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Hamburg - Der italienische Ministerpräsident Mario Monti hat vor einem Auseinanderbrechen Europas wegen der Eurokrise gewarnt. "Die Spannungen, die in den letzten Jahren die Eurozone begleiten, tragen bereits die Züge einer psychologischen Auflösung Europas", sagte Monti dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" laut Vorausbericht vom Sonntag.
Wenn der Euro zu einem Faktor des europäischen Auseinanderdriftens werde, dann seien auch "die Grundlagen des Projekts Europa zerstört". Auf die Frage, ob ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone nach seiner Einschätzung sicher noch aufhaltbar sei, sagte Monti: "Ja, das ist noch möglich, aber es fällt nicht vom Himmel."
Es dürfe aber nicht ständig neues Geld hinterhergeworfen werden. Es könne bereits hilfreich sein, wenn die Kommunikation nach den Entscheidungen der Euro-Zone verbessert würden. Diese "Pannen nicht völlig deckungsgleicher Informationen" führten zu neuer Unruhe an den Märkten, sagte Monti. Er empfahl den Regierungschefs der EU, sich ihre Handlungsfreiheit auch gegenüber den eigenen Parlamenten zu bewahren: "Wenn sich Regierungen vollständig durch die Entscheidungen ihrer Parlamente binden ließen, ohne einen eigenen Verhandlungsspielraum zu bewahren, wäre das Auseinanderbrechen Europas wahrscheinlicher als eine engere Integration." Zwar müssten sich die Regierungen nach den Entscheidungen des Parlaments richten, aber sie haben auch die Pflicht, das Parlament zu erziehen.
Die Erklärungen des EZB-Chefs Mario Draghi vergangene Woche begrüßte Italien Regierungsschefs. Wie Draghi sei auch er der Meinung, dass der Markt für Staatsanleihen in der Euro-Zone "schwer gestört" sei. Die Euro-Partner fordert er zum Handeln auf: "Diese Probleme müssen jetzt schnell gelöst werden." Monti empfahl den Regierungschefs der EU auch, sich ihre Handlungsfreiheit auch gegenüber den eigenen Parlamenten zu bewahren: "Wenn sich Regierungen vollständig durch die Entscheidungen ihrer Parlamente binden ließen, ohne einen eigenen Verhandlungsspielraum zu bewahren, wäre das Auseinanderbrechen Europas wahrscheinlicher als eine engere Integration."
Der Italiener Draghi hatte am Donnerstag gesagt, die Zentralbank werde "in den nächsten Wochen" die Bedingungen von Maßnahmen wie den erneuten Aufkauf staatlicher Schuldscheine diskutieren. Er machte jedoch keine konkreten Hilfszusagen. Die EZB hatte bis Mitte März Anleihen aufgekauft, um den Zinsdruck auf kriselnde Euro-Staaten zu senken. Seitdem liegt das umstrittene Programm auf Eis.
Der Wirtschaftsprofessor und frühere EU-Kommissar Monti war im November 2011 nach dem Rücktritt des damals von Sexskandalen und Prozessen umzingelten Premierminister Silvio Berlusconi eingesetzt worden. Staatspräsident Giorgio Napolitano wollte den unerträglichen Druck der Finanzmärkte von Italien nehmen und von der Technokraten-Regierung Monti die lange überfälligen Reformen einleiten lassen. (red/APA, 5.8.2012)
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Die Regierungschefs der Eurostaaten muessen mít brauchbaren Konzepten und schlagkraeftigen Argumenten ueberzeugen und Mehrheiten gewinnen! So funktioniert das halt einmal in einer Demokratie! Dass das einem waschechten italienischen Banker schwerfaellt ist natuerlich jedem klar, der weiss wie massiv technolratische, patriarchalische, zentralistische und autoritaere italienische Banker eben geeicht sind. Signore Monti, Europa und seine demokratischen Buerger wollen ueberzeugt und nicht belehrt oder erzogen werden! Grazie
Was hat man sich von einem solchen Nazi auch für Ansichten erwartet?
Montis Vorschlag ist ein weiterer Demokratieabbau, genau das Gegenteil von dem, was wir brauchen. Wir brauchen keine Schwächung der Demnokratie und des Parlamentes, wir brauchen eine Stärkung. Aber diesen Antidemokraten in den Banken und der EU ist alles recht. Wenns sein muss, kommt ein neuer Reichstaggsbrand, und die Demokratie in der EU wird völlig zu GRabe getragen. Tendenz in der EU steigend, Vorbild USA, wo man nur noch eine Demokratur hat.
Unglaublich was für Gestalten so mächtige Positionen bekleiden. Wenn er im Sinne der "Elite" arbeitet, winken danach sicher angenehmere Jobs. Wird ja auch in Österreich praktizert: bekannte Bsple: Ederer und Pröll.
Widerlich.
ich kann Ihnen nur zu gute halten, dass Sie es halt nicht besser wissen, mein mitleid ist Ihnen sicher.
aber es ist typisch, je dünner die faktenlage, desto dicker wird halt was herbeifantasiert.
da fehlt als begleitmusik nur mehr der tod der nibelungen.
ist es leid, die dumpfbackige meinungsdiktatur der euroskeptiker weiter zu ertragen, shell will und kann nicht mehr warten, bis sich die abstrusen auf was einigen und zieht ca 15mrd an flüssigen mitteln aus dem euro ab, obwohl eine europäische firma.
bei shell fällts auf, weil so groß, bei den anderen eben nicht ...
