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In den Vorläufen ging noch keiner der Favoriten an das Limit. Usain Bolt (Mitte) erreichte ebenso locker das Halbfinale wie Justin Gatlin, Yohan Blake, Dwain Chambers oder Asafa Powell.

Olympia-Premierentest bestanden: Oscar Pistorius.
Usain Bolt ist bei seinem ersten Auftritt bei den Olympischen Spielen in London ins Halbfinale spaziert. Der schnellste Mann der Welt begeisterte die 80.000 Zuschauer im Olympiastadion allerdings nur bei der Vorstellung. Anschließend gewann er seinen Vorlauf über 100 m mit angezogener Handbremse und einem leichten Stolperer in 10,09 Sekunden.
"Ich hatte eine gute Reaktion, aber einen schlechten Start, bin gestolpert. Ich bin froh, dass ich weiter bin", sagte der Jamaikaner. Am Sonntag (21.50 Uhr OZ/22.50 MESZ) will sich der Dreifach-Olympiasieger von Peking 2008 mit dem Gewinn der Goldmedaille endgültig unsterblich machen.
Weltmeister Yohan Blake, der große Herausforderer von Weltrekordhalter Bolt, sah bei seinen 10,00 Sekunden deutlich souveräner aus. Der Jahres-Weltbeste (9,75) gewann seinen Vorlauf ganz locker.
Völlig überraschend lief allerdings der 23 Jahre alte Amerikaner Ryan Bailey in 9,88 Sekunden die beste Zeit des Vormittags. So schnells war bei Olympia in einem Vorlauf noch nie ein Sprinter gegeben. Ex-Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika) gewann seinen Vorlauf in 10,04.
Als Erster der Sprintstars hatte Tyson Gay die superschnelle Laufbahn betreten. Der Dreifach-Weltmeister von 2007 und Zweitschnellste Mann der Geschichte (9,69) ließ es bei seinem Sieg in 10,08 Sekunden recht locker angehen. Für Gay ist Bolt auch in London der große Favorit: "Er war da, wo wir noch nicht gewesen sind."
Der nach seiner Dopingsperre in diesem Jahr auf 9,80 verbesserte Athen-Olympiasieger Justin Gatlin setzte in 9,97 Sekunden ein erstes, kleines Ausrufezeichen.
Bolt hat aus dem Fehlstart-Fiasko der WM 2011 in Daegu und den Trials-Pleiten gegen Blake ("Ein Weckruf") gelernt und sich zuletzt auf's Laufen konzentriert. Ein kleines bisschen Show gab es auch vor dem Vorlauf, doch der vollmundigen Ankündigung des Stadionsprechers ließ Bolt (noch) keine Großtat folgen. Entsprechend sparsam fiel der Applaus aus.
Der Südafrikaner Oscar Pistorius ist am Samstag als erster beinamputierter Athlet bei Olympischen Sommerspielen angetreten und hat gleich einen erfolgreichen Start hingelegt. Über 400 m lief er in 45,44 Sekunden im Olympiastadion persönliche Saisonbestzeit und qualifizierte sich damit für das Halbfinale. Der 25-Jährige ist auch für die 4x400-m-Staffel seines Landes vorgesehen.
Pistorius hatte 2008 vor dem Obersten Sportgerichtshof gegen das Startverbot durch den Leichtathletik-Weltverband bei Großevents und Olympischen Spielen geklagt. Die IAAF argumentierte damit, dass die Prothesen einen Vorteil verschaffen würden. "Ich trainiere härter als 95 Prozent meiner Konkurrenten. Ich glaube an Fairness. Man hat mich getestet, es gibt einfach keinen Vorteil", sagte Pistorius.
Bei der WM 2011 in Südkorea schaffte Pistorius im Einzel den Halbfinaleinzug, mit der Mannschaft gewann er Silber. Der "Blade Runner" wird auch an den Paralympics in London teilnehmen.
