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Roman Kienast nützte die Unordnung in Rapids Defensive gleich zweimal eiskalt aus.
Wien - So ein Wiener Fußball-Derby lenkt ein wenig vom olympischen Überfluss ab. Es ist allemal spektakulärer als zum Beispiel das Mixed im Badminton. Es sei denn, man ist Chinese oder Chinesin. Rapid ist am Sonntagnachmittag zur 302. Auflage nach Hütteldorf zurückgekehrt, der 22. Mai 2011 sollte endgültig aufgearbeitet werden. Damals stürmten die Fans den Platz, die Partie wurde abgebrochen und mit 0:3 strafverifiziert. Eine der Konsequenzen war die Übersiedlung ins Happel-Stadion für zwei Derbys, der Austria war das recht.
Und nun musste sie quasi wieder ins Feindesland, Trainer Peter Stöger drückte das so aus: "Wir haben Respekt vor Rapid. Und vor Rapid im Hanappi-Stadion haben wir noch größeren Respekt." Die Vorzeichen für eine ansehnliche Partie waren durchaus gegeben, zumal die beiden Vorgänger (jeweils 0:0) an Niveaulosigkeit nicht zu unterbieten waren. Da hätte es schon 22 Künstler gebraucht. Peter Schöttel ließ im Vergleich zum 1:2 in Novi Sad rotieren, wobei das relativ war. Er vertraute der Elf aus den beiden ersten Meisterschaftsrunden, die ein 4:0 gegen Innsbruck und ein 1:0 gegen Wiener Neustadt bescherten. Stöger ersetzte im Sturm Roland Linz durch Roman Kienast, das war fast zu erwarten, die Leistungen von Linz waren zuletzt ein Jammer, und das ist eine Untertreibung.
Rapid begann recht aktiv, versuchte die Austria zu beschäftigen, was bei einer Temperatur von 33 Grad kein Honiglecken war. Ein paar Halbchancen wurden in der ersten Viertelstunde kreiert, Christopher Drazan, Terrence Boyd und Christopher Trimmel scheiterten an sich selbst und an Austrias Tormann Heinz Lindner.
Kulovits-Patzer leitet Untergang ein
Nach 22 Minuten verordnete Schiedsrichter Gerhard Grobelnik die erste Trinkpause. Und die Austria wurde stärker (Zaubertrank?), sie begab sich von nun an auch in die Offensive. Das Führungstor war vielleicht keine logische, aber doch eine Folge. 38. Minute: Der Rapidler Stefan Kulovits ließ sich im eigenen Strafraum fahrlässig den Ball abluchsen, Manuel Ortlechner passte von der Toroutlinie flach zurück auf Kienast, der schoss aus kurzer Distanz ein. Womit er Stöger recht gegeben hat. Angesichts der Temperaturen war das für Rapid ein richtiges Übel. Zumal man ja auch am Donnerstagabend europäisch tätig war, das war gewiss ein kollektiver Kräfteverschleiß. Aber Profis wurden geschaffen, um sich auf eine Doppelbelastung niemals auszureden, das wäre ein Armutszeugnis.
Nach der Pause versuchte es Rapid. Sechs Minuten lang. Vergebens. 52. Minute: Wieder war die Abwehr ein ungeordneter Haufen. Der Slowene Dare Vrsic lieferte den Beweis, ein guter Fußballer und somit eine Verstärkung für die Austria zu sein. Er flankte butterweich auf Kienast, der köpfelte unbedrängt das 2:0. Und gab Stöger zum zweiten Mal recht.
Schöttel brachte nach einer Stunde Guido Burgstaller und Thomas Prager, wurscht. Die gut organisierte Austria blieb souverän, der starke Tomas Simkovic schloss einen Konter zum 3:0 ab (83.). Rapid ist seit sechs Derbys sieglos, das 303. kommt bestimmt. Die Wiener Großklubs sind nach drei Runden punktgleich, das hat wenig zu bedeuten. Wie sagte Trainer Schöttel: "Es sind noch 99 Punkte zu haben." In einer Woche gastiert Rapid beim Meister und Tabellenführer Red Bull Salzburg. 96 Zähler sind danach noch frei.
Im Hanappi-Stadion ist es erfreulicherweise recht ruhig geblieben. Am Abend gab es zur Ablenkung die Olympischen Spiele. (Christian Hackl, DER STANDARD 6.8.2012)
SK Rapid Wien - FK Austria Wien 0:3 (0:1). Wien, Hanappi-Stadion, 17.000 (ausverkauft), SR Grobelnik.
