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Eine Bagage, Gauner, Verbrecher. Und auch das hört man immer öfter: Sperrt sie ein. Jagt sie aus dem Land. Die Politiker. Da wird kaum noch differenziert.
Es waren vor allem freiheitliche und schwarze Politiker, aber nicht nur, die sich in einem Machtrausch der Überheblichkeit hingegeben haben, die glaubten und glauben, das Land gehöre ihnen, die statt Verantwortung Arroganz gezeigt haben, die dumm und bösartig die Glaubwürdigkeit verspielt haben, die nicht genug bekommen konnten, sich selbst bedient haben und ihre Partei, die aus ihrem Amt zum Teil echte kriminelle Energie geschöpft haben: Sie haben einen politischen Kollateralschaden angerichtet. An den Folgen werden das System und das Land auf Jahre hinaus leiden. Die Leute wenden sich ab.
Man möchte kein Politiker sein in diesen Tagen. Sie sind mit Verachtung und Abscheu konfrontiert. Aber Resignation kann und darf nicht das Ergebnis dieser Enttäuschung sein. Für die Politiker nicht und auch nicht für die Bürger. Die Empörung muss genutzt werden, noch mehr Druck zu machen, dass alle Vorwürfe aufgeklärt werden, dass die Justiz mehr Mut und Engagement findet, dass die Falotten abgewählt werden und dass man genauer hinschaut, wen man an ihrer Stelle wählt. Bürger zu sein, heißt auch, Verantwortung wahrzunehmen, sie nicht abzugeben, sich am öffentlichen Diskurs zu beteiligen und Politik nicht nur jenen zu überlassen, die das als Selbstzweck sehen. (Michael Völker, DER STANDARD, 6.8.2012)
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Eine guter, aber völlig naiver Ansatz, so lange uns Hr. Völker nicht verrät, wie die Wähler auf Basis des aktuellen Listenwahlrechts Falotten abwählen können.
Unsere "Repräsentative Demokratie" stellt bekanntlich sicher, dass der Wähler nur minimalen Einfluss auf die personelle Zusammensetzung der Vertretungsgremien nehmen kann. Daher kann er Politiker weder direkt wählen noch "Falotten" abwählen.
Mein Großvater,(Gündungmitglied des ÖAAB,Abgeordneter zum NÖ Landtag ein großer Gewerkschafter)war damals um die sogenannte Affäre Zimper so erbost,dass er nur noch weiss wählte.
Er sagte damals zu mir:ich hätte nie gedacht,dass meine Partei (ÖVP)so weit gehen könnte.
Es hat sich nichts geändert,im Gegenteil.
Ich persönlich habe die ÖVP nur noch ein mal gewählt.
Habe immer danach gesagt:bin froh,dass es die Grünen gibt,aber ich würde sie nie wählen.
Heute ist das ganz anders,für mich gibt es nur noch die Grünen,obwohl ich die griechische Grüne am liebsten in den Mond schießen würde.
... ist in erster Linie eine Parteienverdrossenheit.
Die kürzlich von allen Parlamentsparteien beschlossene Änderung der Parteienfinanzierung (noch mehr Geld für die Etablierten, hingegen noch mehr Hürden und Schikanen, aber noch weniger Geld für neue Gruppierungen) ist nicht geeignet, daran etwas zu ändern.
Eine freiwillige "Nullrunde" - sagen wir für die nächsten fünf Jahre - für die etablierten Parteien, bei gleichzeitiger Besserstellung von Gruppierungen, die noch von "draußen" kandidieren müssen, hätte eine vertrauensbildende Maßnahme sein können. Diese Gelegenheit wurde - nicht weiter überraschend - versäumt.
das gilt für ganz Europa - sollte der demokratische Rechtstaat nicht nachhaltig in der Lage sein konsequent und glaubhaft seine Funktion im Sinne der Allgemeinheit beweisen können - werden wie im laufe der Zeit nicht über Politikverdrossenheit sondern über Demokratieverdrossenheit reden -ein Rechtsstatt der in der lage ist den kleinen Mann zu unterdrücken - aber die Elite schützt (unzureichende Gesetzte,eine unterbesetzte Justiz,)wird in Frage gestellt werden früher oder später.
leider habe ich seinerzeit über adi pinter und seine 98% naturdeppen milde gelächelt.
doch er hatte leider nur allzu recht.
denn ALLES was wir heute wie völker beklagen, hat seinen ausgang bei den bürgern.
(ps.: bevor mir jemand rät, doch auszuwandern - soviel habe ich bereits von der welt schon gesehen um zu wissen: die 98% regel gilt global!)
der bürger will 'bessere' politiker? dann soll sich mal der bürger bessern! ansonsten bekommt er wieder nur bessere rattenfänger.