Schnellster Mann des Vormittags über 400 m war Jonathan Borlée (Belgien). Er blieb bei seinem Vorlaufsieg in 44,43 Sekunden knapp über dem 25 Jahre alten Europarekord (44,33). Für LaShawn Merritt (USA) war früh Schluss. Der Jahres-Weltbeste und Olympiasieger von 2008 hatte als erster Sportler die Chance, nach einer Dopingsperre erneut Gold zu gewinnen. Nach 150 Metern verletzte er sich.
Eine Überraschung gab es in der Stabhochsprung-Qualifikation: Mitfavoritin Fabiana Murer (Brasilien) übersprang nur 4,50 m und wird im Gegensatz zu Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa (Russland) im Finale am Montag (19.00 Uhr OZ/20.00 MESZ) fehlen. (sid, 4.8.2012)
100 Meter - Vorlauf: 1. Ryan Bailey (USA) 9,88 Sek. - 2. Justin Gatlin (USA) 9,97 - 3. Yohan Blake (JAM) 10,00 - 4. Dwain Chambers (GBR) 10,02 - 5. Asafa Powell (JAM) 10,04 - 6. Ben Youssef Meite (CIV) 10,06 - 7. Ryota Yamagata (JPN) 10,07 - 8. Tyson Gay (USA) 10,08 - 9. Usain Bolt (JAM) 10,09 (alle im Semifinale)
Mo Farah mit Doppelgold zum britischen Star der Spiele - Die US-Damen in 4x400m-Staffel zu gut - Tschitscherowa siegt im Hochsprung - Überraschung im Speerwurf
Über 4 x 100 m wird Uralt-Bestmarke klar unterboten - Herren von den Bahamas holen Gold über 4 x 400 m - Lange Diskussionen um Hammerwurf-Medaillen - Stabhoch-Favorit Lavillenie behält die Nerven
Der Dreifachtriumph der Jamaikaner über die 200 Meter stellt die Sportwelt wieder vor das alte Rätsel: Warum um Himmels willen sind die so schnell? Mag sein, diese Welt hat es verlernt, die Frage wirklich an den Willen des Himmels zu richten
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Über 1500m müssen sich die kenianischen Läufer mit Platz sieben begnügen. Robert Harting sorgt im Diskus für eine Sternstunde der deutschen Leichtathletik
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Usain Bolt hat noch Großes vor in London. Der Sprintsieger aus Jamaika will zwei weitere Titel von Peking verteidigen, wer wollte ihn aufhalten? Aufgehalten wurde ein Betrunkener auf der Tribüne, der Zufall wollte es, dass Frau Bosch in der Nähe saß
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Das Kaiserrennen findet am Sonntag statt. Über die 100 Meter jagen alle Bolt. Österreichische Aussichten gedämpft
zum Thema Pistorius : Ursprung der Paralympics :http://dda604.com/tag/eunic... y-shriver/
wünsche ihm eine Goldene !
and the Oscar goes to - a gold medal !
Bitte - hört endlich mit der Dopingaufregung auf. Jeder/jede die dort im Stadion stehen sind gedopt. Man sieht es Ihnen auch an. Das war immer so und wird immer so sein. "schönes" Beispiel die Diskusswerferinnen gestern. Kein menschlicher Körper kann sich so entwickeln. Get over it
"Tobias ist der schnellste deutsche Läufer seit 25 Jahren, ich weiß nicht, wie ich meine Athleten mit legalen Mitteln noch schneller machen soll." Und: "Wenn der internationale Leichtathletik-Verband das nicht stoppen kann, machen wir eben unsere eigene Leichtathletik." Das heißt: "Olympia und Weltmeisterschaften interessieren mich nicht mehr." Er und seine Athleten wollen dort nur noch mit dem olympischen Gedanken "Dabei sein ist alles" antreten. "WM-Jahre werden Regenerationsjahre", sagt Corucle, "ich messe mich nicht mehr mit Athleten, die aus Ländern kommen, die keine nationalen Kontrollsysteme haben."