Mir solls recht sein, wenn Shell sein Geld abzieht. Dann geht es vielleicht schneller, denn wenn die Pigs-Staaten nicht aus dem € rausgeworfen werden und die Haftungen nicht zurückgenommen werden, kann man sich den € ganz generell bald abschminken.
Ja ja, ich weiß: in der FI ist alles nur eine Sache der Darstellung, aber beim € kann bald nix mehr schön dargestellt werden. Dèr wird bewusst an die Wand gefahren.
Viel Spaß mit Shell;)
dieser Goldmann-sachs-agent sollte in europa gar nichts zu sagen haben, von den Amis in die eu eingeschleust arbeitet er nun an seinem zerstörungswerk und möchte sogar die parlamentarische Demokratie aushebeln, und wo bleibt die Meldung unseres Kanzlers zu solchen Ideen?
steht im internationalen vegleich sehr gut da. wir leben auf einem kontinent, dessen vielfalt, schönheit und lebensqualität seinesgelichen suchen muss. in wien wird ein hauptbahnhof aus dem boden gestampft mit dazugehörigem wildschweintunnel (gut über die A5 wollen wir nicht reden - aber dass ist politik). wir haben ein hohes pro -kopf einkommen und sind fleissig, klug und gebildet. bitte kann endlich jemand das zepter in die hand nehmen und uns auch mal sagen "yes we can" statt ständig nur unkenrufen zu folgen, die von einer vertrottelten finanzwelt ausgehen, die keine menschen kennt.
Und da wundert er sich noch, daß Europa auseinanderbricht? Es ist genau diese überhebliche, antidemokratische Bonzenmentalität, die selbst überzeugte Europäer vom Projekt EU entfremdet.
überzeugungsarbeit werden die regierungen in einer demokratie ja wohl noch leisten dürfen oder wird das hier auch schon als diktatur angesehen? er sagt ja nicht, die regierungen sollen sich über die parlamente hinwegsetzen.
aber ja, wenn paranoia und angsmache, verbunden mit nationalismen, die einzigen europäischen gemeinschaftsgefühle unter der bürgern sind, wird's in der tat schwierig für die regierungen ...
warum sagt er dann "Erziehung"? Erstere ist Kommunikation unter Gleichen, letztere beruht auf einem Autoritätsgefälle.
Das Mißtrauen gegen die EU-Funktionäre ist weder Paranoia noch Angstmache, sondern beruht auf dem sehr realen Demokratiemangel der EU-Realverfassung, nach der sich die Regierungschefs oder ihre Ressortminister bzw. die Kommission unter dem Ausschluß der Öffentlichkeit Richtlinien ausschnapsen, die die nationalen Parlamente dann durchzuwinken haben, während das EU-Parlament trotz jüngster Kompetenzerweiterungen nach wie vor zahnlos ist.
"Wundern" tun sich die Netzwerk-Agenten wie Goldman Monti nicht.
Es ist gewünscht.
Die Leser die das noch nicht verstanden haben sollten das ganze unter dem Gesichtspunkt analysieren, das hier Faktoren am Werk sind, die diese Panikmache und die Geldtransfers wünschen.
Anders als die kleinen Protugal, Irland, Griechenland, Zypern sind nämlich Italien Spanien nach eigenen Aussagen "zu stolz" um sich von Brüssel für Geld vorschriften machen zu lassen.
Oder anders gesagt sie wollen keine fiskalische Integration oder gar Fiskalunion, sondern einfach nur Geld ohne Gegenleistung.
Und das wird sich nicht spielen - Das hat auch Draghi ganz klar gemacht.
1. könnte zwar Italien austreten aber nicht D ohne groben wirtschaftlichen Schaden
2. steht I abgesehen von den lächerlichen Zinsspekulation mit großerem Primärüberschuss und wesentlich nachhaltigerer Schuldenstruktur besser da als D (was auch nicht schwierig ist).
zum 799 mal. Auch wenn die Halluzinationen dir anderes zurufen. Lass dich halt amal einweisen.
Wenn die EZB anfängt Anleihen von Italien, Spanien im großen Stil ohne vorherige politische Auflagen zu kaufen, dann tritt Finnland, Holland und bald Deutschland aus.
Diese Länder sind sowieso nur mehr zu halten weil ihre Politiker noch eine Resthofnung in die Reformierbarkeit und Gemeinschaft der ClubMed setzen.
Wird auch die Minimalforderung von wenigstens Reformversprechen (die eh nur zu 20 % gehalten werden) gebrochen, bricht die EU, weil das ist keine Partnerschaft mehr.
meinen es gut mit Europa,
schließlich haben sie Griechenland geholfen,
ihre Staatsschulden zu verschleiern,
damit sie in den Euro kommen konnten.
Zwar haben die Griechen mit diesen Finanzinstrumenten hohe Verluste gemacht und die Europäer sind ver..scht worden,
aber wenigstens hat Goldman Sachs,
sich daran eine Goldene Nase verdient.
http://www.presseurop.eu/de/conten... ut-mit-uns
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