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Tripolis/Kairo - "Jetzt, da wir endlich wissen, wer überhaupt dazugehört, wird er aufgelöst", meinte am Wahltag in Tripolis ein Geschäftsmann fast wehmütig zum bevorstehenden Ende des Nationalen Übergangsrates (NTC). Dabei wurde in den vergangenen Wochen und Monaten nicht mit Kritik gespart. Führungslos, zerstritten, intransparent, ineffizient oder korrupt, lauteten die Vorwürfe an das 88-köpfige Gremium, dessen Organigramm erst vor kurzem ins Netz gestellt wurde.
Die Idee für den NTC stammte aus al-Bayda, der Heimatstadt von Mustafa Abdul Jalil, dem Richter und ehemaligen Justizminister, der den Vorsitz seit Anbeginn innehatte. Die Stadt im Osten des Landes gehörte zu den ersten, die nach dem Beginn der Demonstrationen am 17. Februar in Bengasi ebenfalls revoltierten und sich schnell vom Gaddafi-Regime befreiten. Freiwillige bildeten danach einen lokalen Rat, und dieses Modell wurde auf die "nationale" Ebene übertragen.
Mit der Gründung des NTC wurde eine Institution geschaffen, die die Versorgung der Menschen, die militärische Befreiung des gesamten Territoriums von den Gaddafi-Truppen und später die politische Neuorganisation des Landes organisieren sollte. Seine Mitglieder waren ernannt und von ihren Herkunftsregionen entsandt.
Im August 2011, noch vor der Befreiung von Tripolis und Gaddafis Ende, verabschiedete der NTC eine Verfassungserklärung mit dem Fahrplan für den politischen Neuaufbau. Der wurde mit den Wahlen zum Nationalkongress Anfang Juli bis auf zwei Wochen eingehalten. Mit der ersten Sitzung dieses gewählten Gremiums, voraussichtlich am kommenden Mittwoch, endet das Mandat des NTC. Seine Mitglieder durften auch nicht bei den Wahlen kandidieren.
Man habe trotz heftiger Gegenwehr von Gaddafi und letzten Anhängern, die bis heute aktiv seien, alle Anstrengungen unternommen, dass die Revolution ein Erfolg wurde und Libyen sich in Freiheit entwickeln könne, fasste Abdul Jalil kürzlich seine Erfahrungen zusammen. Es seien auch viele Fehler gemacht worden, dafür würden sich alle Mitglieder, falls nötig, vor der Justiz verantworten. Von den neuen Abgeordneten kommt insbesondere der Ruf nach einem transparenten abschließenden Finanzbericht.
Der entscheidende Erfolg, den der NTC für sich verbuchen kann, ist die Tatsache, dass trotz aller Differenzen nie vom einmal festgelegten Kurs der politischen Neugestaltung abgewichen wurde. Dass das keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt ein Blick auf das Trauerspiel der syrischen Opposition oder des verfahrenen Transformationsprozesses in Ägypten.
Auf der negativen Seite der Bilanz stehen die Sicherheit und die Versöhnung. In den letzten Tagen haben sich vor allem in Bengasi die Meldungen über Zwischenfälle wie Entführungen, Bombenanschläge und bewaffnete Überfälle gehäuft. Einzelne der ehemaligen Rebellen-Milizen sind inzwischen nur noch kriminelle Banden. Die NTC-Mitglieder machen kein Hehl daraus, dass der Neuaufbau von Polizei und Armee schleppender vorankommt als erwartet.
Der NTC schreckte auch vor entschlossener Entwaffnung der Milizen zurück. "Es gab innerhalb des NTC immer unterschiedliche Auffassungen. Es haben sich jene durchgesetzt, die unter allen Umständen verhindern wollten, dass Gewalt angewendet wird und wieder Libyer auf Libyer schießen", erklärte kürzlich das NTC-Mitglied Amin Belhajj im Gespräch in Tripolis. In seinen letzten Amtstagen hat der NTC nun noch eine Kommission aus sieben angesehenen Richtern eingesetzt, die den Prozess der Aussöhnung vorantreiben soll. (Astrid Frefel, DER STANDARD, 6.8.2012)
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http://af.reuters.com/article/l... dChannel=0 [7.8.]
http://www.dailystar.com.lb/News/Midd... z22vPhBXTb [1.8.]
http://libya.usembassy.gov/em_080612.html
-- die erstürmung einer farm in aziziya und der tod dreier mutm. "Qaddafi operatives" - s.u. - scheint an der sicherheitslage kaum etwas geändert zu haben. --
http://www.tunisia-live.net/2012/08/0... democracy/ [7.8.]
-- eine unvollständige aber immerhin lesenswerte zusammenfassung der letzten sog. zwischenfälle. --
agenda feindlichen machtheber (und ein paar zivilisten) weggebombt - check
öl unter eigene kontrolle und währung gebracht - check
us* marionetten in die regierung gehievt - check
öffnung für mcdonalds und starbucks - check
mission erfolgreich beendet. menschliche us verluste 0,0.
nächstes land, neues glück sieh nach vone nie zurück.