Ich glaube viel mehr, dass die Roten und Schwarzen mit ihrer "Bildungspolitik" Volksverdummung betreiben und betrieben haben, Damit kann das Wahlvolk für blöd verkauft werden. Haider hat das als erster geschickt genutzt.
So lange wir Kronenzeitungsleser in Höhe von angeblichen 3 Mio. in Österreich haben, der Rest Österreich und "heute" liest, der ORF zur medialen Verblödungsmaschine verkommt (Ausnahme Ö1), brauchen wir uns nicht zu wundern.
Und Sinnzusammenhängend zu lesen fällt ja mittlerweile nicht nur den Polizeischülern, sondern angeblich sogar schon Studenten schwer.
Also brauchen wir uns nicht zu wundern...
"die Falotten abgewählt werden sollen". Wie soll das bitte gehen? Bekanntlich werden in Österreich keine Politiker gewählt, sondern - relativ austauschbare - politische Parteien. Kein KHG, kein Ernstl Strasser, kein Martinz, kein Westenthaler, kein Scheuch wurde jemals "vom Volk gewählt". Es gibt weder vom Volk gewählte Minister, noch vom Volk gewählte NR-Präsidenten, Staatssekretäre, Bundesratsmitglieder oder EU-Kommissare. Das Einzige, was die "repräsentative Demokratie" ihren Bürgern gewährt, sind die im 5-Jahres-Abstand abgehaltenen NR-Partei-Wahlen und lächerliche Wahl-Surrogate für unwichtigste und bedeutungsloseste Kasperlfunktionen (UHBP, LH usw.) Soviel zur Macht "des Volkes".
auch noch die Parteienfinanzierung so geändert, daß sich keiner mehr leisten kann eine Partei zu gründen.
Wenn er nämlich nicht ins Parlament kommt bleibt er auf den Schulden sitzen - so ist gewährleistet, daß sicher keine Konkurrenz kommt und das Volk keine Wahlalternative hat.
Diese Verbrecher vera**** das Volk.
ist in Österreich nicht zu rechnen. Es gilt immer noch der Satz, den Ludwig van Beethoven am 2. August 1794 an Nikolaus Simrock geschrieben hat: "Man sagt, es hätte (in Österreich) eine Revolution ausbrechen sollen - aber ich glaube, so lange der Österreicher noch braunes Bier und Würstl hat, revoltiert er nicht."
die Politiker haben sich ihre Parteienfinanzierung geändert und wir haben vergessen, bei jeder dieser Erhöhungen eine Verminderung der ESt zu fordern. Aber wenn die Journalisten klug sind, so könnten sie diese Frage an die Politiker stellen und diese Partein, die das ändern (natürlich noch vor der Wahl) die werden dann gewählt.
Wir sollten uns nicht immer erpressen lassen, es ist ja unser Steuergeld.
es geht doch nicht an, dass sich die total verkorrumpierte ex-schüssel-haberer ... die justiz und die finanzen unterordnen.
raus mit diesen antidemokraten aus den ämtern !!!
– von "Kollateral" kann hier nicht mehr die Rede sein – ist wohl der, dass seit den 2000er-Ereignissen es keine Illusion mehr darüber geben kann, wer die Adressaten von Politik sind. Zumindest das "Volk", der "Bürger", sicherlich nicht.
Beispiel Pensionsreform: Wie abgesichert sind den Pensionen als Zwangsanlagen auf einem Marktplatz mit absehbarem Verkäuferüberhang angesichts des bevorstehenden demographischen Wandels? Ein Schelm, wer da nicht "Cui bono?" fragt.
aber solange die bürger zu mehr als einem drittel von blättern (zeitungen mag man ja gar nicht mehr sagen) wie der "krone" konsequent verblödet werden wird kein relevanter druck von der strasse zustande kommen. in wirklichkeit müssten die kärntner jeden tag eine demo vor dem landtag machen und denen vor die tür scheissen. was passiert ist dass sich die medien angsichts einer relativ kleinen menge von vielleicht 1500 leuten die mal auf die strasse gehen erstaunt zeigen und das hervorstreichen. medien wie der standard, nicht der boulevard, wohlgemerkt. schon klar dass sie hier denen predigen die eh schon mitdenken, aber es gibt genügend populistische wahrheitsverdreher in ihrer branche, da müsste man auch mal ausmisten.
In Deutschland fürchten Bundestagsabgeordnete, dass ihnen der Mob ihre Häuser anzündet.
Es geht nicht mehr um Abscheu und Verachtung, wir sind schon einen Schritt weiter, bei der Aggression.
Die Politik Europas steuert konsequent in den Terror und es gibt niemanden der im Stande ist, das Steuer herumzureissen.
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