann die wichtige Unterlagen verschwinden lassen....

Da haben sie den 'Rechtsstaat' Türkei ganz gut dargestellt.

Deshalb wird ja die Türkei immer noch durch den E.G. für Menschenrechte verurteilt.

Jetzt tuens nicht so blöd

Ich rede vom "Rechtsstaat" Deutschland.

Genau, weil Deutschland ein Rechtsstaat ist haben in den letzten 50 Jahren zig zehntausende Türken in Deutschland Asylanträge gestellt.

Schon vergessen ?

Frage: Wieviele Deutsche haben eigentlich in den letzten 50 Jahren in der Türkei um Asyl nachgesucht ?

Hä?

Ich weiß ja nicht was Sie so rauchen, aber Sie haben oben von der Definition eines "Terroristen" gesprochen und schwenken jetzt auf "Asylanten" um?

Wieso weichen Sie eigentlich immer aus? Fehlen Ihnen etwa die Argumente? ;-)

weiter 7:

13. Das sie jetzt auch noch Deutschland für das Unvermögen der Türkei verantwortlich machen - ist ein starkes Stück.

Deutschland bzw. die EU mahnt schon seit Jahrzehnten die Türkei endlich eine Rechtsstaatlichkeit einzuführen und die Menschen- und Minderheitenrechte zu beachten.

Leider Fehlanzeige durch die Türkei.

14. Wenn sie mit der gleichen Intensität wie sie hier
die ganzen Schwachpunkte der Türkei verteidigen - sich mal für Menschen- und Minderheitenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Durchsetzung des Folterverbotes in der Türkei einsetzen WÜRDEN, wäre Millionen Menschen in der Türkei gedient.

*Ende.

weiter Teil 6:

11.Wenn nun plötzlich die USA sagen, hoppla der ist gar kein Terrorist und ihn dann abschieben - hätte er von seinem Land Türkei eine Aufnahme erwarten können. Die Türkei wollte ihn aber nicht.

Nun liegt dieser Kurnatz wieder dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche.

Er sollte die Türkei verklagen wegen ihrer Untätigkeit und nicht andere Länder die mit der Sache nichts zu tun haben.

Für türkische Staatsbürger ist nun mal die TÜRKEI zuständig.

12. Das man ihm keine Beweise für seine terroristischen Umtriebe vorlegen konnte (von der USA) ist ja auch in der Türkei üblich.

Keine Beweise - aber verurteilen.

Deshalb wird ja die Türkei auch so oft vom Eur.Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt.

weiter7.

weiter Teil 5:

9.
Beweise für den Terrorismus der Inhaftierten ist weder für die USA noch für die Türkei wichtig.

Die Türkei sucht mit Interpol-Haftbefehl angebliche Terroristen, ist aber nicht in der Lage oder besser gesagt nicht willens auch die BEWEISE für Terrorismus vorzulegen.

Rechtsstaat: Keine Beweise - keine Verurteilung.

10.
Und jetzt haben sie sich darüber aufgeregt das sich D nicht für diesen (nach USA und TR-Meinung) Terroristen einsetzt ?

Warum soll sich D für Türken mit türkischen Pass in anderen Staaten einsetzen. Nur weil der mal in D gewohnt hat oder hier mal ein Bier getrunken hat?

Die Türkei hat eine Fürsorgepflicht für seine Staatbürger und nicht China, Australien, Tonga oder Deutschland.

weiter Teil 4.

8. Kurnatz wurde nun nach Guantanamo gebracht, weil die USA ihn als Terrorist betrachteten.

Da die TR ihn auch als Terrorist betrachtet hat - hat die Türkei sich nicht um ihn gekümmert. (Verletzung der Fürsorgepflicht).

Für die TR hätte er in Guantanamo bleiben sollen., für immer.

Die USA und TR haben da für diese Art der Terroristen eine gemeinsame Sprache:

'Wir entscheiden wer ein Terrorist ist.'

USA:Al kaida
TR: PKK

Und wer zur al Kaida und PKK gehört entscheiden eben die TR und die USA. Ist für diese Staaten ganz einfach.

weiter mit Teil 5.

weiter Teil 3:
5.)
Einige der Türken haben in D (trifft analog auch auf andere europ. Staaten zu) dann die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen, andere Türken dagegen wollten türkische Staatsbürger bleiben.

Ist ja in Ordnung, jeder lebe nach seiner Fasson.

6. ) Kurnatz wollte ausdrücklich türk. Staatbürger bleiben.

Ganz allgemein (im Sinne der Fürsorgepflich eines Staates) :
Für dt. Staatbürger ist D verantwortlich, für türki. Staatsbürger ist die TR verantwortlich, für belgische Staatsbürger eben Belgien.

7. Wenn nun ein Staatsbürge bei Reisen in andere Länder Probleme hat ist der Staat seines Paßes für die Wahrnehnung seiner Rechte da.

Für Türken also die Türkei und nicht der Staat wo er sich mal aufgehalten hat.

Teil 2.

noch zu 3.

EIN SATTER MENSCH ZIEHT NICHT IN DIE FREMDE.

4.)
In der Türkei wurden in den letzten 50 jahre viele Minderheiten (zum beispiel: Kurden, ...)
derart drangsaliert das es zur Gründung der PKK kam.

Statt aber das sich die TR nun mit den Ursachen (Unterdrückung der Kurden) dieser Gründung auseinandersetzt behauptete man jahrelang die Kurden sind die PKK (werden sie natürlich alles wieder abstreiten).

Wer sich gegen Unrecht in der TR zur Wehr setzt wurde in der TR gleich als Terrorist bezeichnet.

weiter mit Teil 3.

Ich glaube sie verstehen nie was.

Ich versuche es mal jetzt ganz ausführlich, vielleicht verstehen sie es dann:

1. Viele Türken haben in den letzten 50 Jahren die Türkei verlassen und haben in D (bzw. anderen Staaten) Asyl beantragt.

Asyl haben sie beantragt weil die Türkei die Menschenrechte im allgemeinen nicht beachtet, Foltert, Minderheiten unterdrückt, weil sie in der Türkei ihre Rechte nicht durchsetzen konnten und so weiter...

2. Also viele Türken wollten nicht mehr in der Türkei leben.

3. In den 60ziger sind eine große Anzahl von Türken aber auch als Arbeitskräfte nach D gekommen.
Grund war, das man in D Arbeit hatte und Geld verdienen konnte, das die TR diesen Menschen nicht bieten konnte.

weiter mit Teil-2

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