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vergrößern 800x474Die Landung war erfolgreich - "Curiosity" ist auf dem Roten Planeten angekommen (Illustration).
vergrößern 800x452Die ersten Bilder vom Mars - aufgenommen von "Curiosity" kurz nach der Landung. Das linke Bild zeigt den Schatten des Rovers.

Jubel in Pasadena - der Rover ist gelandet, die ersten Bilder treffen ein.
vergrößern 800x805Rund zwei Stunden nach der Landung ist diese Aufnahme mit einer der hinteren "Hazard-Avoidance cameras" entstanden. Hier ist die neue Heimat des Rovers schon mit höherer Auflösung zu sehen. Der Rover ist vorne und hinten mit je zwei Kameras mit Staubschutz ausgestattet, um erste Bilder nach der Landung zu machen, wenn der Staub in der Umgebung noch aufgewirbelt ist. Die Hightech-Kameras werden erst in den kommenden Tagen in Betrieb genommen.
vergrößern 800x450Das Landemanöver war von der NASA als "sieben Minuten des Grauens" bezeichnet worden, da in den 420 Sekunden alles Mögliche hätte schiefgehen können ...
vergrößern 800x782"Curiosity" ist im Krater Gale gelandet - links oben ist der Landeplatz eingekreist.
vergrößern 800x398Das Management-Team feiert den Erfolg bei der Pressekonferenz im Jet Propulsion Laboratory in Pasadena.
Washington/Wien - Der Mars-Rover "Curiosity" ist Montagfrüh erfolgreich auf dem Mars gelandet. Das bestätigte die US-Weltraumbehörde NASA kurz nach 7.30 Uhr MESZ. Wenige Minuten nach der Landung im Krater Gale in der Nähe des Mars-Äquators sendete der Rover erste Bilder - "unerwartet früh und in unerwartet guter Qualität", war dem NASA-Livestream zur Landung aus dem Kontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratorys in Pasadena (Kalifornien) zu entnehmen. Dort brandete erneut Applaus auf, die Menschen umarmten sich. Damit ist ein kritischer Abschnitt der teuersten und technisch ausgefeiltesten Mars-Mission der NASA (umgerechnet zwei Milliarden Euro) geglückt.
US-Präsident Barack Obama hat die Landung als eine "beispiellose Technologie-Leistung" gelobt. "Heute haben die USA auf dem Mars Geschichte geschrieben", sagte Obama am Montag in Washington einer Mitteilung zufolge. "Der heutige Erfolg erinnert uns daran, dass unsere Vormachtstellung - sowohl im All als auch auf der Erde - davon abhängt, dass wir klug in Innovation, Technologie und Grundlagenforschung investieren, die schon immer dafür gesorgt haben, dass unsere Wirtschaft von der Welt beneidet wurde." Er warte gespannt auf die Ergebnisse, die "Curiosity" liefern werde.
Auch bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Darmstadt und an der mit einem Strahlenmessgerät beteiligten Universität Kiel gab es viel Beifall und strahlende Raumfahrt-Experten. "Wenn man sich vorstellt, was alles hätte schiefgehen können, dann fällt einem schon ein gewaltiger Stein vom Herzen", sagte der deutsche Astronaut und ESA-Direktor für Bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb, Thomas Reiter. "Jetzt haben sie einen funkelnagelneuen Wagen da oben stehen, ganz so, als hätten sie ihn gerade beim Autohändler gekauft", meinte Michel Denis von der ESA. Diese hatte die Landung mit Hilfe der Sonde "Mars Express" überwacht.
