Die besten Zahlungsmittel im Urlaub

6. August 2012, 13:33

Bargeld ist unsicher, aber praktisch, Bankomat- und Kreditkarten sind sicher, aber eventuell kostenintensiv - Der ÖAMTC gibt Tipps zu Zahlungsmitteln

Urlaub kostet Geld. Nicht nur bei der Buchung, sondern auch vor Ort. Bei der Entscheidung, welche Zahlungsmittel im Urlaub verwendet werden, sind verschiedene Überlegungen wichtig. Der ÖAMTC hat die wichtigsten Möglichkeiten untersucht. "Generell sollten die gewählten Zahlungsmittel im Reiseland problemlos akzeptiert werden, sicher sein und möglichst keine zusätzlichen Kosten verursachen", sagt ÖAMTC-Touristiker Jan Stirnweis. Sein Rat ist, auf verschiedene Zahlungsmittel zu setzen.

Bargeld zu Hause wechseln

Bargeld sollte man immer dabeihaben, um gleich nach der Ankunft etwa ein Taxi oder einen Snack bezahlen zu können. Prinzipiell ist aber bargeldlose Zahlung die bessere Lösung, da sie mehr Nachvollziehbarkeit und Sicherheit bei Verlust oder Diebstahl bietet.

Bei Diebstahl ist Bargeld die unsicherste Variante, da das Geld in den meisten Fällen nicht wieder auftaucht. Dafür kann man damit immer und überall bezahlen und ist nicht abhängig von Geldautomaten. Geld sollte man noch in Österreich wechseln, empfiehlt der ÖAMTC, da man hier die Kurse leichter vergleichen kann. Auch kann man die Spesen der verschiedenen Banken besser vergleichen. Man sollte sich jedoch überlegen, wie viel Bargeld man mitnehmen will, da beim Zurückwechseln nach dem Urlaub weitere Kosten durch Spesen entstehen.

Karten für jeden Bedarf

Die Bankomatkarte zeichnet sich durch die hohe Sicherheit aus, da bei Verlust oder Diebstahl eine beschränkte Haftung besteht. Allerdings wird dieser Schutz nur wirksam, wenn die Karte rechtzeitig gesperrt wird. Wird außerhalb des Euroraums Geld behoben, fallen Transaktionsspesen an. Daher ist laut ÖAMTC vor allem im Euroraum ein Mix aus Bargeld und Bankomatkarte die beste Lösung.

Auch bei Kreditkarten genießt man hohe Sicherheit im Fall eines Verlusts oder Diebstahls. Urlauber, die einen Leihwagen mieten wollen, müssen sogar eine Kreditkarte dabeihaben. Grundsätzlich sollte bei Fernreisen immer eine Kreditkarte mitgenommen werden, die Bankomatkarte wird nämlich nicht überall akzeptiert. "Aber auch Kreditkarten werden nicht überall angenommen. In Kuba kann man beispielsweise nicht mit American Express oder Diners Club bezahlen", erklärt Stirnweis. Außerhalb der Eurozone fallen bei Zahlungen mit Kreditkarte Manipulationsgebühren an, auch bei Bargeldbehebungen fallen Spesen an. Aufgrund der Wechselkursschwankungen kann der Betrag, der erst einen Monat später vom Konto abgebucht wird, nicht genau vorherbestimmt werden. Wer Bargeld mit der Kreditkarte beheben will, muss außerdem seinen PIN-Code mitführen.

Prepaid-Karten sind eine weitere, sehr sichere Möglichkeit, im Urlaub zu bezahlen. Ein vorher aufgeladenes Guthaben kann an gekennzeichneten Stellen eingelöst werden, ein eigenes Konto ist dafür nicht nötig. Die Karten sind vor allem für Jugendliche sehr gut geeignet, da sich schon vor Reiseantritt ein genau festgelegtes Reisebudget bestimmen lässt. Allerdings muss sowohl beim Aufladen als auch beim Bezahlen mit Spesen gerechnet werden.

Kompliziert, aber sicher: Reiseschecks

Auch in Zeiten von Karten haben Reiseschecks ihre Attraktivität nicht verloren. Sie sind ein unbegrenzt gültiges und vor allem sehr sicheres Zahlungsmittel. Bei Verlust oder Diebstahl gibt es vollen Ersatz. Zu beachten ist, dass die Reisechecks und die Verkaufsbestätigung getrennt voneinander aufbewahrt werden müssen, damit im Notfall die Seriennummern zur Hand sind. Reisechecks sind etwas komplizierter in der Handhabung, beim Kauf sind Gebühren und Mindestspesen zu bezahlen und es gibt sie nur in bestimmten Währungen und oft nur auf Vorbestellung.

Erkundigen sollte man sich in allen Fällen über die anfallenden Spesen und Gebühren sowie nach dem Bezugslimit. Wichtig ist, dass Nummern zum Sperren der Karten notiert und am Handy gespeichert werden. Bei Verlust müssen Karten umgehend gesperrt und Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Karten und PIN-Codes müssen unbedingt getrennt voneinander aufbewahrt werden. Nach dem Urlaub sollten Kreditkartenabrechnung und Kontoauszüge genau kontrolliert werden und nicht nachvollziehbare Umsätze dem Kreditkarten-Unternehmen oder der Bank gemeldet werden. Nützlich dafür ist es, alle Rechnungen aufzuheben. (red, derStandard.at, 6.8.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 47
1 2
visa electron

ich habe immer meine visa electron karte dabei, dann kann ich von jedem internet anschluss geld "draufladen".

