Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Beate Schrott auf dem Weg ins Semifinale.

Es hat nicht gereicht.
London - Geschlafen hat sie nicht viel, putzmunter war sie dennoch. "Mein Herz hat so gepumpert. Von Mitternacht bis heute früh", erzählte Beate Schrott, nachdem sie die große Nervosität vor ihrem Olympia-Debüt meisterhaft weggesteckt hatte und mit einem Vorlaufsieg in das Halbfinale über 100 m Hürden in London eingezogen war. Diskuswerfer Gerhard Mayer hingegen verpasste die Finalqualifikation als 24. deutlich.
ÖLV-Rekordlerin Schrott reichte ein lockerer Lauf in 13,09 Sekunden, die zweitplatzierte Belgierin Eline Berings kam erst nach 13,46 über die Ziellinie. "Ich war schnell weit vorne, das kam mir ein bisschen komisch vor. Ein Vorlaufsieg ist unglaublich - was will ich mehr", sagte die Medizin-Studentin, die mit ihrer Zeit unter 48 Läuferinnen an die 20. Stelle kam. Schnellste war die Australierin Sally Pearson in 12,57 vor der US-Amerikanerin Lolo Jones mit 12,68.
Im Halbfinale der Top-24 wird Schrott mit Sicherheit mehr gefordert werden, das Rennen will sie einerseits mehr genießen, andererseits hat sie noch Großes vor. "Ich habe mein Soll mit dem Aufstieg erfüllt. Aber ich will noch schneller laufen. Eine 12,9 setze ich mir als Ziel, denn das habe ich drauf", meinte die 24-Jährige, die erst am 17. Juli in Luzern ihren österreichischen Rekord auf 12,82 gedrückt hatte.
Enges Feld
Schrott ist im ersten der drei Läufe auf Bahn sechs am Start (20.15 Uhr MESZ). Sie hat knapp die schwächste Saisonbestleistung, allerdings liegt das Feld mit Zeiten von 12,65 bis 12,82 eng zusammen.
Schrott hatte sich am Sonntagabend im Olympischen Dorf am Fernseher die Leichtathletik-Bewerbe angesehen. "Ich konnte dann lange nicht einschlafen, hatte ständig Bilder von Bolt und den 400 Metern im Kopf. Im Zimmer war es heiß und draußen laut, also habe ich mir dann meine großen Kopfhörer aufgesetzt und damit geschlafen", erzählte die Athletin von Union St. Pölten.
Mayer ausgeruht ausgeschieden
Mayer störte der Lärm im Dorf nicht, er kam ausgeruht zum Wettkampf in das schon bei der Vormittagssession mit 80.000 Zuschauern voll besetzte Stadion. Sein weitester der drei Versuche ging auf 60,81 m, das war in dem Weltklassefeld zu wenig.
"Ich war beim Einwerfen ganz locker. Dann hat es bei meinem ersten Versuch zu nieseln begonnen und ich habe den ganzen Druck reingelegt, hatte aber leider etwas Rückenlage. Vielleicht wollte ich etwas zu viel", sagte der EM-Achte von Helsinki, der in Finnland im strömenden Regen überzeugt hatte und dieses Kunststück in England wiederholen wollte. Bester war der Este Gerd Kanter mit 66,39 vor dem Deutschen Robert Harting mit 66,22.
Für den Aufstieg wären 63,55 Meter notwendig gewesen - unerreichbar an diesem Tag für Mayer. "Das ist der stärkste Wettkampf, an dem ich bis jetzt teilgenommen habe. Nach Peking 2008 sind noch einmal starke Leute dazugekommen." Der Franzensdorfer war in China an die 18. Stelle gekommen, seinen größten Wurf landete der österreichische Rekordhalter bisher bei den Freiluft-Weltmeisterschaften 2009 in Berlin, als er Achter war. Mayers Saisonbestleistung 2012 steht bei 63,33 m. (APA, 6.8.2012)
DAMEN - 100 m Hürden, Vorläufe (Top 3 plus 6 Zeitschnellsten im Halbfinale am Dienstag):
1. Lauf: 1. Alina Talay (BLR) 12,71 Sek. - 2. Jessica Zelinka (CAN) 12,75 - 3. Tiffany Porter (GBR) 12,79 - 4. Anne Zagre (BEL) 13,04
2. Lauf (+ 0,1 m/Sek.): 1. Beate Schrott (AUT) 13,09 - 2. Eline Berings (BEL) 13,46 - 3. Ivanique Kemp (BAH) 13,51. Nicht angetreten: Jessica Ennis (GBR), Latoya Greaves (JAM)
3. Lauf: 1. Kellie Wells (USA) 12,69 - 2. Tatjana Dektjarewa (RUS) 12,87 - 3. Lucie Skrobakova (CZE) 13,01 - 4. Cindy Roleder (GER) 13,06 - 5. Shermaine Williams (JAM) 13,07
4. Lauf: 1. Nevin Yanit (TUR) 12,70 - 2. Dawn Harper (USA) 12,75 - 3. Jekatarina Galizkaja (RUS) 12,89 - 4. Derval O'Rourke (IRL) 12,91 - 5. Nikkita Holder (CAN) 12,93
5. Lauf: 1. Sally Pearson (AUS) 12,57 - 2. Reina-Flor Okori (FRA) 13,01 - 3. Carolin Nytra (GER) 13,30