In der ersten Phase nach der Landung wird nun überprüft, ob alle Systeme des Rovers wie gewünscht arbeiten. Zudem muss sichergestellt werden, dass der Boden unmittelbar neben den Rädern des Rovers keine unmittelbare Gefahr für das Gefährt darstellt. Auch der Mast mit der Panorama- und den Navigationskameras sowie einigen wissenschaftlichen Instrumenten muss erst entfaltet werden. Wenn dann auch die genaue Position "Curiositys" anhand von Fotos am Boden, Bildern aus dem Orbit sowie der Zeit, die ein Funksignal vom Rover zur Sonde in der Umlaufbahn benötigt, bestimmt werden konnte, dann erst wird der Rover seinen Landeplatz verlassen - und die ersten Zentimeter und Meter auf dem Marsboden zurücklegen. Das dürfte in etwa in fünf Tagen der Fall sein.
Mit zahlreichen außergewöhnlichen Glücksbringern hatten NASA-Ingenieure der Landung des rund 900 Kilogramm schweren, sechsrädrigen Forschungslabors entgegengezittert. Ein Forscher habe sich einen langen Bart wachsen lassen, den er erst nach der Landung abrasieren wollte, sagte NASA-Manager Brian Portock. Eine andere Kollegin habe schon den ganzen Tag über zwei Schmuckstücke festgehalten und wollte sie nicht loslassen, bevor "Curiosity" nicht auf dem Mars aufgesetzt habe.
Ein dritter Kollege habe sich die Haare anhand der US-Flagge frisiert: ein blau-rot-gefärbter Irokesenschnitt und an den Seiten einrasierte Sterne. Besondere Bedeutung habe aber eine Dose gesalzener Erdnüsse, die im NASA-Kontrollzentrum in Pasadena die Runde mache. "Das ist schon seit etwa 40 Jahren Tradition", sagte Portock. "All diese Sachen tragen dazu bei, uns ruhig zu halten, die Laune zu heben - und natürlich 'Curiosity' Glück zu bringen."
Die Reise des "Mars Science Laboratory" (MSL) zum Mars hatte 36 Wochen gedauert. Das neuartige Landemanöver, das unter anderem einen Fallschirm, Korrekturdüsen und einen Kran eingebunden hatte, war im Vorfeld von der NASA als "sieben Minuten des Grauens" bezeichnet worden. In dieser Zeit war alles vorprogrammiert, kein steuernder Eingriff von außen war mehr möglich. Nicht nur alle technischen Komponenten mussten funktionieren, auch die Bedingungen auf dem Mars mussten stimmen. Es durften zum Beispiel keine Staubstürme oder Windböen den Rover bei seinem Landeanflug stören.
MSL und Rover erreichten mit einer Geschwindigkeit von 5.900 Metern in der Sekunde 125 Kilometer über der Oberfläche die Mars-Atmosphäre. Vier Minuten später betrug die Geschwindigkeit noch 405 Meter pro Sekunde, als in etwa zehn Kilometer Höhe der Bremsfallschirm geöffnet wurde. In sieben Kilometer Höhe wurde der Hitzeschild abgetrennt, in 1,8 Kilometer Höhe bei rund 80 Metern pro Sekunde das Abstiegsmodul abgekoppelt. Mit einem Kran wurde aus 20 Metern Höhe bei nur noch 0,75 Metern pro Sekunde der Rover zur Oberfläche des Planeten herabgelassen. Nachdem auf den letzten Metern die Räder ausgeklappt wurden, setzte "Curiosity" erfolgreich auf dem Mars auf.
Die Kommunikation über die erfolgreiche Landung war von der Raumsonde "Odyssey", die den Mars umkreist, an die Antennen des Deep Space Network in der australischen Hauptstadt Canberra weitergegeben worden. Aus den "sieben Minuten des Grauens" waren für die NASA "sieben Minuten des Triumphes" geworden, wie sie in einer Presseaussendung Montagfrüh bekannt gab.