Gerade

"exotische " Währungen kann man oft kostengünstig in dem Urlaubsland wechseln!!

Ein wichtiger Tipp fehlt:

Bei Barbehebung am Bankomaten ausserhalb des Euroraumes gibt es die Möglichkeit, die Barbehebung in der Landeswährung oder in Euro abrechnen zu lassen.
Hier immer "Landeswährung" wählen, dann erfolgt der Wechsel über die Hausbank und nicht über die auszahlende Bank im Ausland, was natürlich günstiger ist.

Selbst meine Bank hat mir geraten das Geld im Ausland zu wechseln.

Schwachsinn³ dieser Artikel.

Empfehle ich sehr gerne den Wienern:

Schelhammer & Schattera Bankhaus hinter dem Haas Haus - reimt sich sogar :))) meiner Erinnerung nach (2009) fallen KEINE Wechselgebühren an

10 Prozent Spanne

zwischen An- und Verkauf sollte reichen, da muss man nicht auch noch "Spesen" verrechnen. Das sind weltweit üblichen Konditionen mit der auch die Bank der Röm.-Kath. Kirche über die Runden kommen sollte.

Übrigens reimt sich "Haus" nicht auf "Haus", dafür aber auf Laus oder Graus.

Sie könne hier schreiben, was Sie wollen, ich jedenfalls habe für einen Pfund Wechsel um € 250 nur einen Betrag unter 1 € gezahlt.

Doch Spesen?

Wofür war jetzt der "Betrag unter 1 €"?

Was nicht beantwortet wurde:

"Wichtig ist, dass Nummern zum Sperren der Karten notiert und am Handy gespeichert werden."

Was mache ich, wenn das Handy gestohlen wird.
ÖAMTC, gib Rat!

Sommerloch-Wissen

früher: Scheck und Scheckkarte

die konnte man auf jeder Post in Drachmen, Peseten, Lire eintauschen

heute: ein ganzer Kübel von shitload mit PIN und Magnetstreifen der in der Sonne und

Läkkts mich. bitte wieder 20 Jahre zurück. Danke!

maestro

der liste mit maestro-kompatiblen ländern ist prinzipiell kein glauben zu schenken.

in manchen ländern ist die

ein- und ausfuhr der landeswährung verboten oder beschränkt - soviel zu den guten tipps des öamtc ,-)

eine nicht so versteckte Schleichwerbung:

Ein DKB Konto eroeffnen mit gratis Visa-Karte fuer gratis Geldbehebungen weltweit, gratis bargeldloses Zahlen in Euroland und keine Gebuehren fuer Kreditkartentransaktionen weltweit. Devisenkurs wird in Anrechnungen gebracht.

eine visa karte mit gratis barbehebung weltweit? echt?

Bieten sogar mehrere Direktbanken in Deutschland an. Die Comdirect zB auch.

mit gratis barbehebung? vor 1,5 jahren waren pro barabhebung noch 3,63 € fällig. fein wenn sie das endlich aufgegeben haben. :)

Ist als Auslandskonto in Österreich halt nur begrenzt brauchbar (Stichwort Bankeinzug).

Eh. Aber unbestätigten Gerüchten zufolge ist es nicht verboten, mehrere Konten zu haben.

das ist allerdings spaetestens 2014 auch keine thema mehr wenn EU weit nur mehr BIC und IBAN fuer ueberweisungen, einzug, etc. verwendet wird

"Generell sollten die gewählten Zahlungsmittel im Reiseland problemlos akzeptiert werden, sicher sein und möglichst keine zusätzlichen Kosten verursachen", sagt ÖAMTC-Touristiker Jan Stirnweis.

Hat der Mann studiert, um soviel Expertise zu erwerben? Ich Laie hätte wahrhaftg gedacht, es wäre besser, wenn meine Zahungsmittel im Urlaubsland nicht akzeptiert würden, oder wenigstens unsicher und kostenintensiv wären.

.

Unsinn in österreichischen Banken Geld zu wechseln!!

In vielen Länderf fallen wesentlich geringere bzw gar keine Gebüren an!!

zB Thailand: NULL Provision!

in der türkei ist es auch so. und in kroatien zahlt man "nur" 2 % aber immernoch bessere konditionen als in ö.

"Geld sollte man noch in Österreich wechseln"

Eine Werbeeinschaltung ihres Geldinstituts!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Wechseln von Euro in die jeweilige Landeswährung fast überall günstiger und problemloser ist als bei einer österreichischen Bank.

Ja, das mag zu Schillingzeiten noch gestimmt haben (als das eine Exotenwährung war). Aber ausländische Banken sind sicher stärker an Euro oder Dollar interessiert, als hiesige Banken am Bereithalten von Baht, Lira, Dinar etc.

Posting 1 bis 25 von 47
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.