Zeitungsverbot in Burma: Angst vor neuer Pressezensur

5. August 2012, 09:37

Die Blätter hätten gegen die Verpflichtung verstoßen, Artikel vor der Veröffentlichung der Behörde vorzulegen

Rangun - Nach dem Verbot von zwei Wochenzeitungen wächst in Burma die Angst vor der Wiedereinführung der strikten Pressezensur.

Dutzende Journalisten gingen am Samstag in Rangun auf die Straße, sie trugen schwarze T-Shirts mit der Aufschrift "Stoppt das Töten der Presse!" und zogen vor die Verlagsgebäude der beiden betroffenen Publikationen. "The Voice Weekly" und "The Envoy" waren in der vergangenen Woche verboten worden.

Ein Vertreter der Zensurbehörde begründete dies am Samstag damit, dass die beiden Blätter gegen die Verpflichtung verstoßen hätten, Artikel vor der Veröffentlichung der Behörde vorzulegen. Das Verbot sei zunächst vorläufig, betonte er.

Unter der Militärdiktatur (1962-2010) herrschte in dem südostasiatischen eine rigorose Pressezensur. Diese war im Zuge der politischen Reformen im vergangenen Jahr deutlich gelockert worden. (APA, 5.8.2012)

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