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New York - Die Wall-Street-Firma Knight Capital, die von einem Softwarefehler an den Rand des Ruins gebracht wurde, ist gerettet. Eine Gruppe von Investoren stelle 400 Mio. Dollar (323 Mio. Euro) bereit, teilte der Aktienhändler am Montag mit. Die bisherigen Anteilseigner werden aber als Konsequenz die Kontrolle über das Unternehmen verlieren. Knight Capital hatte vergangene Woche in nur 45 Minuten einen Verlust von 440 Mio. Dollar angesammelt.
Die Investoren bekommen für ihr Geld Schuldpapiere, die in rund 267 Millionen Aktien umgewandelt werden können. Damit dürften sie später knapp drei Viertel der Anteile halten. Die Knight-Aktie verlor nach Bekanntgabe des Deals vorbörslich mehr als 30 Prozent auf 2,80 Dollar. Der Grund dürfte sein, dass die Investoren bei ihrer Rettungsaktion eine Aktie schon für rund 1,65 Dollar bekommen werden. Laut NASDAQ-Homepage wurde die Aktie kurz vor Börsestart vom Handel ausgesetzt.
Das Geld komme unter anderem von den Finanzinvestoren Blackstone und General Atlantic sowie dem Aktienhändler TD Ameritrade, berichteten die Finanznachrichtenagentur Bloomberg und der Sender CNBC unter Berufung auf informierte Personen. Knight Capital hatte sich am Freitag mit einer neuen Kreditlinie ins Wochenende gerettet. Am Markt wurde davon ausgegangen, dass die Firma einen dauerhaften Deal noch am Montag brauchte.
Schuld an dem außergewöhnlichen Börsen-Malheur war eine Software-Panne: Ein neues Handelsprogramm von Knight Capital überflutete den Markt am Mittwochmorgen mit fehlerhaften Handelsaufträgen. Als Folge saß die Firma auf einem Berg zu teuer gekaufter Aktien. Nach Informationen des "Wall Street Journal" hatte Knight ungewollt Papiere im Wert von mindestens 4,5 Mrd. Dollar gekauft. Goldman Sachs kaufte die Aktien mit einem Abschlag im Paket ab.
Knight-Chef Thomas Joyce wollte dem "Wall Street Journal" zufolge die Börsenaufsicht SEC zunächst überreden, die ganzen Order einfach rückgängig zu machen. Doch SEC-Chefin Mary Shapiro lehnte unter Hinweis auf geltende Regeln ab. Am Wochenende nannte sie den Vorfall "inakzeptabel" und ordnete an, dass die Arbeit an einem Überwachungssystem für Handelsprogramme beschleunigt wird. In der US-Presse machte das Wortspiel "Knightmare on Wall Street" die Runde.
Der Börsendienstleister Nanex stellte die Vermutung auf, Knight habe mit der neuen Handelssoftware versehentlich auch ein Testprogramm scharfgeschaltet, mit dem sie zuvor unter Laborbedingungen ausprobiert worden war. Jedenfalls passe der Ablauf zum Verhalten solcher Testinstallationen, hieß es in einer Analyse. (APA, 6.8.2012)
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tja.
vielleicht sollte man "rocket science" (copyright: margin call) ein bissi verstehen, bevor man sich irgendeine super-mega-affengeile-macht-noch-reicher-ohne-irgendwas-software ankauft und implementiert...
noch lustiger find ich, daß investoren ihre im todeskampf dahinröchelnde eierlegende wollmilchsau retten wollen, anstelle sich eine neue zu suchen...
wäre ich verschwörungstheoretiker, würd ich an leichen im keller denken...
Schätze, die Liebe wissen jetzt, was "Probebetrieb" und "Parallelbetrieb" heißt. Und daß nicht jeder, der ein bissi Code schreiben kann, auch ein cooles Programm für alle Branchen produziert.
Super Idee, die Orders einfach rückgängig machen zu wollen ... will ich auch, wenn der Schmarrn runter statt rauf geht! LOL
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