Studiengebühren: VSStÖ wirft Burgstaller Verrat vor

6. August 2012, 10:55
  • Die roten Studenten beschweren sich über die Aussagen der Salzburger Landeshauptfrau.
    foto: apa/neumayr/mmv

    Die roten Studenten beschweren sich über die Aussagen der Salzburger Landeshauptfrau.

Heftige Kritik nach neuerlichem Vorstoß der Salzburger Landeshauptfrau zur Einführung von Studiengebühren

Wien - Der Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) wirft Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller vor, mit ihrem neuerlichen Vorstoß für eine Einführung von Studiengebühren die sozialdemokratischen Grundwerte und alle Studenten zu verraten. "Burgstaller ist somit wieder einmal eine Komplizin der konservativen Kräfte in Österreich", kritisierte die Vorsitzende der SPÖ-nahen Studentenvertreter, Jessica Müller, am Montag in einer Aussendung.

Burgstaller hatte angekündigt, die SPÖ beim Bundesparteitag im Herbst von einer Wiedereinführung der Studiengebühren - als Gesamtpaket mit einer Neugestaltung des Stipendiensystems - überzeugen zu wollen. Aus Sicht des VSStÖ wird sie damit jedoch scheitern. "Es wird auch dieses Mal eine überwältigende Mehrheit der SPÖ auf der Seite der Jugend und der sozialen Gerechtigkeit stehen und sich nicht auf einen Kniefall vor der ÖVP einlassen. Unser Nein zu Studiengebühren bleibt!"

Burgstaller solle sich ernsthaft mit der Realität der breiten Masse von Studenten auseinandersetzen, bevor sie "immer wieder die Einführung von sozial selektiven Studiengebühren fordert". Diese würden viele zum Abbruch des Studiums zwingen, warnt Müller, daran würde auch die von Burgstaller geforderte und "längst überfällige" Reformierung des Beihilfensystems in Österreich nichts ändern. (APA, 6.8.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 135
1 2 3 4

LH Burgstaller gehört aus der SPÖ ausgeschlossen, da sie ihre Wurzeln vergessen und verraten hat.

Jeder Gewerbetreibende weiß, dass er in Infrastruktur und Werkzeug investieren muss,

wenn er längefristig am Markt bestehen will.
Einer entwickelten Gesellschaft sollte das genau so klar sein.
Nur ausreichende Investitionen in unseren Nachwuchs sichern unseren Wohlstand.
Dass eine Partei, der die Sicherung und der Erhalt des Wohlstandes einiger Weniger auf Kosten der Mehrheit am Herzen liegt Zugangsbeschränkungen möchte, die die Knechte und Mägde von den Unis fern halten ist wohl klar.
Dass das auch einer angeblich sozialen und demokratischen Politikerin gefällt verwundert hingegen schon sehr.

Studieren heißt Leistung bringen!

Meiner Meinung nach ist es richtig die Studenten zu unterstützen solange sie auch ihre Leistung bringen, da die meisten später im Job mehr Lohnsteuer zahlen als vielleicht nicht studierte und so Ihren Beitrag im Nachhinein leisten.

Aber wenn zB ein Semester nicht bestanden wird, so soll man dieses auch für nochmaligs Antraten selbst bezahlen! Denn dann ist man offensichtlich fürs studieren nicht geeignet und sollte vielleicht besser arbeiten gehen...

Langzeitstudenten

Ich studiere selbst (berufsbegleitend) und weiß um den Ablauf eines Studiums.
Meine Aussage sollte eher die Thematik von Langzeitstudenten ansprechen, welche 20 Semester Kunstgeschichte studieren oder ähnliches und dann keinen Job finden..!
Jedoch danke für die Berichtigung!

Bitte detailliert aufzählen, was ein Kunstuni-Langzeitstudent den Staat alles kostet.

Und dann bitte vergleichen, was wir alles für Notstandsempfänger bezahlen.

Die Uni ist keine Schule, wo man ein ganzes Semester wiederholen muss, sondern jede Prüfung steht für sich.
Eine Prüfung nicht zu schaffen, kann leicht passieren und ist kein großes Drama. Oft ist es auch gar nicht möglich, alle Prüfungen sofort beim ersten Termin zu machen. Setzen sie sich mal mit ein paar Studenten zusammen, die sollen Ihnen vom Unialltag erzählen.
Für die Studienbeihilfe muss man auch jetzt schon einen Leistungsnachweis erbringen, damit man sie weiterhin bekommt.

Wer ein Semester versemmelt kriegt gleich den vollen Dampfhammer und ist deshalb für das Studium ungeeignet?!
Hut ab, sie müssen gut sein.

So war die Regelung die nach der "Abschaffung" der Studiengebühren eingeführt wurde auch. Wer in der Mindestzeit fertig wird zahlt nichts, wer aber mehr als 1 Tolleranzsemester darüber war musste zahlen. Nicht EU Bürger mussten generell zahlen. Diese Regelung fand ich fair und sinnvoll. Leider blockiert Töchterle die Reperatur nach dem Gerichtsurteil.

korrektur

wer mehr als 2!!! Toleranzsemester darüber war, musste zahlen
6Sem Bachelor (+2)
4Sem Master (+2)
--> 7 Jahre gratis, danach kostets

dafür

gab's auch "tolle" Semester... ;-)

Für mein Studium habe ich 10 Semester benötigt. Teilweise habe ich Studiengebühren zahlen müssen. Hätte ich über die gesamte Zeit gezahlt, wären es insgesamt ca. 3500€ gewesen. Bei meinem Job, den ich unmittelbar nach dem Studium begonnen habe, zahle ich knapp über 550€ Lohnsteuern. Das heißt in gerade mal einem halben Jahr nach dem Studium habe ich den Betrag mit meinen Lohnsteuern abbezahlt. Der Staat holt sich das Geld sowieso nach dem Studium, warum muss man es dann schon einem Studenten wegnehmen der ohnehin nichts hat? Man bekommt keine Studienbeihilfe wenn man über 660€ zur Verfügung hat. Familienbeihilfe und das Geld das man von den Eltern bekommt ist da schon mit eingerechnet. Das ist weniger als die Mindestpension.