Tore:
0:1 (38.) Kienast
0:2 (52.) Kienast
0:3 (83.) Simkovic
Rapid: Königshofer - Trimmel, Sonnleitner, Gerson, Katzer - Kulovits (61. Prager), Ildiz (73. Heikkinen) - Hofmann, Alar, Drazan (60. Burgstaller) - Boyd
Austria: Lindner - Dilaver, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Vrsic (65. Mader), Holland, Simkovic - Gorgon (72. Stankovic), Kienast, Jun (85. Murg)
Gelbe Karten: Keine bzw. Simkovic, Jun
Das Remis im 305. Wiener Derby ist für die Austria ein doppelter Schaden. Der Vorsprung auf Verfolger und Meister Salzburg beträgt nur noch sechs Punkte, außerdem wurde Historisches verpasst
Stimmen zum 2:2 im Wiener Derby am Sonntag
2:2 beim Aufeinandertreffen der Stadtrivalen Austria und Rapid
Die Austria gewinnt zum Jahresauftakt das Derby gegen Rapid mit 2:1. Hosiner erzielt Doppelpack, Rapids Boskovic schmeißt früh die Nerven weg
Gorgon beim 2:0 mit zwei Toren Matchwinner gegen indisponierte Rapid, Gelb-Rot für Prager - Vermummte Rapid-Randalier zettelten vor dem Stadion Ausschreitungen an
Bei Rapid will man das Derby so schnell wie möglich hinter sich lassen. Unterdessen ist Matchwinner Roman Kienast endgültig am Verteilerkreis angekommen
Die Austria und Rapid trennten sich torlos, beide wahrten zumindest ihre Titelchancen. Das 301. war unwesentlich besser als das 300. Derby
Immerhin wird die 300. Auflage des Wiener Derbys in Erinnerung bleiben - weil das 0:0 extrem niveaulos war. Vielleicht konnten die Akteure gar nichts dafür. Der Fußball ist eben so
Die Jubiläumsausgabe des Duells zwischen Rapid und Austria endet vor beinahe 30.000 Zuschauern mit einer enttäuschenden und unansehnlichen Nullnummer
Das Derby verzichtete auf einen Sieger. Für die Austria traf Jun, für Rapid scorte Burgstaller. Das Spiel war nicht außergewöhnlich, aber doch intensiv und spannend
Die Austria dominierte das friedliche Derby nach dem traurigen Derby klar. Im Happel-Stadion wurde Gastgeber Rapid durch Tore von Barazite, Junuzovic und Linz ins sportliche Elend gestürzt
Das Derby wurde nach 26 Minuten abgebrochen. Zum Teil vermummte Rapid-Hooligans stürmten das Spielfeld des Hanappi-Stadions
Das 300. Derby zwischen Rapid und der Austria steht an. Das Jubiläum zwang die Legenden Karl Brauneder und Felix Gasselich an den Stammtisch. Christian Hackl und David Krutzler lauschten.
Helmut Weigl spielte Anfang der siebziger Jahre im Mittelfeld der Wiener Austria, im Großen Wiener Derby traf er besonders gerne - eine Zeitreise in Violett
Ich freue mich für die Violetten und für KIENAST,dass es im Derby sooo gut gelaufen ist!
Trotzdem bremse ich hier ausnahmsweise die Euphorie. - Kienast ist mMn nach dztg.Stand (der wird sichd aber wahrscheinlich nicht mehr viel ändern) leider kein guter Stürmer. Er trifft nur,wenn es ihm der Gegner sehr leicht macht u ist ansonsten balltechnisch weit unterdurchschnittlich. Er ist ein ähnlicher Stürmertyp wie das Ex-Veilchen "Schuhmacher". Ich wünsche Kienast aber sehr,dass er genügend mentalen Aufwind bekommen hat,um dem FAK weiterhin helfen zu können. Jetzt einfach mal weitersehen, bevor man ihn hochjubelt.
