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Hamburg/Bayreuth - Der russische Bassbariton Evgeny Nikitin hat nach seinem Rückzug von den Bayreuther Festspielen bestritten, eine Hakenkreuz-Tätowierung zu tragen. "Ein Tattoo zu stechen ist ein langwieriger, schmerzhafter Prozess", sagte Nikitin dem "Spiegel". "Tattoos, die größere Teile der Haut bedecken, macht man in Teilschritten, so auch meins." Frühere Videoaufnahmen, die in Bayreuth zum Skandal geführt hatten, seien nur der Anfang gewesen. "Auf dem Video sieht es so aus: dicke, breite Linien, in denen man ein Hakenkreuz zu erkennen glaubt. Inzwischen sieht es aus wie ein achtstrahliger Stern, so wie ich es immer wollte."
"Der Tatsache, dass die Konturen des Tattoos im Anfangsstadium einem Hakenkreuz ähneln, habe ich keinerlei Bedeutung beigemessen", sagte Nikitin, der früher Schlagzeuger in einer Heavy-Metal-Band war. Der Sänger musste wegen der Tätowierung in Bayreuth auf die Titelpartie in der Eröffnungspremiere "Der fliegende Holländer" verzichten. "Niemand hat mich zu irgendetwas gezwungen", sagte er. "Nach all den Unterstellungen war es unmöglich, auf die Bühne zu treten."
Die Auswirkungen der Affäre sind offen: "Es gab bislang weder Absagen noch neue Angebote", sagte Nikitin. "Ich bin aber für jeden Lauf der Dinge gewappnet." Nikitin soll unter anderem im Februar 2013 an der Metropolitan Opera in New York den Klingsor in Richard Wagners Oper "Parsifal" singen.
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Also entweder will der jetzt alle für blöd verkaufen - oder er hat absolut nichts in der Birne und den vermutlich dümmsten PR-Berater der gesamten Opernszene.
Dass man sich einen flächigen Stern so stechen lässt, dass der am Beginn aussieht wie ein Hakenkreuz - bitte wem wollen sie das reindrücken?!
Und der Karriere schadet wohl erst diese dummdreiste Ausrede wirklich (und nunmehr zu Recht).
Witzig an der Sache sind natürlich zwei Dinge:
Die Wagner Schwestern steigen jetzt positiv aus der Affäre aus - man stelle sich vor, der hätte nach der Premiere so was von sich gegeben.
Und seine Verteidiger und Unterstützer ("Jugendsünde", etc) hat er bloßgestellt - die waren sich nämlich auch sicher, was das Peckerl darstellte.
man muß hier aber auch beachten, dass es im Ausland, also außerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz Hakenkreuze als Tätowierung gang und gäbe sind, ohne mit der Absicht, an das alte, wehleidige Thema anknüpfen zu wollen.
Klar doch: in Spanien, Frankreich, GB, Schweden, Marokko, Nigeria, Vietnam, Neuseeland, Venezuela, Barbados - überall massenhaft Leute mit Hakenkreuz-Peckerl (oder Fahnen/Aufnähern).
Und in Indien schaut das Ding doch ein wenig anders aus.
In 99,9% der Fälle entspricht das Symbol absolut der (Kern-)Gesinnung des Trägers (wenn auch vielleicht nicht in jeder ideologischen Einzelheit). Der Rest sind hirnbefreite Provokateure.
Sie dürfen hier gerne aber ihre Behauptung belegen...
Wieso übertreiben Sie? Ich habe nicht geschrieben, dass es jeder hat. Hakenkreuz hin oder her. Nicht jeder, der es sich tätowiert, hat dies NS-Gesinnung verinnerlicht. Sie übertreiben maßlos und verstehen die Kernaussage des Symbols nicht, abseits des NS-Kram.
Ich könnte ja verstehen, wenn er gesagt hätte, er habe damals eine falsche Provokation gesetzt, die er jetzt, als Erwachsener, ablehnt, aber zu erklären, daß Symbol sei ihm, einem Russen, nicht bewußt passiert, ist dummdreist.
Selbst in Indien wird sehr genau zwischen dem alten Symbol, das in die andere Richtung gedreht ist, und dem Hakenkreuz der Nazis unterschieden.
Zu den aufgeführten Ländern wäre auch noch Israel zu nennen: Lauter Tätowierte dort, die einfach nicht wissen, was sie sich eigentlich auf die Brust nadeln lassen.
So eine geistlose Ausrede!
Wenn das kein Hakenkreuz war, dann weiss ich auch nicht. Und die Elhaz Rune daneben hat er nur tättowiert, weil er Amateurfunker ist und das mit dem Symbol für "Antenne" zeigen will. Hat echt gar nichts mit "Lebensborn" o.ä. zu tun...
Und bevor jetzt irgendwelche Naseweise daherkommen: Ja, ich weiss, dass es Runen schon vor den Nazis gegeben hat usw. blablabla... Aber ich kenn mich in der "Szene" aus und weiss, wie da der Hase läuft.
was immer man daraus jetzt auch schließen mag.
Es gibt aber Leute, die andere Probleme haben, sich in der Szene nicht auskennen, zur Zeit des Nationalsozialismus noch nicht mal in Planung waren und daher, selbst wenn ihnen jetzt irgendeine Rune vor die Nase gehalten wird, damit absolut nichts Nazi-mäßiges verbinden. Und dazu muss man nicht mal aus Russland kommen.
Irgendwann muss mit diesem Sch*** auch Schluss sein, denn sonst - und ich weiß, ich wiederhole mich - dürfte z.B. nirgends öffentlich ein Kreuz zu sehen sein, denn unter diesem Zeichen wurden vor einigen Jahrhunderten auch nicht zu verachtende Gräueltaten begangen.
ich fand die 'affäre' übertrieben und der mann tat mir leid ... es war scheinbar eine jugendsünde und eigentlich kann man froh sein, wenn sich leute zum besseren ändern ...
aber wochen später von achtstrahligen sternen zu faseln ist schwachsinn ... auf so etwas kann nur ein pr-agent mit haselnusshirn kommen ...
Was hat Bachler da gefaselt: "Nikitin hat Reue gezeigt"?!
Wofür denn? Das war ja bloß der Beginn einer Flächentätowierung. Oder?
Also viel virtuoser kann man sich die eigene Karriere wirklich nicht abschießen. Über die "Jugendsünde" hätte man ja noch reden können - offensiv kommuniziert wär er da wohl recht problemlos rausgekommen.
Aber bei der Geschichte muss man unterstellen, dass seine behauptete Distanz nur gespielt war - und dann hat er echt ein Problem. Oder er ist wirklich so hohl im Schädel.
Dann aber wird das für zukünftige Engagements auch nicht förderlich sein.
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