Ihre Argumente stimmen nur dann wenn:

1. Sie einen Job bekommen und dieser auch gut bezahlt ist
2. dieser Job und Sie selbst der inländischen Besteuerung unterworfen sind.
3. Sie ignorieren dass auch Menschen ohne tertiäre Bildung Steuern zahlen.

wegnehmen?

Sie gehen einen freiwilligen Tausch ein, Gebühr gg Ausbildung. In etwa wie beim Führerscheinkurs, Fahrstunden gg Kursgebühr. Oder beim Schweisserkurs. Oder beim NLP-Rhetorikseminar. ...

dumme Argumentation! Genausogut könnte dann der Staat für Volks, Hauptschulen, Gymnasien Geld verlangen.
1. Hat der Staat und sollte haben, ein essentielles Interesse an der Bildung und Ausbildung seiner Bürger.
2. Wozu zahle ich Steuern ( und nicht zu knapp)?
Damit ich dann jede Leistung die mir der Staat erbringt nochmals zahlen muss?
Nur dafür, dass der Verwaltungsapparat erhalten bleibt?

versuch einer antwort

ad 1.) hat er auch, daher gibt's schulpflicht. aber keine uni-pflicht. Nachfrage nach höherer Bildung wird über Gehälter signalisiert, da kann sich jede entscheiden, ob der aufwand sich lohnt.

ad 2.) steuern sind hierzulande vor allem eine massnahme der umverteilung, vgl. einkommensverteilung brutto und netto.

Noch eins.

Es gibt in Österreich k e i n e Schulpflicht, sondern eine Unterrichtspflicht!!!
Sie können also ihre Kinder durchaus selbst unterrichten (Erfolg wird evaluiert)!!!!

es blieb beim Versuch

ad ad 2) - Umverteilung ist nur ein Teilaspekt - und gerade hier steht es im Widerspruch zur ihrer Denkweise (gesell. gewünscht ist eine hohe Bildungsdichte und -Breite, daher Umverteilung dorthin und Zugang uneingeschränkt ermöglichen).
Die Pädagogik, die sie vertreten (beim ersten Fehler gleich volle Sanktion) hat sich in keinem Bereich (auch nicht im elitären) bewehrt. Das ist eine Denkungsweise wie sie aus dem US-Amerikanischen Raum kommt und dementsprechend dort Realitäten erzeugt hat, die man bei klarem Verstand betrachtet als nicht wünschenswert bezeichen muß.

versuch

ja, ich sehe schon, es blieb beim Versuch, der troll wollte nicht...

ad 1.) es gibt ein staatlich festgelegtes Interesse an einem bestimmten Bildungsniveau. Das ist verpflichtend festgelegt. Darüber hinaus haben Sie das Recht auf Unwissen bzw können sich entsprechend Ihrer Neigungen orientieren. (Wer Aufwand und zu erwartete Freuden eines Studiums/Abschlusses nicht gegenrechnen kann, sollte vermutlich einen grossen Bogen um eine Uni machen.)

ad 2.) Pädagogik? Sagte nichts über Pädagogik, Sie wollten wissen, warum Sie Steuern zahlen, das habe ich Ihnen erklärt. Aber nicht doch, gerne geschehen.

ich bin gegen studiengebühren

bin aber bereit, andere meinungen zu akzeptieren. die ÖH offenbar nicht.

burgstaller ständig "verrat" vorzuwerfen, nur weil sie in einem punkt anders denkt, spricht nicht zwingend für eine demokratische kultur.

Die Trulla hat nicht einmal erkannt, dass es im Österreich NIE Sudien-GEBÜHREN, sondern immer nur Studien-BEITRÄGE gegeben hat !

https://www.help.gv.at/Portal.No... 60104.html

Nicht genügend, SCHWEIGEN !

frau burgstaller, wechselns doch endlich zur övp, wenns schon ständig deren geschäft erledigen... die sozialisation sitzt tief im bauerndirndl

Der Platz von Rauch-Kallat wird ja eben frei !

Ganz genau, ... wenn's eine Parteilinie gibt, braucht sie doch nicht selbst zu denken ...

Ich halte zwar nicht von Studiengebühren weil diese extrem hoch sein müssten um tatsächlich einen substantiellen Beitrag zur Unifinanzierung leisten zu können. Aber warum keinen Aufnahmeverfahren auf begrenzte Plätze/Semester?

Die Unis könnten planen, die Studenten könnten planen sobald sie das Ergebnis kennen und es könnte sichergestellt werden dass nicht am gesellschaftlichen Bedarf vorbeistudiert wird wie z.B. 1000e Psychologen ohne Patienten (etwas pointiert).

Summa summarum: jeder wüsste besser woran er/sie ist.

Leider ist die Politik ja nicht fähig/nicht Willens jene Beträge aufzustellen die nötig wären damit jeder alles solange er will studieren kann.

Ein Land, das -wie z.B. Österreich- weit weniger Akademiker hat als der Durchschnitt vergleichbarer Staaten

sollte nicht über Zugangsbeschränkungen nach denken, sondern über Förderungsmöglichkeiten.

Posting 1 bis 25 von 135
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.