@standard red:war jemand von euch direkt vor ort ?
weil hier ja mehrfach behauptet wird,daß von der westtribüne "j*denschweine" skandiert worden ist(etwas was es so seit jahren auf dem derby eigentlich nicht mehr gegeben hat)-und einenige poster wiederum das verneinen...
ist das tatsächlich geschrien worden-und ich meine jetzt keine einzelnen schreie von irgendwelchen verirrten verwirrten ,sonderm vom block bzw. von der kurve als ganzes oder sind das falsche behauptungen ?
ich denke es ist nicht notwendig "jundenschweine" chöre zu kommentieren, das ist unter jedem niveau.
gestern vor dem spiel habe ich eine handvoll rapidler in der u-bahn auf dem weg zum match wunderschöne fangesänge singen hören, da wäre ein gesangsverein stolz darauf gewesen (text nicht verstanden)
ich feuer gerne mein team an, aber die anderen beleidigen ist unnötig.
ich musste zwar schmunseln als ich zum erstenmal auf "wir sind eure hauptstadt ihr bauern" die antwort "wir sind eure bauern ihr schweine" gehört habe, trotzdem: macht man den gegner schlecht, macht man sich selbst schlecht! gegen einen ehrenvollen gegner kann man auch als verlierer erhobenen hauptes vom platz gehen.
Gludo-Hyballa wurden als Macher eingestuft, übrig bleibt eine Danksagung an die Austria die 3pkt verschenkt hat.
Bei RBS jubelte man über Rangnick als Trainer, ehe die kalte Dusche kam.
Bei Rapid ortete man eine Kaderverbesserung, die Austria stand noch unter den Zeichen der Trainerfehlentscheidungen zuletzt, und Stöger sah man auch eher skeptisch...
Wärend man RBS schon am Boden sah, führen sie die Liga an...Rapid wurde mit Lob überhäuft, was sich nun auf Grund der Perforemance von Innsbruck relativiert.
Hyballa kämpft mit Anspiuch an den Kader, und der Realität...Schöttel wirkt zwar ruhig, was man aber auch als ratlos ansehen kann...
Nach dem "Foda-Blues" hat man Stöger eindeutig unterschätzt...
Gut so !
aber auch nach 3 runden ist eine zwischenbilanz zu früh...
jede runde andere prognosen...jede runde wird eine andere truppe in den himmel gehoben, wobei genau dann eine woche drauf, bei einer niederlage, alles wieder schlecht geschrieben wird...
nach 3 runden sind alle noch beieinander...3 punkte vorsprung können nächste woche gegen rapid wieder weg sein...
salzburg wird immer starkgeschrieben, von den medien, den trainer, den spielern..da bei niederlagen auch am schönsten zum auseinander nehmen...
da hast du schon Recht....allerdings hab ich mich auf die Medien und Poster bezogen !
Einige Sturmfans sahen sich ja schon als Meister, andere haben die Austria bekrittelt weil sie Stöger geholt haben (denn ein Trainer aus AT...kann keine gute Lösung sein)...usw.
Die Austria wurde in der 1. Runde belächelt, weil es NUR zu einem Arbeitssieg gereicht hat...aber bei WAC werden noch einige Teams, und auch vermutlich die Austria...Federn lassen.
Bei Rapid hätte ich mehr erwartet, da der Kader ja im wesentlichen gleich blieb, aber uneingespielter als erwartet aussieht.
Ja es wird sich noch einiges ändern....bis 31. Aug. werden noch einige gehen und kommen
...ist eine endgültige Bankrotterklärung für Vastic (und diejenigen, die ihn bestellt haben...).
Es brauchte nicht mal einen Asnahme-, sondern "nur" einen guten Trainer, um zu beweisen, dass man mit nahezu der gleichen Mannschaft, die Vastic zur Verfügung stand, klugen und offensiven Fußball spielen kann.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich Stöger nicht in dieser Forum zugetraut hätte, einen Offensiven und zugleich taktisch klugen Fußball (sogar mit einem Hauch Moderne!) spielen zu lassen. Der eingeschlagene Weg gefällt mir sehr gut!
Seh ich genauso. Einen einigermaßen fähigen Trainer kann man gar nicht hoch genug bewerten. Da verzichte ich gern auf 1 - 2 Kaderspieler und investiere lieber in ein Kaliber auf der Betreuerbank. Aber lassen wir mal die Kirche im Dort und ziehen erst nach dem ersten Saisonviertel Bilanz. Der Auftakt unter Stöger ist auf alle Fälle verheißungsvoll verlaufen. Nicht auszudenken, was vielleicht im Frühjahr noch gegangen wäre, wenn Parits das offensichtlich sinnlose Vastic-Experiment schon früher abgebrochen hätte. Ich behaupte, die EL-Quali wäre mehr oder weniger locker drinnen gewesen.
Wie wahr, wie wahr...ich klinke mich für heute aus, denn ich muß die Vorbereitungen zur Grillfete am Balkon anfangen - da wird es wenigstens heiss heute, im Gegensatz zu...na ja, lassen wir das, da wird mein Magenweh jetzt auch nicht mehr besser....
Man postet sich, Trevor
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