Ganz so einfach ist das nicht: " Im Zusammenhang mit Usain Bolt sind Corucle zwei Dinge aufgefallen: Bei den Olympischen Spielen 2004 und bei der Leichtathletik-WM 2005 in Helsinki sei Bolt noch "ein Strich in der Landschaft" gewesen, halb so muskulös wie heute. In Athen trat er im Vorlauf gegen Tobias Unger an und schied aus. Der Kornwestheimer kam ins Finale und wurde Siebter -ebenso wie in Helsinki, wo Bolt auf Rang acht hinter ihm landete. In Peking beobachtete Corucle den sichtlich kräftigeren Usain Bolt dann vor dessen Fabelläufen auf dem Aufwärmplatz: Der Jamaikaner habe sich kaum aufgewärmt, er ließ sich nach wenigen kurzen Antritten lediglich ein bisschen die Füße massieren."
Soviel zum jam. Laufwunder:
http://m.faz.net/aktuell/s... 13742.html
Fuer die deutschen, russischen und ukrainischen laeuferinnen gilt wohl, clean dabei sein ist alles. Dazu der deutsche Unger: "Vor allem die US-Trainer sind für Unger die Hauptverantwortlichen. Nach der WM in Helsinki 2005 erhielt sein Trainer ein zwielichtiges Angebot: "Trainiere ein Jahr in Kalifornien, und du läufst die 100 Meter in 10,00 Sekunden." Für den Sprinter kam ein Wechsel allerdings nicht in Frage."
Noch ein paar details: "Carmelita Jeter kann nun die Headline «Fastest Woman on Earth» von ihrer Homepage nehmen. Die prägte sie, nachdem sie 2011 Weltmeisterin geworden war. Die US-Amerikanerin stiess mit einem ähnlich aufsehenerregenden Leistungssprung wie Fraser an die Weltspitze, als sie ihre Bestzeit 2009 mit 30 Jahren um drei Zehntel senkte. 10,64 ist sie schon gelaufen, keine Frau war je so alt so schnell. Fällt da jemandem Doping ein? Fraser wurde 2010 für sechs Monate aus dem Verkehr gezogen, weil sie ein verbotenes Schmerzmittel benutzt hatte. Sonst gingen die beiden Mini-Raketen bisher unter dem Radar durch." So die neue Zuercher Zeitung. Wiederum koennen die leichtathletikbewerbe als riesenverarschung abgehakt werden.
Die hi-tech-Beine helfen ganz bestimmt. Es wird vielleicht irgendwann einen geben, der sich fuer eine Olympiamedaille die Beine amputieren laesst?
Jedes Kind weiss, dass man mit Sprungfedern unter den Turschuhen viel schneller ist. Die Frage ist ob die Verlangsamung durch fehlende Beine durch die hi-tech-Hilfen nur ausgeglichen wird oder ob man davon sehr grosse Vorteile hat.
So einfach ist das nicht. Der Vergleich mit den Sprungfedern unter den Turnschuhen stimmt nur bedingt, weil ja die natürlichen "Sprungfedern" in den Beinen fehlen.
Dagegen, dass die Prothesen so ein Riesenvorteil wären spricht m.E. auch, dass Pistorius der einzige amputierte Läufer ist, der auf diesem Level mitläuft.
Aber natürlich, es gibt keinen Weg, das kontrolliert zu testen (zumindest keinen ethisch unbedenklichen Weg).
Ich kann mir schwer vorstellen, dass sich jemand für eine Olympia-Medaille die Beine amputieren würde. Andererseits kann ich mir auch schwer vorstellen, dass Leute für Olympia-Medaillen hungern, hohe Verletzungsrisiken eingehen oder illegale Drogen nehmen. Und all das passiert.
Ich finde es hochprolematisch dass jemand in einem Laufbewerb antreten darf, der mechanische Beine hat. Das hier nicht Gleiches mit Gleichem verglichen wird ist doch klar.
Dass er mit weniger Ermüdung zu tun hat, weil er ja Muskeln durch Maschine ersetzt, ist anzunehmen.
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