Illegaler Organhandel: 137 Festnahmen in China

5. August 2012, 16:22

18 Ärzte unter den Verdächtigen

Peking - Die chinesische Polizei hat wegen des Verdachts des Organhandels landesweit 137 Menschen festgenommen. Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, wurden bei Razzien in 18 Provinzen und Regionen seit Ende Juli außerdem 127 Menschen "gerettet", die den illegalen Händlern Organe spenden wollten.

Unter den festgenommenen Mitgliedern des landesweit agierenden Ringes waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums auch 18 Ärzte. Demnach suchten die Verdächtigen auf Organe angewiesene Patienten in Krankenhäusern oder im Internet und "organisierten" dann passende Spender.

Hohe Nachfrage, wenige Spender

Laut der Nachrichtenagentur Xinhua benötigen jedes Jahr mehr als 1,5 Millionen Chinesen eine Transplantation, wegen des Mangels an Organen können jedoch nur etwa 10.000 Operationen vorgenommen werden. Die hohe Nachfrage und die geringe Zahl an Spendern hat dem Gesundheitsministerium zufolge zu einem schwunghaften illegalen Organhandel geführt.

In China stammen die meisten transplantierten Organe nach wie vor von hingerichteten Häftlingen. Vize-Gesundheitsminister Huang Jiefu sagte inzwischen zu, Maßnahmen gegen die Abhängigkeit von Organen hingerichteter Häftlinge zu ergreifen. (APA, 5.8.2012)

Grauenvolles Thema ....

Legalize!

Deswegen halten die Chinesen an der Todesstrafe fest

Sicher nicht nur deswegen.

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