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Linz - 4.500 Jahresarbeitsplätze, eine Steigerung des regionalen Volkseinkommens um 242 Mio. Euro und des Bruttoregionalproduktes um 561 Mio. Euro sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Hochwasserschutzinitiative des Landes Oberösterreich der vergangenen 10 Jahre. Diese Ergebnisse präsentierten der zuständige Landesrat Rudi Anschober (Grüne) und Volkswirtschaftsprofessor Friedrich Schneider in einer Pressekonferenz am Montag in Linz.
Die Einkommens- und Beschäftigungseffekte wurden mittels Simulationsberechnungen abgeschätzt. Der niedrigere Betrag nimmt an, dass 20 Prozent der Wertschöpfung außerhalb Oberösterreichs stattfinden, der höhere belässt die gesamte Wertschöpfung im Bundesland. Damit kam Schneider auf ein zusätzliches Einkommen aus dem Bruttoregionalprodukt von 15,1 bis 92,9 Mio. Euro jährlich, durchschnittlich 40,9 bis 51,1 Mio. Euro und insgesamt bis zu 561,9 Mio. Euro in den Jahren 2002 bis 2012.
Für das Volkseinkommen ergaben sich Werte von 6,5 bis 40,1 Mio. Euro jährlich, im Durchschnitt 17,7 bis 22,1 Mio. Euro und gesamt bis zu 242,8 Mio. Euro. In puncto Beschäftigung wurden im Durchschnitt 329 bis 411 Vollzeitäquivalente jährlich oder bis zu 4.521 insgesamt errechnet. Etwa zwei Drittel der Aufträge seien nach Oberösterreich gegangen. Eine Analyse, welche Effekte das Hochwasser auf betroffene Firmen hatte, will Schneider bis in den Herbst fertigstellen. Der Rückfluss an die öffentliche Hand sei berechenbar, aber der Finanzausgleich eine "schreiende Ungerechtigkeit", so der Volkswirtschaftler. Man müsse auch bedenken, dass gut 180 Mio. Euro Bundesgeld in dem Programm enthalten seien, so Anschober. Die Katastrophe 2002 habe in Oberösterreich über 1 Mrd. Euro Schaden angerichtet.
Es sei nicht zynisch, diese wirtschaftlichen Zusatzeffekte der Investitionen zu errechnen, erklärte Anschober. Ziel Nummer eins sei klar der Schutz vor Hochwasser. Seit 2002 wurden 427,7 Mio. Euro dafür ausgegeben. 500 Projekte seien bereits realisiert, 269 in Arbeit und 108 in Planung. Etwa 170 Mio. Euro würden noch investiert werden. Wie schnell das geschehe, hänge auch von der Solidarität der Grundeigentümer ab, die dafür benötigten Flächen gegen Ablöse zur Verfügung zu stellen, so Anschober.
Hauptstoßrichtung sei, Rückhaltebecken zu schaffen und Fließgewässern mehr Raum zu geben. Die Erhaltungstätigkeiten würden bei den Projekten bereits eingerechnet. Der Hochwasserschutz an Fließgewässern sei planbar, das in letzter Zeit verstärkte Phänomen der regionalen Starkregenfälle nicht. Da liege die nächste Aufgabe, sagte der Umweltlandesrat. (APA, 6.8.2012)
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