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Wer ist jetzt hier der Superstar-Pointguard? Chris Paul (USA) oder Sarunas Jasikevicius (Litauen)?
London - Die US-Basketballer haben sich in London erstmals richtig anstrengen müssen. Die NBA-Stars setzten sich am Samstag im Olympic Park gegen Litauen zwar mit 99:94 (55:51) durch, wurden dabei aber deutlich mehr gefordert als in den ersten drei Gruppenspielen. Beste Werfer beim Olympiasieger von 2008 waren LeBron James und Carmelo Anthony mit je 20 Punkten. Bei den Litauern kam Linas Kleiza vom NBA-Club Toronto Raptors auf 25 Zähler. Zum Abschluss der Gruppenphase treffen die Amerikaner am Montag auf Argentinien, den Olympiasieger von 2004.
Zwei Tage nach der Basketball-Show gegen Nigeria, als die Kobe Bryant und Co. mit 156:73 den höchsten Sieg der Olympia-Geschichte gefeiert hatten, mussten die US-Superstars gegen Litauen zum ersten Mal kämpfen. Die Balten ließen sich zu keiner Phase abschütteln und machten dem haushohen Goldfavoriten das Leben mit aggressiver Defensive schwer.
Ein Ende mit Schrecken
Für spektakuläre Flugeinlagen im Minutentakt, wie noch in den ersten drei Begegnungen, blieb da keine Zeit. Zur Halbzeit lagen die Amerikaner lediglich 55:51 vorne - ihr bisher einziger einstelliger Pausenvorsprung in London. Kurz nach dem Seitenwechsel gingen die frech aufspielenden Litauer durch einen Dreipunktewurf von Sarunas Jasikevicius sogar in Führung (56:55). Doch innerhalb weniger Sekunden sorgten James und Kevin Durant wieder für die Führung des US-Teams.
Litauen steckte aber nicht auf. Auch im Schlussabschnitt lieferte der Außenseiter den NBA-Profis einen heißen Fight und ging beim 82:80 und 84:80 erneut in Führung. In der entscheidenden Phase machte dann James den Unterschied aus und führte die Amerikaner wieder auf die Siegerstraße. "Litauen ist ein Land mit riesiger Basketball-Tradition. Sie haben heute ausgezeichnet gespielt", lobte US-Coach Mike Krzyzewski den Gegner. "Das Spiel war wirklich wichtig für uns. Nicht nur, weil wir gewonnen haben, sondern weil die Burschen um jeden Ball kämpfen mussten. Das wird uns im weiteren Turnierverlauf helfen."
Spanien hebt sich das Beste hoffentlich auf
Spanien kassierte indes seine erste Niederlage. Die Iberer verloren gegen Russland überraschend 74:77 (40:32). Der als großer Herausforderer von Top-Favorit USA gehandelte Europameister gab dabei eine sichere Führung noch aus der Hand. Auch 20 Punkte von Lakers-Star Pau Gasol konnten die Niederlage nicht verhindern.
Russland ist damit neben den USA die einzige noch ungeschlagene Mannschaft im Olympia-Turnier. Vize-Europameister Frankreich feierte seinen dritten Sieg. Gegen Tunesien setzten sich die Franzosen dank 22 Zählern von San-Antonio-Superstar Tony Parker knapp mit 73:69 (35:27) durch.
Mächtige Russen, jämmerliche Briten
Die Basketballer aus Frankreich und Argentinien haben bei den Olympischen Spielen den Viertelfinaleinzug perfekt gemacht. Die Équipe Tricolore gewann 73:69 (35:27) gegen Afrikameister Tunesien und hat schon vor dem letzten Vorrundenspieltag das Ticket für die K.o.-Runde sicher. Argentinien schlug Nigeria 93:79 (57:37) und ist ebenfalls weiter.
Russland gewann das Spitzenspiel gegen Spanien mit 77:74 (32:40) und steht damit als Sieger der Parallelgruppe B fest. Der Russe Witali Fridson, bereits Matchwinner beim Sieg gegen Brasilien, sorgte auch im Duell mit dem Europameister für die Entscheidung. Der Guard vom BC Khimki verwandelte vier Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe zum Endstand.
Bei den Franzosen überzeugte Tony Parker, Spielmacher des NBA-Klubs San Antonio Spurs, mit 22 Punkten als Topscorer. Nicolas Batum vom NBA-Ligakonkurrenten Portland Trail Blazers steuerte 19 Zähler bei.
Großbritannien schenkte indes eine starke 15-Punkteführung gegen Australien her und verlor nach einer sehr soliden ersten Halbzeit am Ende noch recht deutlich gegen die Aussies mit 75:106. Das ist besonders bitter, ist Australien doch der direkte Konkurrent um Platz 4 und den Aufstieg ins Viertelfinale. Im letzten Gruppenspiel braucht Großbritannien nun unbedingt einen Sieg gegen China und muss gleichzeitig hoffen, dass Australien gegen Russland nicht gewinnt. (APA/sid, 5.8.2012)
Ergebnisse Olympia-Basketball, 4. Spieltag
Gruppe A: Tunesien - Frankreich 69:73 (27:35), Litauen - USA 94:99 (51:55), Nigeria - Argentinien 79:93 (37:57)
Gruppe B:Gruppe B: Russland - Spanien 77:74 (32:40), China - Brasilien 59:98 (21:42), Großbritannien - Australien 75:106 (46:36)
Spanien verliert erst im letzten Viertel die Augenhöhe mit den USA und unterliegt im Finale mit 100:107
Zumindest noch nicht in Rio 2016 - Bosse der US-Profiliga wollen ihre Stars nicht gratis hergeben, diese sehen das ganz anders
US-Basketballstars treffen nach souveränem Halbfinalsieg gegen Argentinien auf Spanien - Iberer rangen Russland nieder
Rekord-Olympiasieger war auch im diesmaligen Endspiel nicht zu gefährden, Frankreich musste sich 50:86 geschlagen geben - Bronze an Australien
Nach 119:86-Erfolg gegen Australien wartet Argentinien - Triple-Double von James - Auch Europameister Spanien und Russland in Vorschlussrunde
USA paniert Argentinien - Nach Niederlage gegen Brasilien kann Spanien erst im Finale auf Titelverteidiger USA treffen
156:73 gegen Nigeria - NBA-Stars brachen gleich mehrere Olympia-Bestmarken - Spanier hauchdünn an Blamage gegen Briten vorbei
Nach Anlaufschwierigkeiten 110:63 gegen Afrikameister Tunesien
Bryant, James und Co. lassen Frankreich zum Auftakt nur wenig licht und feiern einen sicheren 98:71- Erfolg
Das US-Basketballteam will jeder fressen in London - Scheitern könnten die NBA-Stars aber nicht nur an ihrer Arroganz, sondern auch an Spanien, Brasilien oder Argentinien
20 Jahre nach dem Olympiasieg des legendären Dream Team sind die US-Basketballer erneut Topfavorit auf Gold
Ja ohne die TOs hätte Litauen wohl gewonnen. Aber das ist doch genau das Spiel der USA. TOs des Gegners erzwingen um damit zu einfachen Punkten zu kommen.
Knapp wars zwar aber ich hatte irgendwie nie das Gefühl, dass Litauen das Spiel hätte gewinnen können. Auch wenn ichs ihnen sehr vergönnt hätte.
Sehr erfreulich, dass es noch Teams gibt, die keinen Respekt vor den USA haben. Litauen hat sie gezwungen endlich mal ernsthaft zu spielen.
Und Spiele wie gegen Nigeria sind hoffentlich die Ausnahme, nicht die Regel.
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