Der Rover soll auf dem Mars zwei Jahre lang nach Spuren von Leben suchen. Nach fünfjährigen Diskussionen hatte man sich schließlich für den Gale-Krater, dessen Boden vergleichsweise tief liegt, als Landeplatz entschieden. Wie die Fachleute vermuten, haben sich dort viele Schichten unterschiedlichen Materials abgelagert, die womöglich auch unter dem Einfluss von Wasser entstanden. Tief unter der Oberfläche könnten sich daher auch lebende Mikroben befinden. Von der Analyse dieser Sedimentgesteine erhofft man sich zudem neue Erkenntnisse über die Geschichte des Klimas und der Atmosphäre auf dem Mars.
Für die Untersuchungen verfügt "Curiosity" unter anderem über einen Bohrer und einen Laser, der die chemische Zusammensetzung des Mars-Bodens in einem Radius von rund sechs Metern erfassen kann. Boden- und Gesteinsproben kann das Roboterfahrzeug zumindest teilweise direkt mit Instrumenten in seinem Inneren auswerten. (APA/red, derStandard.at, 6.8.2012)
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…Der Himmelskran, der unseren kleinen Eintonner auf dem Mars abgesetzt hatte, beschleunigte nach der glücklichen Landung - um erst in sicherer Entfernung vom Curiosity auf der Oberfläche zu zerschellen.
Hier zu jenem Bild, das angeblich einen Staubpilz vom Aufprall des Sky-Cranes zeigen könnte:
http://phys.org/news/2012... ation.html
Das FS3 wünscht der Mission auch weiterhin erfolgreiche Reise!
... wozu Weltraumforschung nützt. Da wären zB kratzfeste, beschichtete Sonnenbrillen, spezieller Schaumstoff für orthopädische Matratzen und Sturzhelme, immer kleiner und leistungsfähigere Chips ohne die heutige Computer nicht annähernd die heutigen Leistungen bringen würden, Akkuwerkzeuge, Gefriertrocknen, Ohrthermometer, Wasserfilter, Entschärfen von Landminen, Isolierungen, neue Pflanzenanbaumethoden, .......
Ich hoffe, es ist für jeden was dabei ;)
Lesen Sie mal hier: http://www.scienceblogs.de/astrodict... kosten.php
Sehr guter Blog. Aber ich fürchte, viele haben sich an laufende Geldausgaben wie für Militär oder Olympiaden schon so sehr gewöhnt, dass es ihnen gar nicht mehr auffällt. Und der Blog-Schreiber hat vermutlich noch nicht mal die Ausgaben der Länder berücksichtigt, die Sportler hinschicken.
wie erfinderisch doch die Nach-Steinzeitmenschen sind. Zuerst erfinden sie Landminen, und dann Geräte zu deren Entschärfung.
Die Erkenntnisse aus der Weltraumforschung sind uns was wert, keine Frage; aber es geht hier um ein Budget-splitting, was - wofür; da soll der Weltraum weiter seinen Anteil haben. Aber mir fehlen andere Projekte; wissend, daß wir nicht Geld für alles haben.
da gibt es Leute, die streben an, daß in einigen Jahrzehnten Menschen den Mars besiedeln könnten und sollten. Kann gut notwendig werden, weil die Erde dann lebensfeindlich wurde.
Mit dem Aufwand der Marsroboter könnte man unsere Atmossphäre verbessern, aber zu solchen erreichten Zielen gäbe es keine Fernsehzuseher, keine Käufer von Fotobüchern.