6. Lauf: 1. Lolo Jones (USA) 12,68 - 2. Phylicia George (CAN) 12,83 - 3. Marzia Caravelli (ITA) 13,01 - 4. Julia Kondakowa (RUS) 13,10
Mo Farah mit Doppelgold zum britischen Star der Spiele - Die US-Damen in 4x400m-Staffel zu gut - Tschitscherowa siegt im Hochsprung - Überraschung im Speerwurf
Über 4 x 100 m wird Uralt-Bestmarke klar unterboten - Herren von den Bahamas holen Gold über 4 x 400 m - Lange Diskussionen um Hammerwurf-Medaillen - Stabhoch-Favorit Lavillenie behält die Nerven
Der Dreifachtriumph der Jamaikaner über die 200 Meter stellt die Sportwelt wieder vor das alte Rätsel: Warum um Himmels willen sind die so schnell? Mag sein, diese Welt hat es verlernt, die Frage wirklich an den Willen des Himmels zu richten
Jamaikanischer Sprint-Superstar denkt noch nicht ans Aufhören - Weltrekord in der 4x100 Meter-staffel das Ziel
Der jamaikanische Sprintstar Usain Bolt setzt sich mit Gold über 200m ein Denkmal - Erster LA-Weltrekord der Spiele durch den Kenianer Rudisha über 800m - Ashton Eaton gewinnt Zehnkampf
Die US-Amerikanerin Allyson Felix beendete über die 200 Meter die seit dem vorigen Jahrhundert andauernde Durststrecke des Yankee-Sprints. Der biblische Briefschreiber half dabei
Die USA holen binnen 30 Minuten drei Goldene über den großen Teich - Natalja Antjuch gewinnt die 400m Hürden der Frauen - Favoriten im 200m-Semifinale locker weiter
Zweiter Platz im Halbfinale sorgte für größte olympische Sensation in London aus österreichischer Sicht
Den zehnkämpfenden US-Weltrekordler Ashton Eaton halten selbst die schärfsten Konkurrenten für unschlagbar. Seine Taekwondo-Lehrer waren da anderer Ansicht
Über 1500m müssen sich die kenianischen Läufer mit Platz sieben begnügen. Robert Harting sorgt im Diskus für eine Sternstunde der deutschen Leichtathletik
Olympiasieger von 2004 riss sich wohl erneut die Achillessehne
Steirische Speerwerferin kam nur auf 49,66 Meter - Mit Platz 17 von 21 in ihrer Qualifikations-Gruppe den Finaleinzug klar verpasst - Knieuntersuchung folgt
Beate Schrott, Österreichs derzeit wohl stärkste Leichtathletin, steht am Dienstag im Halbfinale über 100 Meter Hürden und will es genießen - derStandard.at erwischte sie am Telefon
Der erst 19-Jährige Kirani James aus Grenada (400 Meter) und Altmeister Felix Sanchez aus der Dominikanischen Republik (400 Meter Hürden holen Gold - Noch einmal Bronze für Stabhochsprung-Königin Isinbajewa
Jamaikaner erneut 100-m-Olympiasieger - Silber an Weltmeister und Landsmann Yohan Blake - US-Amerikaner Justin Gatlin sprintet zu Bronze
Usain Bolt hat noch Großes vor in London. Der Sprintsieger aus Jamaika will zwei weitere Titel von Peking verteidigen, wer wollte ihn aufhalten? Aufgehalten wurde ein Betrunkener auf der Tribüne, der Zufall wollte es, dass Frau Bosch in der Nähe saß
Nach Beobachtungen des Niederösterreichers wurde Marokkaner Laalou überführt - "Ein Betrüger weniger"
Jessica Ennis im Siebenkampf, Mo Farrah über 10.000 Meter und Greg Rutherford im Weitsprung sorgen für drei britische Goldmedaillen - Ivona Dadic österreichische Zukunftshoffnung
Jamaikaner stolperte beim Start - "Froh, dass ich weiter bin" - Weltmeister Yohan Blake deutlich souveräner - Beinamputierter Südafrikaner im Halbfinale über 400 m
Das Kaiserrennen findet am Sonntag statt. Über die 100 Meter jagen alle Bolt. Österreichische Aussichten gedämpft
Ist ein Wahnsinn. Talent. Der Mayer rennt zuerst oesterreichischen Marathonrekord und dann wirft er auch noch olympisch. Obwohl ja aber leider auch gesagt werden muss, dass er der Dopingkueche leider durch den Wintersport halt auch recht nahesteht. Owa, Urbursch, im Winter und im Sommer. Bei den naechsten Spielen in 2015 wird er es besser machen.
Im ORF-Beitrag heute wurde erwähnt, dass Mayer für das Diskuswerfen eigentlich 10-15 cm zu klein und und 10-20 kg zu leicht ist. Mir ist völlig schleierhaft, warum ein Sportler mit Steuergeldern finanziert wird, der für die von ihm ausgewählte Sportart nicht einmal die körperlichen Voraussetzungen mitbringt.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.