*ihr militärisch industrieller kapitalismus-demokratie bringer.
hast du auch nur einen beweis für deinen dummquatsch? selbstverständlich nicht. was du postest ist schon lange widerlegte propaganda und dein posting beweist dass du über kein wissen zu diesem thema verfügst sondern nur irgendeinen blödsinn nachplapperst.
was brauchen sie für beweise? schauen sie sich in den ländern um wo die us regierungen in den letzten zeiten gewerkelt haben.
glauben sie die schicken tausende menschen zum draufgehen dort hin und verbraten hunderte milliarden nur weil sie ein paar afghanern, irakern oder lybiern 'helfen' wollen?
oder weil sie alle nicht existente massenvernichtungswaffen haben?
klar das kommt bei der us bevölkerung sicher gut an. hunderte wenn nicht tausende milliarden in die kriege investieren. etliche tote soldaten nach hause geschickt bekommen, alles nur weil sie so samaritermässig drauf sind. und so nebenbei sind die usa sowas von pleite.
haben sie einen 'wie bleib ich erfolgreich naiv und blind' kurs bei humboldt belegt?
Ich hoffe, es sind alle zufrieden, dass die Wahabit-Islamisten die Macht haben und eine Islam-Macho-Diktatur aufbauen, die keine andere Ansicht mehr duldet. Die Folterer und Henker können sie gleich vom alten Regime übernehmen.
Der Westen und die Medien sind doch an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten, küsst doch den Amis gleich den Allerwertesten!
die Personen des NTC waren handverlesen, viele mit einem Pass der USA und ein Werkzeug des Regimechange; Entschuldigung - der hat ja nie stattgefunden, es ging ja nur um die Beseitigung von ausgewaehlten Personen.
der libyan herald ist mit Rueckenwind der Briten ins Leben gerufen worden und selbst dort kann man den 'Erfolg' ermessen der hier so hoch gelobt wird.
http://www.libyaherald.com/
Welches Interesse hat eine oesterreichische Zeitung daran uns mit solchen nach richten zu versorgen?
http://www.sabc.co.za/news/a/af... s-20120806 [6.8.]
-- noch kein lh-artikel dazu. --
http://www.libyaherald.com/?p=12390 [8.8.]
art und menge der waffen, wie sie im video (s.o.) zu sehen sind, würde man zur zeit wohl in so manchem lib. haushalt sicherstellen können. zumindest die vermutung liegt nahe, dass da jemand weniger auf der suche nach den verantwortlichen für eine ganze reihe von zwischenfällen ist, sondern scapegoats casted - für eine handvoll der üblichen verdächtigen ("Qaddafi operatives") mit tödlichen konsequenzen.
zu tarhouna (wird im lh-artikel erwähnt):
http://www.huffingtonpost.com/2012/06/0... 67976.html
die sog. festnahme abu oleija al-habishis war ebenfalls durchs ssc erfolgt. (angeblich in haft - andere quellen: tod.)
[...] governing [NTC-]officials co-opted and deputized militia commanders to quell tribal fighting in the western Nafusa Mountains and the Saharan towns of Kufra and Sabha. During the elections, they employed other armed groups to provide security; in Benghazi, for example, the ballots were stored and counted at the headquarters of the city's strongest militia. To a degree, the Libyan Ministry of Defense even subcontracted border control and the defense of the country's oil installations and fields to small brigades. [...] making use of them as hired guns might be sowing the seeds for the country's descent into warlordism.
http://www.foreignaffairs.com/articles/... tia-menace [15.7.]
"The secrecy surrounding the council's decision-making and membership has provided little incentive for Libya's militias, [...] fearing political marginalization, to disarm.
http://articles.latimes.com/2012/mar/... s-20120308 [7.3.]
During a visit to Libya in May and June, Amnesty International found that hundreds of armed militias continue to act above the law [...] The Ministry of Interior told the organization that it has been able to dismantle four militias in Tripoli, a tiny proportion of the total number.
http://www.amnesty.org/en/news/l... 2012-07-04 [4.7.]
"Du siehst, daß sie sich verneigen und niederwerfen im Verlangen danach, daß Gott ihnen Gunst erweisen und Wohlgefallen haben möge. Es steht ihnen auf der Stirn geschrieben, daß sie sich im Gebet oft niederwerfen."
http://derprophet.info/inhalt/anhang2-htm/
"Am Sonntag war bei dem bereits fünften Angriff auf die IKRK-Niederlassung in den letzten drei Monaten der Sitz des Roten Kreuzes in Misrata aus schweren Waffen beschossen worden."
http://de.rian.ru/politics/... 31557.html
"Mission erfüllt"..
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