Da gab es Leute, die viel Geld und Zeit darin investiert haben, irgendetwas zu erfinden. Hätten die damals das Geld und die Zeit darin investiert, die Umwelt sauberer zu halten, hätten wir heute kein Rad und schon gar keine Autoreifen, keine Computer, keine Maschinen und sonst auch keinen Fortschritt. Wir würden glücklich bei sauberer Luft (abgesehen von Rinder-Flatulenzen) in gemütlichen Höhlen leben und uns nach der Jagd entspannt am umweltfreundlichen Lagerfeuer wärmen. Das Leben könnte so schön und einfach sein. Wir hätten mit 70 oder 80 kein Problem mit Gicht, Osteoporose oder Rheuma, da unsere Lebenserwartung nur maximal 25 - 30 Jahre wäre und niemand Skalpell, Antibiotika oder Röntgen erfunden hätte. Es lebe die Steinzeit. ;-)
Von Ihrem geschilderten Extrem halten wir beide nichts. Da gibt es noch eine Wertanalyse und von ihr abgeleitete Entscheidungen. Die Atmossphäre stellt für uns einen guten, erhaltenswerten Wert dar, wenn diese empfindlich gestört wird, kann es sein, daß unsere Lebenserwartung unter den von Ihnen genannten Wert sinkt, und uns die gewonnenen Marsbilder und technologische Nebenerfindungen wenig nützen werden.
Meines Wissens gab es keine Analyse, wofür das Geld besser ausgegeben werden sollte; die Entscheidung zu den Milliarden war auf den Mars gerichtet.Wenn trotzdem genug Geld für unsere Erde bliebe, wäre ich zufrieden. Ich kenne lediglich Projekte zur Erdausbeutung. Was mit der Erde passiert ... z.B. Plastic Planet, kümmert nur "Spinner".
Nein, ich habe es ja auch absichtlich übertrieben. Letztendlich stellt sich auch die Frage, wo ist die Grenze zwischen HiTech und Steinzeit? Wie weit können oder sollen wir in welche Richtung tendieren? Das Geld in saubere Luft zu stecken ist fast wie Ihr Landminen-Beispiel. Erst erfinden wir Geräte, die die Luft verdrecken, dann müssen wir welche erfinden, die sie wieder säubern. ^^
Sie haben recht, ich auch, aber der Schlüssel ist im Wort "nachhaltig" zu suchen, was auch eingangs im Grünen Grundsatzprogramm steht, aber auch von den Grünen nicht eingehalten wird.
Alle Erfinder, ob Steinzeit oder modern, mach(t)en sich wenig Gedanken um das große Ganze, um Folgeauswirkungen. Deshalb wird der Regenwald weiter abgeholzt, das Öl verbrannt, die Meere verschmutzt, fruchtbare Erde versiegelt, etc.
Nachdem Geld ohnehin großteils nur Papierwert hat, ist egal, wofür man Geld ausgibt, warum nicht Weltraum? Mir fehlt aber ein gleichwertiges Engagement für unsere Erde; noch scheint eine lebensfähige Erde für unsere (weltweiten) Entscheider kein Wert zu sein; zumindest Wählerstimmen fängt man vorerst noch anderswie.
spirit und opportunity waren aufgemotzte staubsauger. curiosity ist so groß wie ein kleinwagen. natürlich wird es mehr erkenntnisse geben, sofern nix schief läuft.
und ob diese neue mission den charme von wall-e bekommt oder nicht ist sowas von abstrus nebensächlich.
"ja, es gibt Leben auf dem Mars"
http://fc01.deviantart.net/fs71/f/20... 5a8xok.jpg
...dauernd ist hier über die hungernden Kinder in Afrika zu lesen...
1) ich finde es auch zutiefst beschämend, was z. B in Afrika teilweise los ist (das Thema ist aber komplexer)
2) Über die NASA auszuhauen, weil in Afrika Kinder verhungern, ist schon haarsträubend und zeugt von Unwissenheit.
Amerikanische,europäische, chinesische Konzerne (die Ich und Sie mit dem Kaufen ihrer Produkte unterstützen)beuten Afrika aus. Die schuldigen sind näher als Sie denken....
wenn sie etwas dagegen tun wollen, dann kaufen sie entweder nur noch im Weltladen um die Ecke ein, oder engagieren sich dafür politisch oder bei Vereinen. Nur das ist konsequent.
ich hoffe die "Afrika hier in den Kontext setzen wollen" Fraktion sind Trolle.
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