"Jetzt bin ich hier. Es ist ein Versehen"

Ansichtssache

Im Frühjahr 2011 trifft sich der damalige Europaparlamentarier Ernst Strasser (ÖVP) mehrmals mit Journalisten der englischen "Sunday Times", die sich als Lobbyisten getarnt haben. Die Enthüllung der Gespräche, in denen der ehemalige Innenminister erklärt, für seine Klienten bei "kritischen Inhalten" Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen, führt zum Rücktritt Strassers. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts auf Bestechlichkeit, demnächst wird über eine Anklage entschieden.

Der "Kurier" veröffentlichte kürzlich eine Übersetzung der Gespräche, die Strasser mit den Journalisten führte. Hier ein "Best-of" der Strasser-Sager. (red, derstandard.at, 6.8.2012)

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foto: apa/herbert oczeret

Strasser spricht zunächst über seine Kandidatur bei der Europawahl 2009: "Das war nicht mein Wunsch. Mein Parteiführer (Josef Pröll, Anm.) hat mich gebeten, Spitzenkandidat der ÖVP für den Wahlkampf zu werden. Und Gott sei Dank haben wir den Wahlkampf gewonnen. Es war ein sehr guter Wahlkampf, ein sehr gutes Ergebnis. Und jetzt bin ich hier. Es ist ein Versehen, wenn man so will."

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