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Athen/Berlin - Griechenland erwägt die Ausgabe kurzfristiger Anleihen, um bis zur Freigabe weiterer Milliarden-Hilfen von EU, EZB und IWF (Internationaler Währungsfonds) nicht in die Pleite zu rutschen. Der stellvertretende griechische Finanzminister Christos Staikouras sagte der Zeitung "Kathimerini" vom Sonntag, Griechenland bewege sich mit seinen Geldreserven im Grenzbereich. Das werde auch bis September so bleiben, denn erst dann gebe es den Troika-Bericht der internationalen Geldgeber über die Entwicklung in Griechenland.
"Wir gehen mit unseren Geldreserven vorsichtig um und prüfen mehrere Lösungen", sagte Staikouras. Dazu gehöre auch die Aufstockung kurzfristiger Anleihen (T-Bills). "Wir werden die optimale Lösung in Einvernehmen mit unseren (Troika-)Partnern finden."
Die deutsche Zeitung "Die Welt" hatte zuvor berichtet, die Europäische Zentralbank (EZB) habe am Donnerstag Grünes Licht für weitere Notkredite der griechischen Notenbank gegeben. Dadurch könne sich die Regierung in Athen bis zu vier Milliarden Euro zusätzlich besorgen. Damit habe die EZB Griechenland vor dem Bankrott bewahrt, schrieb das Blatt. Griechenland muss zum 20. August eine fällige Anleihe im Volumen von 3,2 Milliarden Euro bedienen. Bei den jetzt diskutierten T-Bills geht es um Anleihen mit einer Laufzeit von einem Monat. (APA, 4.8.2012)
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