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Die Juli-Daten.
Wien - Wie es in Kärnten drunter und drüber geht, erschwert auch Mediawatch das Analysieren. Die Fernsehbeobachter lösten die Kärntner Korruptionsfragen zumindest für das eigene Schaffen pragmatisch.
Ihr Beipacktext zur Monatsanalyse der ORF-Nachrichten für den STANDARD: "Da in der Berichterstattung zu den Kärntner Verwicklungen häufig kaum unterschieden werden kann, beziehungsweise Beiträge nicht eindeutig einer Causa - Birnbacher, Martinz, Scheuch, Hypo - zugeordnet werden können, haben wir diese Beiträge allesamt zum Thema ,Korruptionsskandale Kärnten' zusammengefasst." Das Thema spielt denn auch in vielen politischen Farben.
Zu "Korruptionsskandale Kärnten" sprachen im Juli laut Mediawatch in der Zeit im Bild um 19.30 Uhr Politiker der ÖVP, der FPÖ und des BZÖ am längsten. Bei der SPÖ liegt dieses Thema in den meistgesehenen ORF-Nachrichten auf Rang drei. Rote Politiker mussten in dieser ZiB am ausführlichsten über ein skandalträchtiges Thema aus den eigenen Reihen Auskunft geben: die exorbitanten Gagen und Pensionen der Manager beim burgenländischen Landesgasversorger Begas.
Grüne indes sprachen im vorigen Monat in den Hauptnachrichten des ORF am längsten über den europäischen Finanz-Rettungsschirm ESM. Die Zustimmung der Grünen galt Freiheitlichen beider Farbe und Piraten als Skandal.
Wie schon im ersten Halbjahr - mit Sparpaket, Korruptionsuntersuchungsausschuss und Transparenzpaket - kamen Politiker der ÖVP auch im Juli mit gut 41 Prozent am längsten in der Zeit im Bild um 19.30 Uhr zu Wort. Die SPÖ liegt mit 23 Prozent der Redezeit knapp vor der FPÖ mit 19,5 Prozent. VP-Chef Michael Spindelegger redete hier am längsten, gefolgt von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) und Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK).
Dörflers langer Auftritt in der ZiB 2 setzt ihn auch an die Spitze der - rein zeitlichen - Gesamtwertung der ORF-Nachrichten um 19.30, 22 und 24 Uhr. (red, DER STANDARD, 6.8.2012)
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